Gemäß hethitischen Texten waren
die Lykier zu späterer Zeit in Raubzüge im Mittelmeer
und der Aegaeis in 1400 v.Chr. verwickelt und es ist bekannt,
dass sie über See- und Landstreitkräfte verfügten.
Sie kämpften auch zusammen mit den Hethitern gegen die Ägypter
in der
Schlacht von Kadesch
im Jahre 1295 v.Chr. Die Lykier kämpften auch an der Seite
der Trojaner im trojanischen Krieg. Dies wird von Homer im Illias
Epos beschrieben. Im Jahre 545 v. Chr. überfielen die Perser
Lykien und besetzten es. Bis 333 v. Chr und während dieser
Zeit nahmen die Lykier auf persischer Seite an verschiedenen Feldzügen
teil, wie auch am Griechenland-Feldzug des Königs Xerxes
von Persien mit 50 Schiffen.
Ebenso wie die anderen Gebiete in Anatolien, fiel Lykien in 333
v.Chr in die Hände Alexander des Großen. Erstaunlicherweise
setzten die Lykier Alexander dem Großen, als dieser sich
näherte, keinen Widerstand entgegen. Dies ist wohl ein Hinweis
darauf, dass die Lykier der persischen Oberherrschaft nicht sehr
wohlgesinnt waren. Bis zur Ankunft von Alexander dem Großen
behielt Lykien die für die Lykier so eigenen und charakteristischen
Bräuche bei, aber später änderte sich dies mit
Beginn der hellenistischen Zeit in dieser Region. Nach dem Tode
Alexander des Großen fiel Lykien seinem General Antigonos
zu. Später kam Lykien unter die Herrschaft der Ptolemaier
von Ägypten und der Seleukiden. Nach der Schlacht von Magnesia,
in welcher Lykien an der Seite der Verlierer gegen die Macht von
Rom kämpfte, wurde Lykien willkürlich an Rhodos übergeben.
Die Lykier rebellierten und erhielten 167 v.Chr mit Beschluss
des römischen Senats ihre Unabhängigkeit zurück.
Dies wurde hauptsächlich dadurch erreicht, dass 23 Städte
in Lykien sich zu einem Bund zusammen schlossen. Dieser Bund verfügte
über ein Parlament, das in einer demokratischen Wahl seinen
Präsidenten und seine Funktionäre wählte.
Im Laufe der römischen Zeit gibt es für Lykien viel
Auf- und Nieder, aber unter Augustus (27 v.Chr. - 14. n. Chr.)
kommt für Lykien eine Zeit des großen Wohlstandes.