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Die
Thematik
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Der
Titel "Lord of the Flies" ist eine wörtliche
Übersetzung von Beelzebub (= Satan) und bezieht sich
auf das Böse, das Golding als Teil der menschlichen
Natur betrachtet. In einer Gruppe von Jungen, die es auf
eine einsame Insel im Pazifik verschlagen hat, tritt es
schrittweise zu Tage. |
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Die tiefe Desillusionierung Goldings. die im Roman spürbar
wird, resultiert aus den Ereignissen und seinen persönlichen
Erfahrungen während der 40er-Jahre des vergangenen
Jahrhunderts. Als Marineoffizier nahm Golding am Zweiten
Weltkrieg teil. Neben den unmittelbaren Kriegshandlungen
waren es vor allem die Verbrechen des Hitler-Regimes,
die ihn zutiefst pessimistisch stimmten. Für ihn
war die vom Faschismus ausgehende Gefahr nicht mit dem
Sieg der Alliierten gebannt. Er war überzeugt, dass
es jederzeit und überall wieder zu totalitären
Unrechtssystemen kommen könnte.
Am Beispiel von britischen Schuljungen zeigt er, wie schnell
die anerzogenen Verhaltensnormen zivilisierter Gesellschaften
in den Hintergrund treten, wenn sich der menschliche Aggressionstrieb
ungehindert entfalten kann. In den Hauptpersonen Ralph
und Jack stehen sich Vernunftdenken und triebgesteuertes
Verhalten, demokratische Ordnung und Despotie gegenüber.
Exemplarisch werden die Schritte nachvollzogen, die zur
Errichtung eines totalitaren Systems führen können,
und die Mechanismen aufgezeigt, die der Machtsicherung
dienen.
Vor dem exotischen Hintergrund einer Pazifikinsel entwickelt
Golding eine moderne Version vom Verlust der Unschuld.
Die Bedeutung von Regeln und gesellschaftlichen Normen
wird dabei ebenso thematisiert wie die Versuchung, sie
zu brechen. Golding beschäftigt sich mit der dunklen,
gewaltbereiten Seite der menschlichen Natur und ihrem
Einfluss auf das Handeln des Einzelnen und der Gruppe.
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Schauplatz
der Handlung ist eine paradiesisch anmutende Südseeinsel.
Die Überlebenden eines Flugzeuggabsturzes - Jungen
im Alter von sechs bis dreizehn Jahren - sind völlig
sich selbst überlassen und müssen das Zusammenleben
auf der Insel von Grund auf organisieren. |
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Nachdem der sportliche Ralph zum Anführer gewählt
worden ist, gehen die Jungen daran, die Umgebung zu erkunden
und Aufgaben zu verteilen. Die schwarz gekleideten Mitglieder
eines Schulchors werden zu Jägern, angeführt von
ihrem Präfekten Jack Merridew. Während Ralph und
der kluge Piggy sich darum bemühen, Regeln aufzustellen,
die Versorgung mit Früchten und Wasser sicherzustellen
und ein weithin sichtbares Signalfeuer zu errichten, gilt
Jacks Interesse ausschließlich der Jagd auf Wildschweine.
Er ist wie besessen von dem Gedanken, endlich ein Schwein
zu töten.
Der Gegensalz zwischen Jack und Ralph tritt offen zutage,
als Jacks Jäger es versäumen, das Feuer in Gang
zu halten und ein Schiff an der Insel vorbeifährt.
Mit jedem erlegten Schwein entwickeln sich Jack und seine
Jager mehr zu einer Horde Wilder. Sie treten in Kriegsbemalung
auf, sind mit Speeren bewaffnet und führen ekstatische
Jagdtänze auf. Jack missachtet die aufgestellten Regeln
und ernennt sich selbst zum Anführer. Bald schlieBt
sich ihm eine Mehrheit der Jungen an.
Die Gewaltbereitschaft nimmt ständig zu und eskaliert
erstmals, als ...
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