Der Circus Maximus |
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Der Circus Maximus ist der älteste Circus der jedoch sein Aussehen erst im Jahre 329 v. Chr. durch den Bau der Stallungen erhielt, dem dann allmählich die architektonische Entwicklung der Anlage folgte. Der Circus Maximus fasste je nach Quelle bis zu 250000 Zuschauer. Er war 600m lang und 200m breit. Die Außenfront war 3 geschoßig mit Marmor verkleideten Arkaden. Die Bahn selbst war in der Mitte von einer 1,75 Meter hohen und 5,80 Meter breiten Mauer, der spina, geteilt. An ihren Enden standen zwei Spitzsäulen (meta) als Wendemarken, um die herum die Pferdegespanne rannten. Der auffallendste Schmuck der Spina war seit Augustus ein 24 Meter hoher Obelisk, dem Kaiser Constantius einen zweiten 32,5 Meter hohen hinzufügte, der aus dem ägyptischen Theben stammte und heute auf dem Lateranplatz steht. |
Bei den Pferderennen
wurden kleine, leichtgebaute Wagen auf zwei Rädern benutzt. Die Brustlehne vorn reichte nur etwa
bis zu den Schienbeinen des Fahrers. Anfänger versuchten sich bei
den Rennen mit Zweigespannen, die Könner fuhren mit Viergespannen,
in seltenen Fällen sogar mit Sechs- und Siebengespannen. Die Pferde
waren sorgfältig für ihre schwierige Arbeit ausgewählt.
Man bevorzugte vor allem Tiere aus dem Sabinerland, aber auch aus Kalabrien
und Apulien, und selbst aus den Provinzen wurden die besten Renner eingeführt Die Fahrer trugen eine kurze, ärmellose Tunika, auf dem Kopf eine Art Sturzhelm, um Leib und Brust breite Binden, in denen ein krummes Messer steckte, mit dem sie im Falle eines Sturzes rasch die Zügel des Pferdes losschneiden konnten, die sie während der Fahrt um den Leib gewickelt hatten; denn mit der linken Hand lenkten sie die Rosse, mit der Rechten schwenkten sie die Peitsche. Das Rennen begann an einer Schranke an der rechten Seite der Spina, und die Wagen durchrasten dann siebenmal die Bahn. Selbstverständlich kam es dabei häufig zu Unfällen. Die gefährlichsten Punkte des Umlaufes waren die Wendemarken an den Zielsäulen, weil hier oft die Wagen ineinander geschleudert wurden. Dabei gab es immer wieder schwere Todesstürze. Umgekehrt hören wir von Wagenlenkern, die an mehreren tausend Rennen teilnahmen! |