G20-Treffen
Die G-20 sind die Gruppe der 20 größten Volkswirtschaften. Sie umfasst Industrie- und Schwellenländer. Die G 20 repräsentieren rund zwei Drittel der Weltbevölkerung und 90 Prozent des globalen Bruttosozialprodukts.
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Bevölkerung
in Mio.
|
Anteil an der Weltbevölkerung
in % (6,7 Mrd.)
|
BIP in Mrd.
US-Dollar
|
BIP in %
im Vergleich zum Welt-BIP |
| Die Welt |
6700 |
100% |
54620,0 |
100% |
| G20-Staaten |
4385,7 |
65,5% |
48213,1 |
88,3% |
Zu der Gruppe der G20-Länder gehören folgende Staaten :
1)
USA.
2) Argentinien
3)
Brasilien
4)
Mexiko
5)
Australien
6)
Indien
7)
Indonesien
8)
China
9)
Südkorea
10)
Japan |
11)
Russland
12)
Deutschland
13)
Frankreich
14)
Großbritannien
15)
Italien
16)
Türkei
17)
Kanada
18)
Saudi-Arabien
19)
Südafrika
und die Europäische Union (20). |
An den Treffen der G-20 nehmen
a)
die Finanzminister und Zentralbankchefs der G8 und elf weiterer Staaten
b)
der Präsident der Europäischen Zentralbank
c)
die EU-Präsidentschaft
(wenn diese zu diesem Zeitpunkt nicht von einem G8-Staat geführt wird)
d)
der Geschäftsführende Direktor (Managing Director) des Internationalen Währungsfonds,
e)
der Vorsitzende des Internationalen Währungs- und Finanzausschusses (IMFC),
f) der Präsident der Weltbank
g) der
Vorsitzende des Development Committees von Weltbank und Internationalem Währungsfonds
teil.
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|
Bevölkerung
in Mio.
|
Anteil an der Weltbevölkerung
in % (6,7 Mrd.) |
BIP in Mrd.
US-Dollar
|
BIP in %
im Vergleich zum Welt-BIP |
Nordamerika |
| 1. |
USA. |
304 |
4,5 |
13840,0 |
25,3 |
| 2. |
Kanada |
33,2 |
0,5 |
1432,0 |
2,6 |
| |
|
|
|
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|
Süd- und Mittelamerika |
| 3. |
Argentinien |
10,5 |
0,6 |
260,0 |
0,5 |
| 4. |
Brasilien |
196,4 |
2,9 |
1314,0 |
2,4 |
| 5. |
Mexiko |
110,0 |
1,6 |
893,4 |
1,6 |
| |
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|
|
|
|
Ostasien/Südostasien/Ozeaninen |
| 6. |
Australien |
21,0 |
0,3 |
908,0 |
1,7 |
| 7. |
Indien |
1148 |
17,1 |
1099,0 |
2,0 |
| 8. |
Indonesien |
237,5 |
3,5 |
432,9 |
0,8 |
| 9. |
China |
1330 |
19,9 |
3251,0 |
6,0 |
| 10. |
Südkorea |
48,4 |
0,7 |
957,0 |
1,8 |
| 11. |
Japan |
127,2 |
1,9 |
4384,0 |
8,0 |
| |
|
|
|
|
|
Europa/Asien |
| |
|
|
|
|
|
| 12. |
Russland |
140,7 |
2,1 |
1290,0 |
2,4 |
| 13. |
Deutschland |
82,4 |
1,3 |
3322,0 |
6,1 |
| 14. |
Frankreich |
64,0 |
1,0 |
2560,0 |
4,7 |
| 15. |
Großbritannien |
61,0 |
0,9 |
2773,0 |
5,1 |
| 16. |
Italien
|
58,1 |
0,9 |
2105,0 |
3,9 |
| 17. |
Europäische Union |
500 |
7,4 |
16830,1 |
31,0 |
| |
|
|
|
|
|
Vorderasien |
| 17. |
Türkei |
71,9 |
1,1 |
729,4 |
1,2 |
| 19. |
Saudi-Arabien |
28,1 |
0,4 |
376,0 |
0,7 |
| |
|
|
|
|
|
Afrika |
| 20. |
Südafrika |
48,8 |
0,7 |
282,6 |
0,5 |
Datengrundlage:
Bruttoinlandsprodukt im Jahr 2008
Bevölkerung 1. Juli 2008
|
"Die G20 müssen sich neu beweisen" (18.02.2011)
Rätsel um Obamas Brief an Merkel (Spiegel.de, 12.11.2010)
G20 ordnen Weltfinanzen ein bisschen neu (Spiegel.de, 12.11.2010)
G20-Treffen in Seoul
Obama bekommt Chinas neue Macht zu spüren (Spiegel.de, 12.11.2010)
Club der matten Mächtigen (Spiegel.de, 12.11.2010)
G20-Bilanz, TEil 1
Club der matten Mächtigen (Spiegel.de, 12.11.2010)
G20-Bilanz, TEil 2 Welthandel - Dauerdebatte ohne Ergebnis
Club der matten Mächtigen (Spiegel.de, 12.11.2010)
G20-Bilanz, 3. Teil: Währungsstreit - China am Pranger
Club der matten Mächtigen (Spiegel.de, 12.11.2010)
G20-Bilanz, 4. Teil: Finanzregulierung - Lehren aus dem Lehman-Desaster
Club der matten Mächtigen (Spiegel.de, 12.11.2010)
G20-Bilanz, 5. Teil: Entwicklungshilfe - nicht gehaltene Versprechen
Club der matten Mächtigen (Spiegel.de, 12.11.2010)
G20-Bilanz, 6. Teil: Klimaschutz - kaum greifbare Fortschritte
'
Merkel und Obama scherzen ihren Streit beiseite (Spiegel.de, 11.11.2010)
G20-Treffen in Seoul
Südkorea steckt australische Premierministerin ins Dirndl (Spiegel.de, 11.11.2010)
Panne in Seoul
G20-Länder begnügen sich mit Minimalkonsens (12.11.2010)
Die Krise ist fast vorbei - und jetzt? (11.11.2010)
Tausende fordern "Stop G20"
(11.11.2010)
Aufstrebende Gastgeber, zerstrittene Gäste (11.11.2010)
Von diplomatischer Zurückhaltung keine Spur (10.11.2010)
"Gipfel kommt zu einem kritischen Zeitpunkt"
(10.11.2010)
Die EU vor dem G20-Treffen
"Unwahrscheinlich, dass China sich beugt"
(09.11.2010)
G20-Gipfel im Schatten des Währungsstreits
G8-Treffen
Gipfel der Unverbindlichkeit (20.05.2012)
G8 Treffen in Camp David
Bundeskanzlerin Merkel warb für intelligente Investitionen, etwa in Forschung und Infrastruktur wie digitale Netze. Milliardenschwere Konjunkturprogramme hält sie dagegen für unzeitgemäß. Merkel fordert einerseits Haushaltsdisziplin, gleichzeitig aber auch die Stimulierung von Wachstum.
Wie schlau ist Rasmussens "Smart Defense"? (20.05.2012)
Fogh Rasmussen ermahnt die Mitgliedsstaaten der NATO zum umdenken. Sei Vorschlag ist es, militärische Fähigkeiten zu bündeln und Rüstungsprojekte gemeinsam zu finanzieren.
Seine Idee ist es, dass sich die Mitgliedsstaaten mit militärischen Equipment innerhalb des Bündnisses ergänzen und dass nicht jeder alles haben muss.
Währungskrieg
Was bedeutet Währungskrieg ? Und was ist das jeweilige Ziel ?
Ziel ist es, der eigenen Volkswirtschaft - gerade wenn sie exportorientiert ist- Vorteile auf dem Weltmarkt zu verschaffen. Denn mit der Abwertung der eigenen Währung werden Exportgüter preiswerter. Die Notenbanken wollen auf diese Weise Überschüsse im Außenhandel erzielen und damit das Wachstum der Volkswirtschaft ankurbeln.
Ihm Verlauf der Finanz- und Wirtschaftskrise waren die USA die ersten, die versuchten, mit geldpolitischen Maßnahmen ihre eigene Wirtschaft zu stärken zu Lasten anderer Volkswirtschaften. So senkte die US-Notenbank (FED) den Leitzins auf ein Rekordtief nahe null Prozent. Zugleich kaufte sie US-Staatsanleihen in größerem Umfang, um die eigene Währung zu schwächen. Das hierzu nötige Geld wurde einfach gedruckt.
Doch die Reaktion anderer Länder ließ nicht lange auf sich warten und so war der Grundstein für den aktuellen Abwertungswettlauf gesetzt.
Die Bank of Japan intervenierte erstmals seit sechs Jahren Mitte September 2010, um den Höhenflug der heimischen Währung zu stoppen. Am 5.10. hat die Bank of Japan (BoJ) umfangreiche geldpolitische Lockerungsmaßnahmen ergriffen. Der Zinssatz zur kurzfristigen Geldbeschaffung von Banken wurde praktisch auf null Prozent gesetzt und gleichzeitig wurde ein milliardenschwerer Ankauf von Anleihen angekündigt.
Die Chinesen halten ihre eigene Währung schon seit Jahren künstlich niedrig. Dazu kauft Peking in großem Stil immer wieder US-Staatsanleihen auf, um eine zusätzliche Dollar-Nachfrage auf dem Devisenmarkt zu generieren. Den USA ist dies schon lange ein Dorn im Auge und so hat das US Repräsentantenhaus vor kurzem mit überwältigender Mehrheit den "Currency Reform for Fair Trade Act" verabschiedet, der China quasi mit einem Handelskrieg droht, falls Peking nicht einlenkt und die eigene Währung aufwertet.
Um die eigene Währung im Vergleich zu Fremdwährungen zu schwächen - mit dem Ziel den Export der eigene Volkswirtschaft zu stärken- greifen Notenbanken auch gerne zu dem Mittel, am Devisenmarkt die eigene Währung gegen andere Währungen einzutauschen. So warf die Schweizer Notenbank im Juli und August 2010 enorme Mengen Schweizer Franken gegen den Kauf von Euro auf den Markt. Ziel dieser geldpolitischen Maßnahme war auch hier die Aufwertung des Franken zu stoppen oder zumindest einzudämmen.
Der Euro profitiert von dem Abwertungswettlauf dieser Länder, was jedoch mittel- und langfristig dem Mittelstand große Schwierigkeiten beim Export bereiten könnte.
Je mehr andere Länder danach trachten, ihre eigene Währung durch gezielte geldpolitische Maßnhamen abzuwerten, desto stärker erhöht sich der Außenwert jener Währungen, die nicht künstlich geschwächt werden.
Kurzfristige und langfristige Folgen einer solchen Finanzpolitik:
Gerade in Wirtschaftskrisen sind solche geldpolitischen Maßnahmen selten von Erfolg,
da für gewöhnlich die Notenbanken anderer Staaten recht schnell auf Irritationen am Devisenmarkt reagieren und ähnliche Maßnahmen ergreifen, um die Wettbewerbs-nachteile auszugleichen. Außerdem besteht die Gefahr, dass solche Interventionen am Devisenmarkt schnell verpuffen, denn sie ändern ja nichts an der langfristigen Wettbewerbsfähigkeit einer Volkswirtschaft. Die finanzpolitschen Maßnahmen der Schweizerischen Nationalbank und der BoJ verpufften so beispielsweise sehr schnell.
Langfristig ist die Denkweise jener (Geld-)politiker, die auf den Währungszug aufspringen, sehr kurzfristig. Denn als Nebeneffekt der Währungsabwertung werden auch die Importe teurer, Dies kann wiederum über teurere Herstellungskosten doch zu höheren Preisen für Export-Güter führen und somit das eigentliche Ziel der geldpolitischen Intervention ad absurdum führen. Die ES droht dann eine Abwertungsspirale, die oft mit hoher Inflation einhergeht. Insofern hilft ein solcher Währungskrieg mittel- und langfristig wohl niemandem.
Hilfreiche Links:
Wie der Währungskrieg den Mittelstand trifft (13.11.2010)
Wie Währungen zu Waffen werden (08.10.2010)
IWF warnt vor Währungskrieg (06.10.2010)
Absurder Abwertungswettlauf (05.10.2010) |
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