IRAN. Krisenherd der Welt
Hintergrundinfos und politisches Geschehen




Aktuelle Hintergrundinfos für den SozialkundeunterrichtIRAN

Iran nach der Präsidentschaftswahl - Geschichte, Gesellschaft und aktuelle politische Lage
(School-Scout- Unterrichtsmaterial)

Diese aktuellen Arbeitsblätter aus dem Stationenlernen – Die Situation der Menschenrechte – Bedeutung, Aspekte und aktuelle Beispiele vertiefen ihre Teilung sind fertig ausgearbeitet und für den direkten Unterrichtseinsatz im Politikunterricht erstellt.

Sie geben Ihren Schülern einen Einblick in die jüngere Geschichte Irans und erläutern den Hintergrund der Wahl von Hassan Rohani zum neuen iranischen Präsidenten.

Die Aufgaben der Stationen fordern die Schüler zu eigenständigem Arbeiten und vertiefender Recherche auf. Ein ausführlicher Lösungsteil vervollständigt die Arbeitsblätter.

Warum stellt Lernen an Stationen einen sinnvollen Unterrichtsverlauf dar? Die Schüler können den Inhalt selbständig erarbeiten und das individuelle Lerntempo jeweils anpassen. Dies gewährleistet die Binnendifferenzierung ohne gesonderte Aufgabenstellung.





Iran nach der Präsidentschaftswahl

Iran nach der Präsidentschaftswahl


Inhalt:
  • Station 1: Die Islamische Republik Iran
  • Station 2: Iran heute
  • Ausführliche Lösungsvorschläge zu den Aufgaben



SoWi-Quiz: Der Krisenherd Iran
und die Weltpolitik

(School-Scout- Unterrichtsmaterial)

it den SoWi/Politik-Arbeitsblättern von School-Scout werden Ihre Schüler spielerisch in ein Thema eingeführt, ohne überfordert zu sein.

Das Material ist ideal dazu geeignet, um vor dem Einstieg in ein neues Thema den Wissensstand der Schüler zu überprüfen.

Doch auch für die letzten Unterrichtsstunden vor den Ferien lassen sich die Quiz-Arbeitsblätter optimal einsetzen.

Die Fragen des Quiz sind so aufgebaut, dass das Thema systematisch erschlossen wird. Die drei Auswahlantworten bieten den Schülern eine Orientierung, um zur richtigen Antwort zu gelangen. Weiterhin können lebhafte Diskussionen in der Klasse angeregt werden.

Die Kopiervorlagen können direkt im Unterricht eingesetzt werden. Sie eignen sich besonders für den Einsatz im SoWi- und Politikunterricht, sind aber auch in anderen Fächern verwendbar.





Iran nach der Präsidentschaftswahl

SoWi-Quiz: Der Krisenherd Iran
und die Weltpolitik




Inhalt:
  • Zum Einsatz des Materials
  • Arbeitsblatt mit Fragen für die Schüler
  • Lösungsteil mit hilfreichen Zusatzinformationen

Deutscher Außenhandel mit dem Iran

Themenspezifische Unterrichtsmaterialien,
speziell für den Unterricht aufbereitet:



Hintergrundwissen: Unruhen und Konfliktstoff im Iran

Das politische System des IRAN





>> Das politische System des Iran (Hintergrundinfo) (17.06.2010)


25. November 2018
Bei einem Erdbeben im Westen des Iran mit einer Stärke von 6,4 auf der Richterskala sind offenbar mehr als 630 Menschen verletzt worden.
Das Beben ereignete sich in etwa fünf Kilometern Tiefe in der Provinz Kermanschah. Das Zentrum des Bebens lag nahe der Kleinstadt Sarpol-e Sahab an der iranischen Grenze zum Irak.

Die Stadt Sarpol-e Sahab war bereits vor genau einem Jahr von einem Erdstoß der Stärke 7,3 verwüstet worden. Damals starben mehr als 600 Menschen, Zehntausende wurden obdachlos.


3. Oktober 2018
Der Internationale Gerichtshof in Den Haag (IGH) hat zumindest in Teilen die neuen Sanktionen gegen den Iran als unzulässig erklärt.
Vor allem Sanktionen, welche die humanitäre Hilfe und die Sicherheit des Flugverkehrs bedrohen sind nach Ansicht des höchsten internationalen Gerichts unzulässig. Zwar ist die Entscheidung des UN-Gerichts bindend, doch die USA und der Iran haben wiederholt schon Sprüche des Gerichts ignoriert. Das UN-Tribunal zur Regelung internationaler Streitigkeiten, hat aber keine Möglichkeiten zur Durchsetzung seiner Urteile.

Die US-Regierung hält das UN-Gericht für nicht zuständig und verteidigt die Sanktionen als gerechtfertigte Maßnahme zum Schutz der nationalen Sicherheit.


23. Juli 2018

US Präsident Trump hat harte Konsequenzen für den Fall angekündigt, dass der Iran seine Drohungen gegen die USA nicht unterlässt.

Rouhani hatte Trump zuvor vorgeworfen, eine Iran-feindliche Politik zu verfolgen. Er unterstellte Trump, mit seinen Sanktionen die Vernichtung des finanzielle und wirtschaftliche Vernichtung Irans zu beabsichtigen.

In der Tat warb der ehemalige CIA-Chef und jetzige US Außenminister Pompeo um internationale Unterstützung für den harten Kurs gegenüber dem Iran. Die USA möchten die Ölexporte der Islamischen Republik bis zum 4. November möglichst auf Null setzen und auf diese Weise den Iran noch mehr in finanzielle Nöte bringen.

Auch kündigte Pompeo an, dass die US-Regierung einen TV- und Radio-Sender starten werde, der auch im Internet zu empfangen sein werde. Die USA zielen darauf ab, alle Iraner zu unterstützen, die unzufrieden mit ihrer Führung sind. Man beabsichtigt offensichtlich möglichst viele Iraner gegen die eigene politische Führung aufzubringen.


7. Juni 2017
Das iranische Parlament und das Mausoleum von Ayatollah Khomeini sind von Attentätern der Terrormiliz "Islamischer Staat" angegriffen worden. Bei den Attentaten kamen mindestens zwölf Menschen ums Leben. Weitere 40 Personen wurden zum Teil schwer verletzt. Vier Männer hatten sich offenbar als Frauen verkleidet und ins Parlamentsgebäude geschlichen. Drei von Ihnen wurden erschossen, einer sprengte sich in die Luft.

Die iranischen Revolutionsgarden machten Saudi-Arabien für die Doppelanschläge verantwortlich. Auch das kurz zuvor in Riad abgeschlossene Waffengeschäft der USA mit Saudi-Arabien im Wert von 110 Milliarden Dollar (97,5 Milliarden Euro) wurde scharf kritisiert.


27. Februar 2016
Bei der Parlamentswahl im Iran zeichnet sich ein klarer Sieg von Präsident Hassan Ruhani ab. Bei der Wahl vom Freitag wurde auch der einflussreiche Expertenrat neu besetzt. Die Wahlbeteiligung lag bei etwa 60 %. In der Provinz Teheran Können die Reformer laut Auszählung von 44 Prozent der Stimmen auf 29 der 30 zu vergebenden Sitze hoffen. Für den Anführer der konservativen Liste, Gholam-Ali Hadad Adel, zeichnete sich dagegen der siebte Platz ab.

Die halbamtliche Nachrichtenagentur Isna verkündete zudem, dass von den
56 Wahlkreisen außerhalb der Hauptstadtregion 19 an die Konservativen, neun an Ruhani-Anhänger und 14 an unabhängige Kandidaten gegangen sind. Bei den übrigen 14 zu vergebenden Sitzen ist der Ausgang unklar, so dass wohl eine Stichwahl im April oder Mai nötig werden dürfte.


3. Januar 2016

In der iranischen Hauptstadt Teheran wurde die saudische Botschaft mit Brandsätzen attackiert. Etwa 40 Menschen wurden bei dem Versuch festgenom-men, die saudische Botschaft zu stürmen.

Ursache der Krawalle war eine Massenexekution politischer Gefangener in Saudi-Arabien. Schiitische Milizen haben zu weiteren Protestkundgebung vor der Botschaft aufgerufen. Auch in der iranischen Stadt Maschhad wurde das saudi-arabische Konsulat angegriffen. Der oberste Führer des Irans, Ajatollah Ali Chamenei, drohte Saudi-Arabien mit "göttlicher Rache"

In Saudi-Arabien wird die schiitische Minderheit seit längerem durch das wahhabitische Herrscherhaus diskriminiert. Der 56-jährige Nimr, der in Riad hingerichtet worden war, war die zentrale Figur der schiitischen Proteste während des arabischen Frühlings 2011.


Interessante Artikel der Tagesschau zusammengefasst:


Das Ende eines Dauerstreits (14.07.2015)
Der 13-Jahre andauernde Atomstreit mit dem Iran scheint beendet. Die fünf UN-Vetomächte und Deutschland haben sich mit dem Iran auf ein Atom-Abkommen geeinigt, das die zivile Nutzung der Atomtechnologie erlaubt, aber die Entwicklung von Atomwaffen verhindern soll.

Die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) soll unter anderem Zugang zu Militäranlage im iranischen Parchin erhalten. Der IAEA soll damit ermöglicht werden, zu klären, ob der Iran in der Vergangenheit an der Entwicklung von Atomwaffen geforscht hat. Im Gegenzug entfallen Wirtschaftssanktionen, die gegenüber dem Iran verhängt worden waren und Irans Wirtschaft in der Vergangenheit nahezu lahm gelegt hatten.

Irans Präsident Hassan Ruhani bezeichnete die Einigung als den "größten außenpolitischen Triumph" des Landes, während Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu den Atomdeal als den größten historischen Fehler überhaupt bezeichnete.

Während der Iran sich vor allem in wirtschaftlicher Hinsicht große Hoffnungen macht, beispielsweise beim Handel, bei Ölexporten aber auch im Bankensektor bei Krediten und Wechselkursen, hofft die Weltgemeinschaft auf eine Zusammenarbeit im Kampf gegen gegen den "Islamischen Staat.


"Iran hat enormen Aufholbedarf" (30.03.2015)
Der Iran ist mit 75 Millionen Einwohnern eines der größten Länder der Region, und zugleich eines der 20 bevölkerungsreichsten Länder der Welt. Anders als viele anderen arabischen Staaten hat der Iran eine industriell geprägte Wirtschaftsstruktur. Vor allem deutsche Unternehmen hoffen auf eine Lockerung der Sanktionen und baldige gute Geschäfte, denn deutsche Produkte genießen einen "sagenhaften" Ruf im Iran. Im vergangenen Jahr 2014 war das deutsche Handelsvolumens allein um 30 Prozent gestiegen, was von der Regierung in Tel AVIV zuletzt scharf kritisiert worden war.

Im Energiesektor müssten vor allem Raffinerien und Pipelines dringend erneuert werden. Gerade hier besteht ein großer Bedarf an deutscher Hochtechnologie wie Großpressen oder Turbinen. Rund 6000 deutsche Mittelständler sind im Iran aktiv, so schätzt es die Handelskammer. Die Bundesrepublik war lange einer der wichtigsten Handelspartner und High-Tech-Lieferanten des Iran. Während der jahrelangen westlichen Wirtschaftssanktionen haben vor allem China, Russland und die Türkei Geschäfte mit Teheran gemacht, doch die Enttäuschung über der Qualität so mancher Produkte ist groß. Dagegen genießen deutsche Waren nach wie vor einen exzellenten Ruf.

Dennoch es gibt zahlreiche Kritiker, die vor einer Lockerung der Sanktionen gegenüber dem Iran warnen. Der Iran unterstützt nach Ansicht des Westens nicht nur die radikal-islamische Hisbollah-Miliz im Libanon sondern auch das syrische Regime von Machthaber Bashar al-Assad. Politologe Küntzel glaubt beispielsweise nicht an einen Mentalitätswandel der Mullahs. Vielmehr würden zusätzliche Einnahmen des Staates direkt in den Kampf gegen Israel fließen, so der Politologe. Michael Tockuss hält dagegen und meint, dass Deutschland im Falle einer Lockerung der Wirtschaftssanktionen als Handelpartner gute Chancen und Möglichkeiten hätte, politisch Einfluss zu nehmen auf den Iran - z.B. in Fragen der nach wie vor problematischen Menschenrechtslage.


Gelingt den Ministern der Durchbruch? (22.02.2015)
US-Außenminister John Kerry und sein iranischer Kollege Sarif haben sich erneut im Atomstreit beider Länder getroffen. Ein Durchbruch in den Verhandlungen gelang aber erneut nicht. Der Westen möchte verhindern, dass sich der Iran ein Atomwaffen-programm zulegt.Teheran bestreitet jedoch derartige Intentionen. Die iranische Führung drängt daher auf ein Ende der harten Wirtschaftssanktionen.

Ungeklärt ist ...

- welchen Umfang das iranische Atomprogramm im Hinblick auf die Urananreicherung haben soll

- welchen Umfang das iranische Atomprogramm im Hinblick auf das Schwerwasserprogramm in den kommenden Jahren haben darf

- welche Überprüfungsmodalitäten vereinbart werden. Konkret geht es darum, wie intensiv sich internationale Inspektore und Kontrolleure die Nuklearaktivitäten Irans ansehen dürfen

- Dauer einer Vereinbarung

Der Iran möchte im Gegenzug geklärt wissen, in welchen Abfolgeschritten die Sanktionen der internationalen Staatengemeinschaft, die gegen das iranische Atomprogramm gerichtet sind, aufgehoben werden.

Fakt ist, dass Hardliner sowohl in den USA als auch im Iran die Verhandlungen erschweren. Zum einen sorgen führende Politiker im Iran dafür, dass die eigene Verhandlungsdelegation nicht zu viele Zugeständnisse an die Internationale Atomenergiebehörde macht und zum anderen fordern US-Republikaner eher härtere Sanktionen gegen den Teheran als eine Aufweichung der Wirtschaftssanktionen.

Fristverlängerung statt Durchbruch (24.11.2014)
Im Atomstreit mit dem iran wirft der er Westen dem arabischen Land weiter vor, unter dem Deckmantel der Energiegewinnung nach Atomwaffen zu streben. Offensichtlich waren die Differenzen noch zu groß um eine Einigung für ein Rahmenabkommen zu finden. Bereits am Mittag endeten die Gespräche zwischen den UN-Vetomächten USA, Russland, China, Großbritannien, Frankreich sowie Deutschland mit dem Iran. Dennoch es soll zu einem späteren Zeitpunkt weiter verhandelt werden. Bis März nächsten Jahres soll nun ein vorläufiges Abkommen ausgearbeitet werden. Man möchte dem Iran Zugeständnisse machen und dem Land 700 Millionen Dollar aus seinen eingefrorenen Guthaben zur Verfügung stellen.

Zähes Ringen um die Einigung (08.11.2013)
In Genf berät derzeit die 5+1 Gruppe unter welchen Bedingungen die Sanktionen gegen den Iran gelockert werden könnten. Der Iran möchte endlich, dass die Wirtschaftssanktionen wegen des umstrittenen Atomprogramms gelockert werden. Der Westen hingegen ist nur bereit, einige Sanktionen auszusetzen, wenn der Iran die Urananreicherung drosselt oder zeitweise ganz aussetzt. Irans Außenminister Mohammed Dschawad Sarif ist dagegen nicht bereit, die Urananreicherung einzustellen.

Die Sanktionen gegen den Iran (08.11.2013)
Der Westen verdächtigt den Iran seit Jahren, unter dem Deckmantel der friedlichen Nutzung der Atomkraft zur Energiegewinnung an einem geheimen Atombombenprogramm zu arbeiten.

2012 wurde von der EU ein Ölembargo gegen den Iran verhängt. Durch diese Sanktion verliert der Iran fast 60 Prozent seiner Einnahmen. Auch der stark eingeschränkte Bankverkehr behindert den Im- und Export von Waren und vertreibt zahlreiche Händler und Unternehmen in Nachbarländer.

Sanktion der USA gegen den IRAN
Bereits 1995 verhängte US Präsident Bill Clinton wegen angeblicher Unterstützung von Terroristen und dem Streben nach Massenvernichtungswaffen ein Handelsembargo gegen den Iran. 2010 wurden erstmals auch Sanktionen gegen führende Mitglieder des Regimes wegen Menschenrechtsverstößen erlassen. 2011 wurden Sanktionen gegen die petrochemische Industrie verhängt, Sanktionen gegen Energieunternehmen wurden verschärft. Im Februar 2013 folgten neue Sanktionen gegen staatliche Rundfunkunternehmen und deren Verantwortliche, die aus Sicht der amerkanischen Regierung die iranische Opposition zensieren.

Seit 2006 hat der UN-Sicherheitsrat in mehreren Resolutionen Sanktionen gegen den Iran verhängt.
Zu diesen Sanktionen gehören:

- Reiseverbote für iranische Atomwissenschaftler
- eine Beschränkung des Handels mit Gütern, die sowohl zivil als auch
   militärisch verwendet werden können
- Das Einfrieren von Bankkonten und die Überwachung von Exportkrediten
- Ausfuhrverbote für Waffen, Technologie zum Bau der Atombombe
   oder Telekommunikationssysteme. (seit 2007)
- Ein Verbot von Investitionen in die Öl- und Gasindustrie sowie Finanzhilfen.
- Banktransaktionen mit dem Iran werden strikt überwacht
- Frachtlieferungen in den und aus dem Iran werden kontrolliert
- Ein Landeverbot für iranische Frachtflugzeuge in der EU
- Iraner, die am Atomprogramm beteiligt sind, haben inder EU ein    Einreiseverbot. Deren Vermögen wurde eingefroren.
- ein Reiseverbot für Mitglieder der paramilitärischen Truppe und
   Angestellte ihrer Firmen (seit Juni 2010)
- Kontensperrungen und Handelsbeschränkungen
- Verkaufsverbot für Panzer und Kriegsschiffe
- Exportverbote für den Schiffbau, bestimmte Metalle, Öltechnologie
   und Computersoftware. (seit Ende 2012)
- Verbot der Einfuhr und Beförderung von iranischem Erdgas


Offenbar Tote bei schwerem Erdbeben im Iran (16.04.2013)
Im Iran, im Grenzgebiet zu Pakistan, hat sich ein schweres Erdbeben der Stärke 7,8 auf der Richterskala ereignet. Das iranische Staatsfernsehen sprach von 40 Toten, lokale Behörden rechnen jedoch mit mehreren Hundert Toten. Doch die Zahl der Opfer kann derzeit noch schlecht abgeschätzt werden, da viele Dörfer in der Region über einsame Hügelketten und Täler hinweg verteilt sind. Der iranische Rote Halbmond sprach von einer "komplizierten Notfallsituation". Auf pakistanischer Seite sind mindestens 34 Menschen ums Leben gekommen. Etwa 200 sind nach ersten Angaben verletzt worden.
Rettungskräfte versuchen derzeit in die am schlimmsten betroffenen Bezirke vorzudringen.

Iran ordnet Eröffnung neuer Urananlagen an (09.04.2013)
Nach dem erneuten Scheitern der Atomgespräche, hat der Iran nun angekündigt, sein Atomprogramm weiter auszubauen. Präsident Mahmud Ahmadinedschad hat jetzt die Eröffnung einer Uran-Mine und einer Uran-Umwandlungsanlage angeordnet.
Das Land möchte offenbar einen autarken Atomkreislauf aufbauen.

Teheran stellt umstrittene Anreicherungsanlage fertig (16.11.2012)
Nach Einschätzung der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) hat der Iran seine umstrittene Atomanreicherungsanlage Fordow inzwischen vollständig ausgerüstet, so dass eine Anreicherung von Uran auf 20 Prozent für den Iran kein Problem mehr darstellt. Laut dem Bericht der IAEA verfügt der Iran aktuell über 135 Kilogramm Uran, das auf 20 Prozent angereichert ist. Der Westen verdächtigt den Iran schon seit langem eine Atombombe bauen zu wollen, während die Regierung in Teheran dies vehement bestreitet.


Ahmadinedschad wegen Währungsverfalls einbestellt (04.11.2012)
Die iranische Landeswährung hat im Oktober binnen weniger Tage im Vergleich zum US-Dollar 40 Prozent ihres Wertes verloren. Daher soll nun Präsident Mahmud Ahmadinedschad vor dem iranischen Parlament Rede und Antwort zum rapiden Währungsverfall stehen. Dem Iran fehlen aufgrund zahlreicher internationaler Sanktionen und des Embargos gegen iranische Banken und Erdölunternehmen nötige Devisen. Mit Hilfe der Sanktionen möchte man den Iran zwingen, sein Atomprogramm offenzulegen, um den befürchteten Bau einer Atombombe zu verhindern. Da durch die Sanktionen auch Importe erschwert und verteuert wurden, hat dies zu einer massiven Inflation im Land geführt.

USA: Keine direkten Atomgespräche mit Iran
(21.10.2012)
Tommy Vietor, Sprecher des Nationalen Sicherheitsrates in den USA hat dementiert, dass es eine Übereinkunft mit dem Iran zu Zweiergesprächen über das Teheraner Atomprogramm gibt.

Mursi brüskiert iranische Führung (30.08.2012)
Der ägyptische Präsident Mohammed Mursi hat zur Eröffnung des Gipfels der blockfreien Staaten in Teheran die syrische Opposition gelobt und deren Unterstützung als moralische Pflicht bezeichnet. Aus Protest gegen Mursis Äußerungen verließ daraufhin die syrische Delegation das Treffen. Mit seinen deutlichen Worten brüskierte er zugleich die iranische Führung, die Verbündete des syrischen Regimes sind. Seit der Unterzeichnung des ägyptischen Friedensvertrages mit Israel im Jahre 1979 unterhalten beide Staaten keine diplomatischen Beziehungen mehr. Es ist der erste Besuch eines ägyptischen Präsidenten im Iran seit der islamischen Revolution von 1979. Mursi übergibt bei dem zweitätigen Gipfel die rotierende Präsidentschaft der blockfreien Staaten an den iranischen Präsidenten Mahmud Ahmadinedschad. Irans geistlicher Führer Ajatollah Ali Chamenei kritisierte den UN-Sicherheitsrat in scharfer Form. Der Sicherheitsrat der UN eine "offensichtliche Diktatur" aus und habe eine "irrationale, ungerechte und vollkommen antidemokratische Struktur", so Chamenei. Die Blockfreiengruppe der insgesamt 120 Staaten angehören - vorwiegend aus Asien, Afrika und Lateinamerika - wurde 1955 während des kalten Krieges gegründet. Der Iran übernimmt nun für drei Jahre den Vorsitz.


UN-Generalsekretär Ban trifft iranische Staatsführung (29.08.2012)
UN-Generalsekretär Ban Ki Moon ist nach Teheran gereist um den Atomkonflikt, die Lage in Syrien und die feindseligen Äußerungen gegenüber Israel zu besprechen.
Einen Tag vor dem Auftakt zum Gipfel der blockfreien Staaten in Irans Hauptstadt traf er das geistliche Oberhaupt Ayatollah Ali Chamenei, Präsident Mahmud Ahmadinedschad und Parlamentspräsident Ali Laridschani. Der Westen wirft dem Iran vor, nach Atomwaffen zu streben. Seit geraumer Zeit versucht die Staaten-gemeinschaft Teheran mit Sanktionen von seinem Atomprogramm abzubringen. Angesichts der offenen Drohungen aus Teheran erwägt Israel sogar einen Militärschlag gegen die Atomanlagen.


Hunderttausende demonstrieren gegen Israel (17.08.2012)
Bei seiner Anti-Israel Rede in der Universität von Teheran bezeichnete der Iran den jüdischen Staat Israel als Krebsgeschwür. Er forderte Israel auf, alle besetzten Gebiete an die Palästinenser zurückzugeben. Den westlichen Regierungschefs warf Präsident Ahmadinedschad vor, seit Jahrzehnten Sklaven Israels zu sein. Die Al-Kuds-Demonstrationen, die zur "Befreiung" Jerusalems aufrufen, finden im Iran traditionell am letzten Freitag des Fastenmonats Ramadan statt. Ebenso wie viele andere muslimische Staaten erkennt der Iran den jüdischen Staat Israel nicht an.


USA beenden Israels Angriffshoffnungen (16.08.2012)
US-Verteidigungsminister Panetta hat den Angriffsambitionen Israels ein Ende gesetzt und der israelischen Armee die Fähigkeit abgesprochen, im Alleingang die Atomanlagen des Iran zu zerstören. Die USA möchten vor den Präsidentschafts-swahlen im November sich nicht mehr mit den Kriegsambitionen Israels herumschlagen. Ende September oder Anfang Oktober soll es möglicherweise ein amerikanisch-israelisches Spitzentreffen geben, bei dem das weitere Vorgehen gegenüber dem Iran diskutiert werden soll.


Israels Regierung verschärft Anti-Iran-Kurs (14.08.2012)
Für Israels Ministerpräsident Netanjahu ist längst klar, dass der Iran unter keinen Umständen in den Besitz von Atomwaffen kommen darf. So hat das israelische Verteidungsministerium schon einmal Berechnungen angestellt, wie viele israelische Zivilisten im Falle eines Krieges mit dem Iran ums Leben kommen könnten. Der Iran verfügt über mehrere hundert Langstreckenraketen vom Typ "Shabab. Nach Auffassung israelischer Militärexperten würde sich der Erfolg eines Krieges auch bei einem für Israel positiven Ausgang in Grenzen halten und das Atomprogramm des Iran lediglich um 2 Jahre zurückwerfen.


Zwei Menschen lebend aus Trümmern gerettet (14.08.2012)
Im Nordwesten des Irans hat es vor drei Tagen ein verheerendes Erdbeben gegeben. Unmittelbar nach dem Erdbeben hatte der Iran Hilfe aus dem Ausland zunächst abgelehnt, doch am Montag revidierte Vizepräsident Mohammed Resa Rahimi seine ablehnende Haltung gegenüber ausländischen Hilfsangeboten und erklärte sich nun doch bereit, Hilfe anderer Staaten für die Erdbebenopfer anzunehmen. Am Samstag, den 11. August waren im Norden des Iran bei zwei Erdbeben der Stärke 6,3 und 6,4 mehr als 300 Menschen ums Leben gekommen. Bis zu 3000 Menschen wurden verletzt. Zu etwa 60 Dörfern gibt es bislang keinen Zugang. Viele der unzähligen Dörfer nahe der Millionenstadt Täbris sind fast vollständig zerstört.

EU strebt baldigen Öl-Importstopp an (05.1.2012)

EU beschließt weitere Sanktionen gegen den Iran (01.12.2011)

"Es gibt nur schmerzhafte Wege" (17.11.2011)



Kurzinhalt für Schüler zusammengefasst:
Der Iranische Präsident Mahmud Ahmadinedschad ist im Südlibanon von tausenden Anhängern der Hisbollah-Bewegung umjubelt worden. Ahmadinedschad hielt eine erneut gegen Israel und den Zionismus gerichtete Rede im Dorf Bint Dschbeil an der Grenze zu Israel, das 2006 von israelischen Truppen zerstört und mit iranischer Hilfe wieder aufgebaut worden war. Israel, die USA, aber auch Politiker des pro-westlichen Lagers im Libanon selbst ebenso wie zahlreiche westliche Staaten bewerteten den Auftritt Ahmadinedschad im Südlibanon als erneute Provokation.
Pro-Westliche Politiker im Libanon sehen den steigenden Einfluss der Hisbollah im Südlibanon als äußerst bedenklich an und befürchten, dass das grenznahe Gebiet ebenso wie Syrien zu einem Befehlsempfänger Teherans werden könnte.
Israel befürchtet gar ein Hisbollastan und verglich den Besuch Ahmadinedschad im Südlibanon mit dem eines Gutsherrn, der seinen Grund und Boden inspiziert.


Ekstatisch empfangen wie ein Popstar (13.10.2010)
Der iranische Präsident Ahmadinedschad wird in Libanon feierlich und pompös empfangen. Viele rechnen ihm hoch an, dass er dem Libanon während des letzten Krieges gegen Israel beiseite gestanden hat und mit fast einer Milliarde US-Dollar ausgeholfen hat. Der Iran unterstützt im Libanon die Hisbollah, die immer häufiger staatlichen Dienstleistungen ersetzt und daher so großes Ansehen im Land genießt. Der Staat dagegen sei für die ärmeren Bürger im Land kaum existent.

Merkel bestätigt Festnahme von Deutschen (12.10.2010)

Kurzinhalt für Schüler zusammengefasst:
Zwei deutsche Staatsbürger, vermutlich Journalisten der "Bild am Sonntag", sind
im Iran festgenommen worden, als sie den Sohn der zum Tod durch Steinigung verurteilten Sakine Mohammadi-Ashtiani zu interviewen versuchten. Die beiden Reporter waren nur mit Touristenvisum, nicht aber mit dem vorgeschriebenen Journalistenvisum unterwegs gewesen. Verwirrend ist, dass der Axel-Springer Verlag die Festnahme von zwei seiner Reportern im Iran nicht bestätigen kann. Die beiden festgenommenen Deutschen behaupten jedoch im Auftrag der "Bild am Sonntag" unterwegs gewesen zu sein. In Teheran heißt es, die festgenommenen ausländischen Reporter hätten Verbindungen zu Konterrevolutionären. Insofern
ist wohl die genaue Identität der festgenommenen Personen noch zu klären.
Die deutsche Regierung möchte die beiden festgenommenen Deutschen baldmöglichst wieder freibekommen.

Haftstrafen für Blogger und Journalisten (30.09.2010)

"Stuxnet" trifft auch die wichtige Ölindustrie (28.09.2010)
Der Computer-Virus "Stuxnet" scheint nicht nur Großrechner der Atomindustrie, befallen zu haben, sondern hat sich wohl auch in der für Iran eminent wichtigen Ölindustrie eingenistet. Da nach Angaben von Symantec bereits Ende Juli knapp 60 Prozent der infizierten Anlagen im Iran registriert wurden, könnten als Urheber durchaus staatliche Sicherheitsdienste in Betracht kommen, die es auf die iranischen Atomanlagen abgesehen haben. Nach Angaben des Iraner Industrieministeriums seien 30.000 Industrierechner mit dem Virus infiziert.

Neue Atom-Gespräche mit Iran im Oktober? (25.09.2010)
Präsident Ahmadinedschad ist im Oktober wieder zu Gesprächen über sein umstrittenes Atomprogramm bereit. Die Vereinten Nationen und insbesondere
die USA und Israel verdächtigen den IRAN unter dem Deckmantel eines Kernenergieprogrammes an Atomwaffen zu bauen.

Auch Russland schließt Sanktionen nicht mehr aus (24.09.2010)
Der russische Präsident Dimitri Medwedjew ist zu schweren zusätzlichen Sanktionen bereit, falls der Iran auf Verhandlungswege nicht zu einem Einlenken im Atomstreit bereit sei.

Kalkulierter Eklat mit Verschwörungstheorie (24.09.2010)
Irans Präsident Mahmud Ahmadinedschad hat mit einer Verschwörungstheorie für einen Eklat vor der UN-Vollversammlung gesorgt. In seiner Rede behauptete er die USA hätten die Angriffe auf das World Trade Center inszeniert, um einen Grund zu haben, militärische Angriffe auf den Nahen Osten zu verüben.
Ahmadinedschad verteidigte sein umstrittenes Nuklearprogramm damit, dass Atomenergie sauber, billig und den fossilen Brennstoffen überlegen sei.
Er behauptete, dass die fünf ständigen Mitglieder im Weltsicherheitsrat ein Monopol verteidigen wollten und die Absicht hätten, andere von dieser Energiequelle fern
zu halten.
Iran lässt US-Bürgerin frei (14.09.2010)
IRAN: Teherans Kurs bringt iranische Wirtschaft in Gefahr (25.07.2010)

IRAN: "Iran könnte atomwaffentaugliches Uran herstellen"
(09.02.2010)
IRAN: Westen macht Druck im Atomstreit mit Iran (24.09)
Drei (eher) Konservative und nur ein echter Reformer (28.07.2009)
Präsidentenwahl im Iran: Die vier Kandidaten

Iran. Aktuelles Geschehen weiter zurückliegende Artikel zum Geschehen im Iran

IRAN. Krisenherd der Welt, Atomkonflikt

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