Finanzministerium
Die Verschuldung des deutschen Staates
Ganz einfach erklärt ? Perfekter Einstieg in ein Referat
Die School-Scout-Reihe “Ganz einfach erklärt” verfolgt das Ziel, Themengebiete möglichst einfach, d.h. auch für Schüler/innen verständlich darzustellen.
Konkret bedeutet dies das Aufzeigen von Hintergründen und das Aufdecken von Zusammenhängen. Erst wer sich damit auseinandersetzt, kann die Tagesereignisse einordnen und sich eine eigene Meinung bilden.
Derzeit nehmen die versprochenen Steuersenkungen der neuen bundesdeutschen Regierung und die gleichzeitig rasant ansteigende Neuverschuldung des Staatshaushaltes eine sehr wichtige Rolle in der Öffentlichkeit ein. Die aktuelle Debatte ist ein guter Anlass, um diese Thematik näher zu betrachten.
Inhalt:
- Definition der Begriffe “Staatsverschuldung” und “öffentlicher Haushalt”.
- Die historische Entwicklung der Schulden des deutschen Staates.
- Die aktuelle Debatte zur Neuverschuldung.
- Folgen der Verschuldung des deutschen Staates.
- Die Alternativen zur Staatsverschuldung.
- Aufgaben zum Arbeitsmaterial und Lösungsvorschläge.
- Literaturverzeichnis
|

Die Verschuldung des deutschen Staates
Perfekter Einstieg
für den Unterricht
oder Referate
|
|
Schaubilder Staatshaushalt/Haushaltsdefizit
Schaubilder/
Illustrationen |
Schaubilder/
Illustrationen |
Schaubilder/
Illustrationen |
Schaubilder/
Illustrationen |
Schaubilder/
Illustrationen |
 |
 |
 |
 |
 |
| Zahlenbilder |
Zahlenbilder |
Zahlenbilder |
Zahlenbilder |
Zahlenbilder |
Bundeshaushalt
2011 |
Der Haushalt des Bundes 1950-2010 |
Zwischen Defizit und Überschuss |
Schuldenbremse für Bund und Länder |
Staatshaushalt wieder im Defizit |
Haushaltsentwurf 2011 (07.07.2010)
Gesamtausgaben : 307,4 Mrd. Euro
Investitionen: 33, 8 Mrd. Euro
Neuverschuldung: 57, 57 Mrd. Euro
Einnahmen des Bundes:
Prognosen der Steuerschätzer und tatsächliche Steuereinnahmen in Milliarden Euro
| Jahr |
Mai-Schätzung |
November-Schätzung |
Steuereingang |
2000 |
461,4 |
462,9 |
467,3 |
2001 |
480,2 |
458,9 |
446,2 |
2002 |
473,9 |
462,5 |
441,7 |
2003 |
474,5 |
458,5 |
442,2 |
2004 |
443,8 |
442,4 |
442,8 |
2005 |
445,0 |
447,9 |
452,1 |
2006 |
465,5 |
484,9 |
488,4 |
2007 |
534,3 |
538,9 |
538,2 |
2008 |
554,4 |
561,8 |
561,2 |
2009 |
527,0 |
524,1 |
524,0 |
Im Mai erfolgt jeweils die erste große Steuerschätzung eines Jahres, die auch "große Steuerschätzung" genannt wird. Diese Zahlen bilden die Basis für die Haushaltsplanungen
von Bund, Ländern und Kommunen.
-> Ergebnisse der Steuerschätzung seit 1971
Steuerart
Gemeinschaftliche Steuern |
2008
in Mrd. Euro |
2009
in Mrd. Euro |
Lohnsteuer
(nach Abzug des Kindergeldes) |
141,90 |
135,17 |
| Veranlagte Einkommenssteuer |
32,68 |
26,43 |
| nicht veranlagte Steuer v. Ertrag |
16,58 |
12,47 |
| Abgeltungssteuer auf ZIns- und Veräußerungserträge |
13,46 |
12,44 |
| Körperschaftssteuer |
15,87 |
7,17 |
Steuern von Umsatz
(Umsatzsteuer+ Einfuhrumsatzsteuer) |
175,99 |
176,99 |
| Gewerbesteuerumlage |
3,36 |
2,57 |
| Erhöhte Gewerbesteuerumlage |
3,42 |
2,34 |
| |
|
|
| Bundessteuern: |
2008
in Mrd. Euro |
2009
in Mrd. Euro |
| Energiesteuer |
39,25 |
39,82 |
| Tabaksteuer |
13,57 |
13,37 |
| Branntweinsteuer |
2,126 |
2,1 |
| Alkopopsteuer |
0,0027 |
0,00219 |
| Schaumweinsteuer |
0,430 |
0,445 |
| Zwischenerzeugnissteuer |
0,027 |
0,0257 |
| Kaffeesteuer |
1,008 |
0,9967 |
| Versicherungssteuer |
10,48 |
10,548 |
| Stromsteuer |
6,26 |
6,278 |
| Kraftfahrzeugsteuer (ab 7.09.) |
- |
3,803 |
| Solidaritätszuschlag |
13,146 |
11,927 |
| Pauschalisierte Einfuhrabgaben |
0,00220 |
0,00266 |
| |
|
|
| Ländersteuern: |
2008
in Mrd. Euro |
2009
in Mrd Euro |
| Vermögenssteuer |
-0,00662 |
0,0072 |
| Erbschaftssteuer |
4,771 |
4,550 |
| Grunderwerbssteuer |
5,728 |
4,857 |
| Kraftfahrzeugsteuer (bis 6.09.) |
8,842 |
4,398 |
| Renn-, Wett- und Lotteriesteuer |
1,536 |
1,511 |
| Feuerschutzsteuer |
0,323 |
0,323 |
| Biersteuer |
0,739 |
0,730 |
| Sonstige Steuern |
0,000013 |
0,0002 |
| |
|
|
| Zölle: |
4,0 Mrd. |
3,6 Mrd. |
| |
|
|
Steuereinnahmen insgesamt:
|
515,498 Mrd. |
484,88 Mrd. |
Gemeinschaftliche Steuern, Bundessteuern, Landessteuern
(ohne reine Gemeindesteuern) |
Angaben ohne Gemeindesteuer! |
Angaben ohne Gemeindesteuer! |
Quelle: Bundesfinanzministerium

Schaubild: Einnahmen der Städte und Gemeinden aus der Gewerbesteuer
Die Gewerbesteuer ist die wichtigste Einnahmequelle von Städten und Gemeinden.
Sie ist abhängig vom Gewinn, den die ansässigen steuerpflichtigen
Unternehmen erzielen. In wirtschaftlichen Krisenjahren ist die Einnahmequelle der Kommunen
meist stark rückläufig, was diese vor große finanzielle Schwierigkeiten stellt.
Denn die Sozialausgaben der Städte und Gemeinden sind zur Wirtschaftslage
gegenläufig: Sinken die Erträge steuerpflichtiger Unternehmen, so steigt häufig die Arbeitslosigkeit und Kurzarbeit an, was zu steigenden Sozialabgaben führt.
Im Krisenjahr 2009 sanken aufgrund starker Gewinneinbrüche bei den Unternehmen
die Einnahmen der Kommunen aus der Gewerbesteuer um ca. 20% (s. Schaubild); gleichzeitig stieg aber die Belastung von Städten und Gemeinden durch
Sozialausgaben immens an. |
Länderfinanzausgleich 2009:

Ausgaben des Bundes:
Entwurf für 2012 (vom 6. Juli 2011):
Gesamtausgaben: 306 Mrd. Euro
Investitionen: 26,4 Mrd. Euro
Neuverschuldung: 27,2 Mrd. Euro
| Ressort/Aufgabenbereich |
in Mrd. Euro
(Haushalt 2011) |
in Mrd. Euro 2012
(Entwurf Jul. 2011) |
| Arbeit & Soziales |
131,848 |
126,59 |
| Schuldzinsen |
38,103 |
40,05 |
| Verteidigung |
31,549 |
31,68 |
| Verkehr |
24,992 |
25,34 |
| Gesundheit |
15,785 |
14,48 |
| Allgemeine Finanzverwaltung |
11,650 |
12,56 |
| Bildung/Forschung |
11,646 |
12,8 |
| Familie |
6,437 |
6,48 |
| Entwicklung |
6,073 |
6,33 |
| Wirtschaft |
6,056 |
6,16 |
| Agar/Verbraucher |
5,481 |
5,28 |
| Inneres |
5,387 |
5,47 |
| Finanzen |
4,469 |
4,61 |
| Auswärtiges Amt |
3,098 |
3,31 |
| Kanzleramt |
1,817 |
1,89 |
| Umwelt |
1,639 |
1,59 |
| Bundestag |
0,676 |
0,68 |
| Justiz |
0,486 |
0,49 |
| Bundesrechnungshof |
0,124 |
0,122 |
| Bundespräsident |
0,030 |
0,032 |
| Bundesverfassungsgericht |
0,024 |
0,03 |
| Bundesrat |
0,021 |
0,022 |
| |
|
|
Quelle: Bundesfinanzministerium
Rückblick der Haushaltsentwürfe von 2004 - 2011
| Jahreszahl |
Bundeshaushalt
in Mrd. Euro |
Neuverschuldung
in Mrd. Euro |
| 2004 |
252 |
39,5 |
| 2005 |
260 |
31,2 |
| 2006 |
261 |
27,9 |
| 2007 |
270 |
14,3 |
| 2008 |
283 |
11,9 |
| 2009 |
303 |
49,0 |
| 2010 |
319 |
80,2 |
| 2011 |
307 |
57,5 |
Quelle: Bundesfinanzministerium
16 Milliarden Euro mehr in den Steuerkassen (04.11.2011)
Berechnungen der Steuerschätzer für 2011
Die Regierung hat wieder einen Steuerstreit (05.01.2011)
Schäuble sagt Nein zu gemeinsamen Euro-Anleihen (12.12.2010)
Steuervereinfachungen: Das Wichtigste in Kürze (09.12.2010)
Kabinett verschärft Kampf gegen Steuerbetrüger (08.12.2010)
Nach dem Willen der Bundesregierung soll es bei Steuerhinterziehung nur noch
dann Straffreiheit geben, wenn umfassend Sachverhalte offengelegt werden.
Bei einer nur teilweisen Offenlegung von ohnehin schon bekannten Steuerhinter-
ziehungsdelikten
soll dies nicht mehr möglich sein.
Auf einen zusätzlichen Strafzins als Zuschlag auf die Verzinsung der hinterzogenen
Steuern möchte Bundesfinanzminister W. Schäuble zunächst verzichten.
Im Zuge der Veröffentlichung von Bankdaten aus Liechtenstein und der Schweiz
haben sich in den vergangenen 2 Jahren mehr als 30.000 Steuerbetrüger
selbst angezeigt, um auf Straffreiheit zu hoffen.
Neuverschuldung des Bundes fällt geringer aus (12.11.2010)
Kommt es zum Steuer-Wettkampf der Städte? (05.11.2010)
Vorhersagen, die Begehrlichkeiten wecken (04.11.2010)
Steuerschätzung - wie geht das? (04.11.2010)
Nur noch alle zwei Jahre Quittungen sortieren (31.10.2010)
Bundesfinanzminister Schäuble will das Verfahren bei der Einkommenssteuererklärung ändern.
Ab 2012 sollen Bürger sie nur noch alle zwei Jahre abgeben.
Abkommen gegen Steuerbetrug unterzeichnet (28.10.2010)
Raucher sollen Ökosteuer-Verluste ausgleichen (25.10.2010)
Zigaretten sollen nach Planung der Bundesregierung teurer werden.
Geplant ist eine schrittweise Anhebung der Tabaksteuer bis 2015. Damit sollen die Ökosteuerausfälle der Industrie ausgeglichen werden. Ursprünglich sah es das Sparpaket
der Regierung vor, Vergünstigungen für Betriebe mit hohem Energieverbrauch zu streichen.
Dies hätte 1,5 Milliarden Euro jährlich für den Bundeshaushalt eingebracht.
Da jedoch der Verlust von Arbeitsplätzen durch Abwanderung energieintensiver
Industrien befürchtet wird, sucht die Regierung nun nach alternativen Steuereinnahmen.
Sozial ausgewogenes Sparpaket? Von wegen! (25.10.2010)
Rauchen für Sicherheit, Mütter - und die Wirtschaft (25.10.2010)
Merkel kommt Industrie entgegen (28.09.2010)
Schäuble verteidigt seinen Etatentwurf (14.09.2010)
Wofür gibt der Bund sein Geld aus? (07.07.2010)
Deutschland und Schweiz schließen Steuerabkommen (26.03.2010)
Roth will Kompensation bei Gewerbesteuerwegfall (14.03.2010)
Grünes Licht für Datenkauf (05.02.2010)
Merkel stößt bei Datenkauf auf Widerstand (02.02.2010)
Schweizer Politiker spricht von "Kriegserklärung"
(02.02.02010)
"Eine moderne Form von Banküberfall"
(01.02.2010)
Schäuble verspricht weniger Neuverschuldung ab 2011 (10.11.2009)
EU rechnet fest mit deutscher Haushaltsdisziplin (10.11.2009)
Schwarz-Gelb will Wachstum per Gesetz beschleunigen (09.11.2009)
Kindergeld:
| 1. und 2. Kind: |
184 Euro (+ 20 Euro ab 2010) |
| 3. Kind : |
190 Euro |
| Jedes weitere Kind |
215 Euro |
Kinderfreibetrag: 7008 Euro (+984 Euro)
Zu den Maßnahmen des Wachstumsbeschleunigungsgesetzes gehören eine Erhöhung des Kindergeldes um 20 Euro. Für das erste und das zweite Kind gibt es damit vom kommenden
Jahr an monatlich 184 Euro, für das dritte 190 Euro und für jedes weitere je 215 Euro.
Zudem ist auch eine Erhöhung des Kinderfreibetrages auf 7008 Euro vorgesehen.
|

Diagramme, Tabellen, Charts, Karten und Illustrationen

Aktuelles
bei School-Scout.de
Bergmoser +
Höller Verlag |

Rechtsstaat BRD
(Arbeitsblätter)
Von der Debatte
zum Gesetz
(Arbeitsblätter)
Zur Lage in den
neuen Bundesländern
(Arbeitsblätter)
Föderalismusreform
(Arbeitsblätter)
Von der Finanz- zur Wirtschaftskrise
(Arbeitsblätter)
Zur Zukunft
Deutschlands
(Arbeitsblätter)
Arbeitsmittel
/ Arbeitsmaterialien
für den Unterricht
(Kohlverlag)
Das politische
System
der BRD (Bestseller)
-Kopiervorlagen-
was ist Europa
Unsere Welt
wächst zusammen
-Kopiervorlagen-
Weltgeschichte von
der Antike bis heute
-Kopiervorlagen-

Die erweiterte
europäische Union
-Kopiervorlagen-
Politik verstehen
Segen und Fluch
der Globalisierung
-Kopiervorlagen-

Abendländische
Staatstheorien
Teil I

Abendländische
Staatstheorien
Teil II
> weitere Materialien
von Park Körner
|