SÜD-/Mittel-AMERIKA - KONFLIKTE & KRISEN
Sucre statt Dollar. 5 Jahre Wirtschaftsbündnis ALBA (16.12.2009)
ALBA ist ein lateinamerikanisches Wirtschaftsbündnis, dem inzwischen (9 Staaten, ohne Honduras nur 8 Staaten) angehören, die sich zu ökonomischer Solidarität verpflichtet haben.
Namenspate ist der venezolanische Freiheitskämpfer Simon Bolivar, der in vielen lateinamerikanischen Ländern als Befreier und Nationalheld verehrt wird. Simon Bolivar kämpfte gegen die Konquistadoren und die gnadenlose Ausbeutung Lateinamerikas und seiner Völker.
Die Abkürzung ALBA steht für Bolivarische Alternative für Amerika. ALBA ist eine Alternative zur US-Initiative einer gesamtamerikanischen Freihandelszone.
Mitgliedsländer:
Gründerstaaten von 2004: Venezuela, Kuba; 2006 trat Bolivien dem Bündnis bei.
Weitere Mitgliedsländer sind die Dominikanische Republik, Ecuador, Nicaragua, St. Vincent und die Grenadinen, Antigua und Barbuda. Im Juni 2010 trat Honduras offiziell aus der ALBA aus. Einzelne Projekte mit der ALBA werden jedoch auch weiterhin
fortgeführt.
SUCRE, gemeinsame Währung:
Seit Januar 2010 gibt es auch den ersten Versuch einer gemeinsamen Währung, dem SUCRE. Die neue Währung SUCRE wird jedoch erst als Recheneinheit getestet, vergleichbar dem Euro-Vorläufer ECU.
Die Präsidenten Fidel Castro (Kuba) und Hugo Chávez (Venezuela) gelten als die politischen Väter dieser Allianz. Erklärtes Ziel ist es, den Einfluss der USA zurückzudrängen und Lateinamerika zu stärken. Inzwischen hat die Allianz mehr als 100 Sozialprojekte aufgelegt.
Man möchte sich weniger auf monitärem Wege aushelfen, sondern vielmehr ist daran gedacht, sich mit den jeweiligen Stärken des anderen Landes gegenseitig zu nutzen. - quasi ein solidarischer Tauschhandel.
Während Kuba beispielsweise anderen Ländern der Allianz mit seinen gut ausgebildete Ärzten aushelfen kann, ist es Venezuela möglich, mit Energie und anderem zu dienen. Der Allianz geht es um ein ausgeglichenes Geben und Nehmen also um einen Ausgleich, der nicht über Geld und Gewinnmargen geführt wird.
s. auch wikipedia, ALBA
Ecuador
Linkverweise auf TAGESSCHAU.de ...
"Das war ein konspirativer Putschversuch" (02.10.2010)
Ausnahmezustand nach Polizei-Protesten (01.10.2010)
Präsident verhängt Ausnahmezustand in Ecuador (30.09.2010)
Kurzinhalt des Artikels für Schüler zusammengefasst:
Im südamerikanischen Ecuador kam es zu gewaltsamen Protesten von Soldaten und Polizisten gegen die geplanten Lohnkürzungen des Präsidenten Correa, der als ein enger Vertrauter des sozialistischen Präsidenten Hugo Chávez gilt. Nach Angabe des Präsidenten sei es ein Putschversuch, der von der Opposition und bestimmten Teilen der Armee und der Polizei geführt wird. Die Militärspitze stellte sich zunächst hinter die Entscheidung des Präsidenten. Als Reaktion auf die Unruhen schloss das Nachbarland Peru seine Grenzen zu Ecuador. Auch in Washington wird die politische Krise in Ecuador mit großer Aufmerksamkeit und Sorge verfolgt.
Brasilien
Ein Land im Ölrausch (04.12.2010)
Polizei rückt mit Panzern in Rios Armenviertel vor (26.11.2010)
Kurzinhalt für Schüler zusammengefasst:
Brasilien hat im Kampf gegen Drogenbanden in den Slums von Rio de Janeiro erstmals Panzer eingesetzt. Sechs Panzer mit schweren Maschinengewehren drangen in das Armenviertel Vila Cruzeiro vor, das als eine der Hochburgen der kriminellen Banden gilt.
Die Razzien sind Teil der Bemühungen der Regierung, die Gewalt in der Stadt in den Griff zu bekommen. In Rio de Janeiro werden 2014 die Fußball-WM und zwei Jahre später die Olympischen Spiele (2016) stattfinden.
Brasilien entscheidet sich erstmals für eine Präsidentin (01.11.2010)
Stichwahl nach Dämpfer für Lulas Favoritin (04.10.2010)
Kurzinhalt für Schüler zusammen gefasst:
Die Präsidentschaftskandidatin und Favoritin Rousseff des noch amtierenden Präsidenten Lula da Silva hat überraschend die absolute Mehrheit verpasst und muss nun in die Stichwahl gegen Herausforderer Serra von den Sozialdemokraten. Grund für diese Überraschung war das gute Abschneiden der Grünen Politikerin Marina da Silva, die 20%
der Stimmen erhielt. Als ehemalige Umweltministerin war sie aus Protest gegen die Politik von Präsident Lula zurückgetreten. Die Wahlberechtigen stimmen des weiteren über alle Gouverneure der 26 Bundesstaaten und über sämtliche Abgeordneten des Bundes- und
der Länderparlamente ab.
Favoritin Rousseff muss sich Stichwahl stellen (04.10.2010)
Kurzinhalt für Schüler zusammen gefasst:
Präsidentschaftskandidatin Rousseff erhielt nur 46,28% der Stimmen und verpasste überraschend die absolute Mehrheit im ersten Wahlgang. Herausforderer São Paulos Ex-Gouverneur José Serra von den Sozialdemokraten kam auf 32,88 Prozent
der Stimmen. Entscheidend war aber wohl der erhebliche Stimmengewinn der grünen Ex-Umweltministerin Marina Silva, die 19,67 Prozent der Stimmen bekam. Rousseff und Serra müssen nun am 31. Oktober zur Stichwahl antreten. Rousseff, die Wunschnachfolgerin von Lula de Silva möchte die Zeit bis zur Stichwahl nutzen, um noch einmal ihre Vorschläge und Pläne für die Zukunft den Wählern zu vermitteln.
Kandidatin Rousseff hofft auf Lula-Bonus (03.10.2010)
In Brasilien hat die Präsidentschaftswahl begonnen. 135 Millionen Menschen sind aufgerufen, ihre Stimme abzugeben und einen Nachfolger für den charismatischen Präsident Lula da Silva zu wählen. Der bisherige Präsident tritt nach achtjähriger Amtszeit Ende des Jahres als Staatspräsident ab. Lula da Silva selbst unterstützt den Wahlkampf der Ex-Kabinettschefin Rousseff. Er genießt in Brasilien hohes Ansehen, da er sich aus ärmsten Verhältnissen hochgearbeitet hat und sich besonders für die Anliegen ärmerer Menschen im Land eingesetzt hat. Insbesondere im Bundesland Pernambuco, dem einstigen Armenhaus im Nordosten Brasiliens, für das er sich während seiner Amtszeit sehr engagiert hat, steht die Bevölkerung zu über 90% zu ihm. Dank seiner Unterstützung wächst der Nordosten inzwischen sogar schneller als Brasilien insgesamt. Insofern ist zu erwarten, dass seine Empfehlung für Rousseff große Wirkung
bei der Wahlentscheidung hat.
Venezuela/Kolumbien
Konflikt zwischen Kolumbien und Venezuela - Droht ein neuer Krieg in Lateinamerika?
Anfang November hat Venezuelas Präsident Hugo Chavez sein Land auf einen möglichen Krieg mit Kolumbien eingestimmt – die nächste Eskalationsstufe in einem schon längere Zeit schwelenden Konflikt.
Dieses Arbeitsblatt zeichnet die Grundzüge des Konfliktes nach, analysiert dabei die Rolle der USA und versucht eine Perspektive und bietet einen Zusammenschnitt aktueller Stimmen und Meinungen.
Die überblicksartige Darstellung soll die SchülerInnen über ein aktuelles Thema der Weltpolitik informieren und zu einer weiterführenden Beschäftigung mit den vielfältigen Problemen internationaler Politik motivieren.
Inhalt:
- Die aktuelle Lage im Konflikt zwischen Kolumbien und Venezuela
- Die Rolle der USA in Lateinamerika
- Kolumbien – kurzes Länderporträt
- Venezuela – kurzes Länderporträt
- Zur Diskussion: Aktuelle Stimmen zum Konflikt
- Dazu Aufgaben, die der Auswertung der Materialien dienen (mit Lösungen)
|
Der Konflikt
zwischen Kolumbien
und Venezuela
|
FARC will bewaffneten Kampf fortsetzen (06.11.2011)
Kolumbianischer FARC-Chef Cano getötet (05.11.2011)
Die fetten Jahre des Petro-Sozialismus sind vorbei (12.10.2010)
In den subentionierten Läden Mexikos gibt es zwar weiterin Grundnahrungsmittel wie Mehl, Zucker, Milchpulver und Reis
zu kaufen, doch die Kühltruhen bleiben allesamt leer, da die meisten Nahrungsmittel gegen Divisen importiert werden müssen. Die Regierung von Präsident Chavez finanziert die sogenannten PDVAL-Läden vor allem mit den Einnahmen
aus dem Ölgeschäft. Diese Einnahmen sind jedoch seit der Wirtschaft- und Finanzkrise um ca. um 1/5 rückläufig.
Die Wirtschaft in Venezuela stagniert und die Preise steigen rasant. 2009 lag die Inflationsrate bei fast 30 Prozent. Die Regierung in Venezuela versucht die Inflation ebenso wie den Finanzmarkt mit Preis- und Devisenkontrollen in den Griff zu bekommen, doch als Folge blüht der Schwarzmarkt. Viele versuchen ihr Eigentum vor der rasanten Inflation zu retten und in US-$ anzulegen. Durch die Enteignungen der letzten Jahre hat die Privatwirtschaft ihren Anreiz zu investieren verloren. Viele verkaufen, bevor sie zwangsenteignet werden. Nun wirbt die Regierung Chávez wieder verstärkt um ausländische Investoren, die dem Sozialismus aus der Krise helfen sollen.
Regierung korrigiert Opferzahlen nach unten (29.09.2010)
Hunderte Tote nach Erdrutsch befürchtet (28.09.2010)
Kurzinhalt des Artikels für Schüler zusammengefasst:
Infolge tagelanger Regenfälle und schwerer Überschwemmungen kam es im mexikanischen Bundesstaat Oaxaca zu einem folgenschweren Erdrutsch, der 300 Häuser in der Ortschaft Santa Maria Tlahuitoltepec unter sich begraben hat. Wegen der hohen Zahl der vermissten Personen wird mit dem Schlimmsten gerechnet.
Chávez' Partei verpasst ihr selbst gestecktes Ziel (27.09.2010)
Laut der Wahlbehörde Venezuelas kamen die Sozialisten PSUV und ihre Verbündete auf mindestens 90 der 165 Sitze in der Nationalversammlung. Damit haben die Chávez-treuen Sozialisten die angestrebte 2/3 Mehrheit in der Nationalversammlung wohl nicht erreicht. Das Oppositionsbündnis, das die Wahl im Jahr 2005 wegen befürchteter Manipulationen boykottiert hatte, erhielt mindestens 59 Sitze. Für einige Wahlbezirke steht das Ergebnis noch nicht fest. Beide Seiten zeigten sich zufrieden mit dem Ergebnis. Während die Oppositionsparteien von einem großen Achtungserfolg sprachen, zeigte sich auch die sozialistische Chàvez-Partei trotz der verfehlten 2/3- Mehrheit im Parlament zufrieden und sprach von einem soliden Ergebnis.
Chávez spricht seit elf Jahren von der Revolution" (26.09.2010)
Bei der Parlamentswahl in Venezuela könnte die große derzeigte Mehrheit der Chàvez-Partei kippen, denn die Unzufriedenheit im Land ist groß. Venezuela lebt größtenteils von seinen Öleinnahmen, die allerdings im Zuge der Wirtschaftskrise stark rückläufig sind.
Insofern hat Venezuela zunehmend Schwierigkeiten sein sozialistisches Gesellschaftsmodell zu finanzieren. Die Regale in subventionierten Läden für Arme bleiben oft leer. Probleme des Landes sind insbesondere die hohe Kriminalität, die starke Inflation und der Rückgang der Wirtschaft. Chàvez, der sich selbst erst 2012 der Wiederwahl stellen muss, ist nicht zuletzt auch wegen seines Charismas noch immer sehr beliebt in der Bevölkerung.
Chávez kämpft, seine Gegner hoffen (25.09.2010)
In Venezuela steht eine Parlamentswahl an und der charismatische Hugo Chávez der sozialistischen Partei gibt sich auch nach 11 Jahren an der Regierung sehr kämpferisch. Doch in Venezuela gibt es viele Probleme, die seiner Partei Stimmen kosten könnten. So leidet Venezuela unter einer hohe Arbeitslosigkeit und einer extremen Inflation. Zudem ist die Kriminalitätsrate groß. Aus Angst vor möglichem Wahlbetrug waren die Oppositionsparteien bei der letzten Parlamentswahl erst gar nicht angetreten, was sich im Nachhinein als großer Fehler erwiesen hat, denn so ermöglichten sie Chavez den Umbau des Staates in Richtung Sozialismus voranzutreiben.
Nun aber tritt Venezuelas Opposition wieder an und will eine Zwei-Dirttel-Mehrheit für die Chàvez-Partei verhindern.
|
|
| Dennoch bleibt fraglich, ob es der Opposition gelingen wird, da Chàvez noch immer eine enorme Popularität im Land genießt. Internationale Beobachter sind im Land wohl nicht zugelassen. Daher möchte die Opposition selbst ein Augenmerk auf den korrekten Ablauf in den Wahllokalen werfen. |
|
Kolumbien und Venezuela beenden Konflikt (11.08.2010)
Santos und Chavez versuchen Neustart (08.08.2010)
Chávez bricht Beziehungen zu Kolumbien ab (23.07.2010)
Neue Eskalation im alten Nachbarschaftsstreit (22.7.2010)
Santos gewinnt Präsidentenwahl in Kolumbien (21.06.2010)
Venezuelas Präsident Chávez spricht von Krieg (09.11.2009)
Nationalgarde übernimmt die Zementfabriken (19.08.2008)
Mexikos Präsident Hugo Chavez hatte bereits im April 2008 die Verstaatlichung der Zementindustrie in Venezuela angekündigt und hat nun Filialen des Unternehmens
Cemex zwangsenteignet, weil die Frist zur Einigung über einen Entschädigungspreis abgelaufen ist.
Mit den Vertretern lokaler Tochtergesellschaften der Konzerne Holcim aus der Schweiz und Lafarge aus Frankreich handelt die Regierung in Caracas nun einen Kaufpreis aus. Cemex fordert laut dem mexikanischen Energieminister eine Entschädigung von insgesamt 1,3 Milliarden Dollar (rund 800 Millionen Euro). Als
Grund für die Verstaatlichung nannte der Präsident Zementengpässe im eigenen Land und die auf Export ausgerichtete neoliberale Firmenpolitik der Unternehmen. Chavez erklärtes Ziel ist es, Häuser für die Armen zu bauen.
Die Überführung von Ölprojekten, Telekommunikationsunternehmen, Stahlfabriken, Banken und jetzt auch der Zementfabriken ist Teil seiner sozialistischen Revolution.
Ölkonzerne beugen sich Chavez (24.08.2007)
Die US-Unternehmen Exxon Mobil und Chevron sowie die britische BP haben in die milliardenschwere Verstaatlichung ihrer Schwerölprojekte in der Orinoco-Region eingewilligt.
Auch der französische Ölkonzern Total und Norwegens Statoil sind wohl einverstanden.
Chavez möchte mit der Verstaatlichung der Ölindustrie die Einnahmen aus dem Ölgeschäft gerechter verteilen. Internationale Kritiker werfen Chavez dagegen vor, ausländische Kapitalgeber so zu vertreiben. Die Bedingungen für die Übergabe sollen bis
26. Juni mit den Alt-Eigentümern ausgehandelt werden.
|
Kuba
Castro will Amtszeiten von Politikern begrenzen (17.04.2011)
Ein bisschen mehr Marktwirtschaft für Kuba (17.10.2010)
Kurzinhalt für Schüler zusammengefasst:
Auf der Insel Kuba sollen in den kommenden Monaten 500.000 Menschen aus dem Staatsdienst entlassen werden. Dies entspricht jedem 10. Beschäftigten.
Für das harte Eingreifen
des Präsidenten Castro ist die derzeitige Wirtschaftskrise verantwortlich. Das Land leidet unter Devisenmangel, Ernterückgängen und Versorgungsengpässen. Schuld an der katastrophalen wirtschaftlichen Lage sind aber auch Schäden durch verheerende Hurrikans, das US-Embargo ebenso wie die hausgemachte Ineffizienz in vielen Betrieben und staatlichen Einrichtungen.
Diese Ineffiziens kritisiert Präsident Castro auch ganz unverblümt und in aller Direktheit
:
"Es kann niemandem entgehen, dass diese Maßnahmen ein wichtiger Beitrag zur Verbesserung der Arbeitsdisziplin sind. Wir müssen ein für alle Mal diese Vorstellung aufgeben, dass Kuba das einzige Land ist, in dem man leben kann ohne zu arbeiten"
Quelle: Tagesschau.de
Selbstständig statt arbeitslos (24.9.2010)
Kuba konkretisiert Wirtschaftspläne
Im krisengeschüttelten Kuba dürfen Kubaner sich nun in 178 Berufen selbständig machen. In 83 der 178 Bereiche dürften die künftigen Unternehmer Angestellte beschäftigen. Zu diesen Berufen gehören insbesondere Handwerker, Zimmermänner, Elektriker, Masseure, Mechaniker, Friseure, Programmierer, Hauspersonal, Fahrlehrer, Blumenverkäufer und Schuhputzer.
|
 |
Gemäß dem in der Parteizeitung "Granma" veröffentlichten Bericht müssen Freiberufler und deren Angestellte Steuern zahlen und Beiträge zur Sozialversicherung leisten. Zudem wird es Kubanern gestattet ihre Wohnungen zu vermieten , wenn sie sie sich auf einer Reise im Ausland befinden.
|
Maximo Lider fühlt sich falsch verstanden (11.09.2010)
Kubas Revolutionsführer Fidel Castro stellt klar, dass man ihn bei seinem Interview mit dem US-Magazin "The Atlantic" falsch gedeutet habe. Er werde wohl auch weiterhin
ein Kritiker des kapitalistischen Systems bleiben.
|
"Das kubanische Modell funktioniert bei uns nicht mehr" (09.09.2010)
In dem Artikel der Tagesschau geht es um einen vermeintlichen Politikwechsel in
Kuba, wo derzeit 90 Prozent der Wirtschaft noch vom Staat kontrolliert wird.
Der Bruder und Nachfolger von Fidel Castro, Präsident Raul Castro, möchte Selbst-ständigen die Anmeldung eines Unternehmen und die Einstellung von Arbeitskräften erleichten. - eine Maßnahme, die von der Weltöffentlichkeit als Schritt in Richtung Marktwirtschaft gedeutet wird.
Derzeit
zahlt der Staat einen Lohn von etwa 20 Dollar pro Monat.
Gesundheitsfürsorge und Bildung sind in Kuba kostenlos.
Raúl Castro ist neuer Präsident Kubas (24.02.2008)
|
Edgar Valdez, der als einer der führenden Köpfe des Drogenkartells Beltran Leyva gilt, wurde in einem Haus nahe Mexiko-Stadt von der mexikanischen Polizei festgenommen.
Er gilt als Auftragskiller verschiedener Drogenkartelle, die an der mexikanischen Pazifikküste aktiv sind.
Größtes Problem für die Fahnder ist, dass der Einfluss der Drogenkartelle bis in Politik
und Sicherheitskräfte reicht. Nach einem jüngsten Bericht ist möglicherweise jeder Zehnte der Bundespolizei bestochen und damit nicht vertrauenswürdig.
|
Wie die US-Waffenbranche vom Drogenkrieg profitiert (28.08.2010)
Kurzinhalt des Artikels für Schüler zusammengefasst:
Der Krieg der mexikanischen Drogenbanden wird mit modernsten Waffen aus US-amerikanischer Produktion geführt. 28.000 Menschen starben allein in den letzten dreieinhalb Jahren im Kugelhagel rivalisierender mexikanischer Banden- darunter auch viele US-Bürger - aber dennoch versorgen die Waffenläden an der amerikanisch-mexikanischen Grenze die Mörderbanden weiterhin buchstäblich mit allem, was sie zum töten brauchen. Schließlich hat ja die im Kongress einflussreiche Waffenlobby
ein großes Interesse an der Vermarktung ihres Kriegsgerätes.
Zwar wurde der mexikanischen Regierung seit Langem die volle Unterstüzung im Kampf gegen die Drogenmafia versprochenen, doch Mexiko wartet bis zum jetzigen Tag vergeblich auf die zugesagten Helikopter, Überwachungsflugzeuge und Drohnen.
|
Autobomben, Leichenfunde und verschleppte Ermittler (28.08.2010)
|
Mord an 72 Einwanderern erschüttert Mexiko (26.08.2010)
|
"Amerikanischer Drogenhunger befeuert den Krieg" (12.08.2010)
Gemäß dem Bericht in der Tagesschau werden von den mexikanischen Kartellen Drogen, darunter Heroin, Kokain und Amphetamine im Gesamtwert von geschätzten mehreren Milliarden Dollar in die USA geschmuggelt.
Zwar gesteht die amerikanische Regierung eine Mitschuld an der Lage in Mexiko ein, doch dank des Einflusses der Waffenlobby ist eine Verschärfung der Waffengesetze nicht in Sicht. Stattdessen sollen lediglich weitere Truppen der Nationalgarde an der Grenze zu Mexiko stationiert werden, um die Grenzen weniger durchlässig für Waffenlieferungen aus den USA zu machen. Obwohl 1,6 Milliarden Dollar für den Kampf gegen die Drogen vom US-amerikanischen Kongress bewilligt worden sind, ist nur ein winzig kleiner Teil tatsächlich nach Mexiko geflossen.
|
Calderón mobilisiert zum Kampf gegen das Verbrechen (30.06.2010)
|
Obama postiert Nationalgarde an Grenze zu Mexiko (26.05.2010)
|
Massenproteste gegen scharfes Einwanderungsgesetz (02.05.2010)
Gemeinsam gegen die Drogenkartelle (17.04.2009)
|
Argentinien:
Präsidentin steht vor der Wiederwahl (23.10.2011)
Staatsbankrott: Das Beispiel Argentinien (29.04.2010)
Kurzinhalt des Artikels für Schüler zusammengefasst:
Vor nicht einmal 10 Jahren, nämlich Ende des Jahres 2001, war Argentinien in einer ähnlichen Situation wie heute Griechenland ist. Dort war der Staatsbankrott auf eine verfehlte Finanz- und Wirtschaftspolitik unter der Führung
des damaligen Präsidenten Carlos Menem zurückzuführen. Denn 1991 beschloss dieser mit einer 1:1-Bindung der einheimischen Währung an den US-Dollar der Hyperinflation
in seinem Land ein Ende zu setzen.
|
 |
Viel zu lange wurde diese Koppelung an den US-Dollar jedoch auf Kosten der einheimischen Wirtschaft aufrecht erhalten!
Tatsächlich führte diese finanzpolitische Maßnahme zwar zunächst zu wirtschaftlicher Stabilität und Aufschwung, doch die daraus resultierende Überbewertung des Peso, der argentinischen Währung seit Anfang 1992, führte dazu, dass
a) argentinische Waren auf dem Weltmarkt immer teurer wurden und
b)
sich gleichzeitig Importware verbilligte.
Dies hatte gleich zwei katastrophale Folgen:
Zum einen gingen
zahlreiche Fabriken und Unternehmen im Land pleite
Zum anderen setzte eine
Kapitalflucht ein, so dass das Land immer mehr Kredite aufnehmen musste, um alte Verbindlichkeiten zurückzahlen zu können.
Einige Jahre später (1999) fiel im Nachbarland Brasilien die Entscheidung die eigene Währung, den REAL, abzuwerten, wodurch Brasilien für Investoren wesentlich attraktiver als das Nachbarland Argentien wurde.
Die Folgen:
->
Brasilianische Waren verbilligten sich (Wettbewerbsvorteil für Brasilien)
-> Investoren zogen sich zunehmend aus Argentinien zurück,
-> die Zahl der Exporte sank
->
das argentinische Handelsdefizit stieg.
Längst hätte hier schon die Regierung in Argentinien handeln müssen.
So kam es, was kommen musste, nämlich dass Argentinien zahlungsunfähig wurde und auf den IWF angwiesen war.
Doch der Internationale Wahrungsfonds IWF knüpfte Kredite für das Land an harte Auflagen. So forderte der IWF Argentinien auf, sein Haushaltsdefizit innerhalb eines Jahres um 2,5 Milliarden Dollar zu senken. Zudem verlangte der IWF als Gegenleistung für gewährte Kredite die Liberalisierung des Gesundheitswesens, weitere Privatisierungen sowie die Verringerung der Einfuhren.
Aufgrund der gewährten Kredite kam es zwar für kurze Zeit zu einer wirtschaftlichen Entspannung, doch bereits 2001, nach dem weltweiten wirtschaftlichen Einbruch infolge der Anschläge vom 11. September, brach Argentiniens Wirtschaft erneut zusammen.
Da Argentinien die auferlegten Kriterien nicht erfüllen konnte, zog der IWF die gewährten Kredite zurück und überließ das Land weitestgehend sich selbst.
Die Folge war ein großer Vertrauensverlust unter der Bevölkerung, der am 30. November 2001 in einem für das Land einzigartigen Ansturm auf die Banken gipfelte. Der Regierung blieb nichts anderes übrig als Konten und Bankguthaben zunächst einzufrieren, was die Vertrauenskrise in der Wirtschaft nur noch verstärkte.
Mitte Dezember kam es dann schließlich zu schweren Unruhen im Land, zu Plünderungen von GEschäften und gewalttätigen Ausschreitungen bei denen 28 Menschen starben.
Im September 2003 hatte Argentinien Auslandschulden in Höhe von 172 Milliarden US-Dollar angehäuft.
Argentinien machte seinen überwiegend privaten Gläubigern klar, dass sie im Schnitt auf 50 Prozent des Werts ihrer Einlagen verzichten müssten- in Wirklichkeit bezifferte sich ihr Verlust in vielen Fällen noch höher. Dank dieser Umschuldung der Staatsverbindlichkeiten in langfristigere Staatsanleihen sanken die Staatsverbindlichkeiten Argentiniens im März 2005 auf nur noch 72 Milliarden Dollar. Zu dieser positiven Entwicklung hatte auch der ab der zweiten Jahreshälfte 2002 einsetzende weltweite wirtschaftliche Aufschwung beigetragen, welcher sich in den Folgejahren fortsetzte.
Chile
Streikende Chilenen machen Grenzen dicht (18.01.2011) |
|
Mittelamerika
Diagramme, Tabellen, Charts, Karten und Illustrationen
Das politische
System
der BRD (Bestseller)
-Kopiervorlagen-
Weltgeschichte von der Antike bis heute
-Kopiervorlagen-

Von
der EG
zur EU
|