Bürgerkrieg in Syrien
(Islamischer Staat - Kämpfe in Kobane)


Arabische Welt/Nordafrika - Konfliktherde


Bürgerkrieg in Syrien

Chronologie : Der Bürgerkrieg in Syrien in den Jahren ....
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Syrien - > Aktuelles Geschehen 2018

26. Dezember 2017

Russland, die Türkei und der Iran haben für den 29. und 30. Januar im kommenden Jahr zu einem "Friedenskongress" für Syrien in der russischen Stadt Sotschi geladen, doch die syrische Opposition lehnt den Vorschlag mit der Begründung ab, Russland sei ein Aggressor-
staat, der Kriegsverbrechen begehe.

Bisher finden Friedensgespräche für Syrien in der kasachischen Hauptstadt Astana statt. Parallel dazu finden auch Verhandlungen unter UN-Leitung in Genf statt. Doch die Bemühungen um einen Frieden in Syrien kommen nur schleppend voran, weil die Fronten zwischen syrischer Regierung und Opposition verhärtet sind und die drei Vermittler-Länder aktiv und teilweise mit unterschiedlichen Absichten immer wieder in den Krieg eingreifen. Die Türkei wehrt sich beispielsweise noch immer vehement gegen die Teilnahme einiger kurdischer Organisationen an Gesprächen.


14. Dezember 2017

Im nordsyrischen Jarabulus wo vor einem Jahr noch der IS grausam geherrscht hatte, baut die türkische Regierung an einer Nachkriegs-
ordnung. Indem sie dort Krankenhäuser mit finanziert und Sicherheits-
kräfte trainiert, weitet die Türkei ihren Einfluss in der Region aus.

11. Dezember 2017

Russlands Präsident Putin ist auf dem Weg nach Kairo. Auf dem Militärstützpunkt Hamaimim im Westen des Landes hat er einen Zwischenstopp einglegt. Dort kam es auch zu einem erneuten Treffen mit Syriens Präsident Assad. Latakia gilt als Zentrum der alawitischen Minderheit in Syrien, zu der Assad gehört.

Präsident Putin hat einen Teilabzug der russischen Truppen angeordnet. Nach seinem Aufenthalt in Ägypten wird er auch schon wieder zu Gesprächen in der Türkei erwartet. Bei dem Treffen mit Präsident Recep Tayyip Erdogan soll vor allem um den Krieg in Syrien und die Anerkennung Jerusalems als Hauptstadt Israels durch die USA gehen.


8. Dezember 2017

Die Innenministerkonferenz hat sich darauf verständigt, den Abschiebestopp nach Syrien um ein Jahr bis Ende 2018 zu verlängern.
Die Bundesländer Bayern und Sachsen hatten den Abschiebestopp nur bis Juli verlängern wollen, um dann Gefährder und Straftäter nach Syrien abschieben zu können.


7. Dezember 2017

Der Vorschlag Bayerns und Sachsens, Straftäter und Gefährder wieder nach Syrien abzuschieben, wird heute auf der Innenministerkonferenz beraten. Doch es gibt nicht wenige kritische Stimmen.

UNICEF Deutschland bezeichnet 2017 als das wohl schlimmste Jahr für die in Syrien lebenden Kinder.

Nach UN Angaben seien mehr als 12,6 Millionen Menschen auf der Flucht, mehr als jeder zweite Syrer. Sechs Millionen davon seien Binnenflüchtlinge. 5,5 Millionen Syrer hätten das Land verlassen.
Mehr als 13 Millionen Menschen in Syrien würden laut UN derzeit humanitäre Hilfe benötigen.

Andererseits seien laut Vereinter Nationen bisher in diesem Jahr wohl 721.000 Menschen in ihren Heimatort zurückgekehrt.


5. Dezember 2017

Nach einem Bericht des UN-Kinderhilfswerks UNICEF sind derzeit mehr als fünf Millionen Minderjährige in dem Bürgerkriegsland auf humani-täre Hilfe angewiesen. Viele Kinder in Syrien seien traumatisiert und verwaist. Unzählige Familien seien im Bürgerkrieg zerrissen worden. 1,75 Millionen Kinder gingen nicht zur Schule.

Allein in der ersten Jahreshälfte 2017 sollen dem Bericht zufolge mehr als 300 Kinder getötet und mehr als 200 Minderjährige verletzt worden sein. Mehr als 200.000 Kinder lebten in belagerten Städten und Regionen, Millionen seien auf Hilfe angewiesen. Fast 70 Prozent der Bevölkerung in Syrien würden laut UNICEF mittlerweile unter extremer Armut leben. Auch in vermeintlich stabilen Regionen würde eine unvermindert große Gefahr von versteckten Minen und Blindgängern ausgehen.

Wegen des nahenden Winters hat UNICEF weltweit um Spenden und Hilfe für Syrien gebeten. In den nächsten Wochen möchte das Hilfswerk 700.000 Kinder in Syrien und weitere 800.000 in der Region mit Winterkleidung, Decken und Öfen versorgen.


28. November 2017

Wegen der Verbesserung der Bürgerkriegslage in Syrien wollen die Innenminister von Sachsen (CDU) und Bayern (CSU) künftig straffällige Syrer wieder in ihre Heimat abschieben. Die SPD-Innenminister lehnen den Vorschlag jedoch ab und möchten einen Abschiebestopp bis Ende 2018 durchsetzen und dann neu entscheiden.
Ein Antrag der beiden Länder zur Neubewertung der Sicherheitslage in dem Bürgerkriegsland soll bei der Innenministerkonferenz (IMK) in der kommenden Woche in Leipzig beraten werden. Jedoch sind auch Kanzleramtsminister Altmaier und Unionsfraktionschef Kauder gegen Abschiebungen nach Syrien.


22. November 2017

Bei einem Gipfeltreffen in Sotschi haben sich die Präsidenten der drei Länder Russland, Türkei und Iran für einen "Kongress des nationalen Dialogs" ausgesprochen. Putin betonte es sei nun an der Zeit, dass das syrische Volk selbst über seine Zukunft entscheidet.

Der Iran unterstützt Assad nach eigenenen Angaben seit Jahren mit "Militärberatern" der Revolutionsgarden. Zudem kämpfen wohl viele schiitische "Freiwillige" aus dem Iran, Irak und Afghanistan auf Seiten der Regierungstruppen.

Die Türkei, die über Jahre die Rebellen militärisch unterstützt hatte, eben mit dem Ziel Präsident Assad zu stürzen, hat inzwischen eine andere Priorität, nämlich die Kurden im Norden Syriens zurückzu-drängen. Die Bemühungen um einen dauerhaften Frieden in der Region kamen bislang nur schleppend voran, unter anderem auch deshalb, weil sich die Türkei vehement gegen die Teilnahme einiger kurdischer Organisationen am Friendensprozess in Syrien wehrt.

In Riad haben sich dagegen auf Einladung Saudi-Arabiens rund 140 Vertreter der syrischen Opposition getroffen, um über ihre Strategie bei den Friedensgesprächen in Genf zu beraten.

Sechs Jahre nach Beginn des Aufstands gegen Assad ist die syrische Opposition stark geschwächt, während die srischen Regierungs-truppen dank der Unterstützung Moskaus und Teherans wieder die größten Städte des Landes kontrollieren.


21. November 2017

Bei einem Treffen mit dem syrischen Präsidenten Bashar al-Assad am Montag in Sotschi zog Russlands Präsident Wladimir Putin eine kurze Bilanz des Syrienkrieges.

Er rechnet mit einem baldigen Ende des Militäreinsatzes in Syrien. Sowohl auf dem Schlachtfeld als auch auf politischem Gebiet seien große Erfolge erzielt worden, so Putin. Viele Regionen in Syrien seien von Terroristen befreit worden, so dass Zivilisten, die aus diesen Gegenden hatten flüchten müssen, nun zurückkehren können.

Am Mittwoch wird Russlands Präsident Putin in der Schwarzmeerstadt Sotschi auch den türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan und den iranischen Staatschef Hassan Ruhani zu Gesprächen über den Syrien-Konflikt empfangen.

Anders als der Iran und Russland steht die Türkei auf Seiten der Rebellen. Putin und Erdogan treffen sich regelmäßig zu Gesprächen. Für Erdogan liegt die Priorität in Syrien derzeit aber nicht mehr auf dem Sturz Assads, sondern auf einem Zurückdrängen der Kurden.


18. November 2017

Der russische UN-Botschafter Nebentsja hat im UN Sicherheitsrat sein Veto gegen die Verlängerung des Einsatzes von Giftgasermittlern in Syrien eingelegt. Ein japanischer Kompromissvorschlag sah vor, das Mandat erst einmal nur um 30 Tage zu verlängern, doch auch dieser Kompromiss wurde seitens Russland abgelehnt.

Das gemeinsame Expertengremium der UN und Organisation zur Verhinderung von Chemiewaffen (OPCW) hatte seit 2015 Giftgaseinsätze in Syrien untersucht und dem Assad-Regime zuletzt den Einsatz von Sarin im April vorgeworfen. Russland stört sich vehement an der Arbeitsweise und an den Ergebnissen des Expertenteams und bezeichnet das Ganze als ein "Schmierentheater".


11. November 2017
Mindestens 61 Menschen sollen bei einem Luftangriff auf einem Markt in der Stadt Atareb im Nordwesten Syriens nahe Aleppo getötet worden sein. Ob hinter dem Luftangriff Kampfjets der syrischen Regierung oder aber dessen Verbündeter Russland stecken, bleibt unklar. Auf Atareb haben russische und syrische Kampfflugzeuge seit 2015 wiederholt Luftangriffe geflogen. Das lokale Aktivistenmedium Thika meldete mindestens 47 Tote sowie mehr als 90 Verletzte.


Juni 2017
Nach dem Abschuss eines syrischen Kampfjets durch die US-Luftwaffe geht Russland auf Konfrontationskurs mit den USA. Der russische Vizeaußen-minister Sergej Rjabkow bezeichnete den Abschuss als "Akt der Aggression".

Russland droht damit, künftig Flugzeuge der US-geführten Koalition als Ziele ins Visier zu nehmen, falls diese westlich des Flusses Euphrat fliegen.

Die US Regierung befürchtet einen weiteren Giftgasangriff unter Syriens Machthaber Assad und hat mit ernsten Konsequenzen gedroht, sollte sich die Befürchtung bewahrheiten.

Offenbar hat ein israelisches Kampfflugzeug Ziele in Syrien angegriffen. Armeekreisen zufolge sind bei dem Luftangriff mehrere Zivilisten getötet worden. Israel spricht von einer Reaktion auf einen Granatenbeschuss der besetzten Golanhöhen aus Syrien.


Mai 2017
Russland, die Türkei und der Iran haben sich in der kasachischen Hauptstadt Astana auf die Einrichtung von Schutzzonen in Syrien verständigt.

Die Regierung in Damaskus unterstützt die Initiative. Konkret geht es dabei um Idlib, Teile der Provinz Aleppo, Al-Rastan in der Provinz Homs, einen Teil von Damaskus und einen Teil von Daraa. Hier soll eine umfassende Waffenruhe sowie ein militärisches Flugverbot gelten. In den vier sogenannten Deeskalationszonen soll es einen freien Zugang für humanitäre Helfer geben.

Die Durchsetzung von Schutzzonen wird wohl nicht leicht sein, da die Terrormiliz "Islamischer Staat" und andere islamistische Gruppierungen nicht in die Gespräche eingebunden sind. Die Vereinten Nationen begrüßten die Entscheidung für Schutzzonen als Schritt in die richtige Richtung. Auch die Bundesregierung äußerte sich vorisichtig optimistisch. Man hofft in Berlin, dass die syrischen Schutzzonen tatsächlich Sicherheit für die Hundert-
tausenden syrischen Zivilisten bringen, die innerhalb des Landes vor dem Krieg auf der Flucht sind.Die US-Regierung sieht die Vereinbarung dagegen mit Skepsis.


April 2017
Offenbar hat es in Syrien einen weiteren entsetzlichen Giftgasangriff gegeben. Unklar ist jedoch, wer dafür verantwortlich ist. Während die USA und Großbritannien fest davon überzeugt sind, dass syrische oder russische Kampfjets den Giftgaseinsatz auf Chan Scheichun im Nordwesten Syriens geflogen haben, kommt Rückendeckung für Assad und sein Regime aus Russland. Nach Angaben der russischen Regierung stammt das im syrischen Chan Scheichun ausgetretene Giftgas aus einem Lager der Rebellen, das von Luftstreitkräften bombadiert worden ist. Offenbar waren nach russischer Auffassung in dem Lager der Rebellen "Giftstoffe" gelagert worden, die bei der Bombadierung eher unbeabsichtigt freigesetzt worden sind.

Bei dem Giftgaseinsatz starben Aktivisten zufolge 72 Menschen. Unter den Toten in der Stadt Chan Scheichun in der nordwestlichen Provinz Idlib sind auch 20 Kinder.

Die USA haben als Reaktion auf einen mutmaßlichen Giftgasangriff in Syrien rund 60 Tomahawk-Marschflugkörper auf einen Stützpunkt der syrischen Luftwaffe gefeuert. Nach Angaben der syrischen Armee sind bei dem Angriff mindestens sechs Menschen getötet worden. Russland war kurz zuvor über den Angriff auf die syrische Luftwaffenbasis in Kenntnis gesetzt worden.
Während Donald Trump viel Zustimmung bei den NATO Partnerländern Frankreich, GB und Deutschland für den US-Angriff auf die syrische Luftwaffenbasis erntete, sprach Russlands Präsident Putin von einer Verletzung internationalen Rechts und von einer Aggression gegen eine souveräne Nation. Putin sieht die Beziehung zu den USA wegen des Vorfalls für gefährdet und kritisierte den militärischen Alleingang scharf.

Saudi-Arabien sprach von einer "mutigen Entscheidung Trumps". Scharfe Kritik an dem Angriff kam dagegen aus dem Iran, einem verbündeten Regime Assads.

Bei einem Anschlag am 17. April. wurden mindestens 126 Menschen eines Evakuierungskonvois mit schiitischen Zivilisten aus Aleppo getötet.


März 2017
Bei einem Luftangriff auf das Gebäude einer alten Schule sind offenbar mindestens 33 Menschen ums Leben gekommen. Aktivisten und Staatsmedien machen gleichermaßen die USA für die Angriffe verantwortlich.
Auch die oppositionsnahe Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte mit Sitz in London erklärte, dass die internationale Anti-IS-Koalition mit großer Wahrscheinlichkeit für den Luftangriff verantwortlich sei.

In dem Gebäude in der Stadt al Mansura in der Provinz Rakka hatten offenbar Flüchtlingsfamilien Zuflucht gefunden. Die Region wird vom "Islamischen Staat" kontrolliert. Erst in der vergangenen Woche waren bei einem Bombardement auf eine Moschee im von Regierungsgegnern kontrollierten Norden Syriens mehr als 40 Menschen ums Leben gekommen.
Auch hier machen Aktivisten US-Kampfflugzeuge für den Angriff verantwortlich.

Seit längerem findet eine Offensive mehrheitlich kurdischer Kräfte mit Unterstützung der USA auf die syrische IS-Hochburg Rakka und das Umland statt. Mittlerweile ist die Stadt von Anti-IS Kämpfern eingekesselt worden. Die Kurdenmilizen planen die Erstürmung von Rakka Anfang April.


September 2016
Der britische Außenminister Johnson möchte ein umfassendes Freihandelsabkommen mit der Türkei abschließen. Dies zeigt einmal mehr, dass Großbritannien nach dem Brexit zunehmend eine eigene Politik verfolgt, die den eigenen nationalen Interessen dient.

Die mit dem syrischen Präsidenten Baschar al-Assad verbündete libanesische Hisbollah-Miliz lehnt Friedensverhandlungen ab, denn diese seien wenig zielführend. Die Vergangenheit habe gezeigt, dass eine politische Lösung nicht erreicht werden könne, vielmehr müsse das letzte Wort auf dem Schlachtfeld gesprochen werden, so der Hisbollah-Chef Hassan Nasrallah gegenüber der Zeitung "Al-Akhbar".

Die islamistischen Söldner in der Großmetropole Aleppo geraten zunehmend in Bedrängnis. Nun fordern die islamistischen Söldner von ihren Unterstützern Luftabwehrraketen. Laut Abu Al Ezz wird die al-Nursa, neben den USA von Saudi-Arabien, Katar, Kuwait, der Türkei und Israel unterstützt. Sie gilt als Ableger von al-Kaida und wird als Miliz von der UN als Terroristen eingestuft.

Die syrische Armee hat mit russischer Luftunterstützung die Angriffe auf Stellungen der islamistischen und internationale Söldner verstärkt, um die Stadt Aleppo von den Söldner-Milizen zu befreien. Am Sonntag gelang es offenbar syrischen Bodentruppen, die Palästinenser-Siedlung Handarat im Norden der Stadt einzunehmen. Dennoch gibt es immer wieder Gefechte um diese strategisch bedeutsame Siedlung.

Die Weltgesundheitsorganisation WHO forderte Korridore, um Verletzte und Kranke aus den umkämpften Gebieten rund um Aleppo in Sicherheit zu bringen. Man geht davon aus, dass noch immer 250.000 Zivilisten in den belagerten Stadtvierteln eingeschlossen sind. Offenbar werden im Osten der Stadt Aleppo Zivilisten von den islamistischen Söldnern häufig als menschliche Schutzschilde missbraucht, was die militärischen Operationen der syrischen Armee ausgesprochen schwierig macht.

Am Samstag den 24. September hat die US-Koalition unter Beteiligung von Großbritannien und Dänemark offenbar versehentlich die syrische Armee bombardiert. Die Empörung von Seiten Russlands ist immens, denn unmittelbar danach gelang dem IS ein Vorstoß auf den strategisch wichtigen Flughafen von Deir Ez Zoor. Der US Außenminister spricht zwar von einem tragischen Versehen, verstrickt sich jedoch bei seiner Argumentation in Widersprüche, denn das Pentagon hatte zuvor angegeben, die Lage bei Deir Ez Zoor seit Tagen genauestens beobachtet zu haben.

Kanzlerin Merkel wies erneut den Regierungen in Damaskus und Moskau die Verantwortung für die Kämpfe in Syrien zu.

Medienberichten zufolge hat es am 5. September eine Anschlagsserie sowohl auf dem von der Regierung kontrollierten, als auch auf kurdischem Gebiet gegeben.

Es wurden gleich mehrere Attentate auf militärische Einrichtungen und Regierungsgebäude in der Regierungshochburg Tartus und in Homs verübt. In der mehrheitlich von kurdischen Milizen kontrollierten Stadt Hassake im Nordosten sind 8 Menschen getötet worden. In Tartus wurden bei dem Doppelanschlag 11 Menschen getötet und 45 weitere verletzt. Dort war auf einer Autobahnbrücke in der Hochburg der Minderheit der Alawiten zunächst eine Autobombe explodiert. Wenig später zündete ein Sprengstoffattentäter auch noch seine Sprengstoffweste, als sich Menschen versammelten, um den Verletzten zu helfen. Bei einem Anschlag auf einen Militärposten in Homs sind offenbar zwei Soldaten getötet und vier verletzt worden.

Syrische Medien berichten auch von einem Bombenanschlag auf eine Straßensperre der Regierungstruppen westlich der Hauptstadt Damaskus, wo es einen Toten und drei Verletzte gegeben haben soll.


August 2016
Kurdischen Milizen ist es gelungen, die Stadt Manbidsch einzunehmen. Der Jubel gerade unter der kurdischen Stadtbevölkerung, die bislang massiv unterdrückt wurde, ist groß. Den kurdischen Milizionären der "Syrian Democratic Forces" (SDF) gelang offenbar die Befreihung der Stadt mit massiver amerikanischer Luftunterstützung. Die USA haben nun auf Druck des NATO - Partners Türkei die Kurden aufgefordert, sich wieder östlich des Euphrat zurückzuziehen, ansonsten müssten sie damit rechnen, ebenso wie andere Milizen als Aggressor bekämpft zu werden.

Türkisch-syrisches Grenzgebiet- Vorstoß der Kurdenmilizen

Juli 2016
Offenbar haben Islamisten-Söldner in der syrischen Provinz Latakia die syrische Armee zum Rückzug gezwungen. Die syrische Armee soll vier Panzer verloren haben, weil die russische Luftunterstützung den zweiten Tag in Folge ausgeblieben ist. Offenbar ist es den Islamisten-Söldnern von al-Nusra und Ahrar al-Scham am Freitag gelungen, in der Provinz Latakia die Stadt Kinsibba von der syrischen Armee (SAA) zurück zu erobern.

Die Stadt Kinsibba ist strategisch von großer Bedeutung, da sie einerseits den Übergang zur türkischen Grenze eröffnet und andererseits sich die Stadt ähnlich wie Salma auf einem Hügel befindet. Gerade zu Beginn des Syrien-Konfliktes diente sie islamistischen Söldnern und pro-türkischen Milizen als Stützpunkt.


Juni 2016
Von den USA unterstütze Rebellen haben im Osten Syriens einen Flugplatz von der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) zurück erobert. Offenbar sind die Kämpfer der Neuen Syrischen Armee nur noch fünf Kilometer von dem Ort Abu Kamal an der Grenze zum Irak entfernt. Der IS hatte Abu Kamal vor zwei Jahren eingenommen. Der Ort ist strategisch wichtig, weil er an einer Hauptverbindung zwischen Syrien und dem Irak liegt. (29. Juni)

Am Donnerstag den 30. Juni fanden in Aleppo wieder schwere Gefechte zwischen der syrischen Armee und Islamisten-Söldnern statt. Die syrische Armee griff die Viertel Al-Khalidiyah und Al-Layramoun an, jedoch keine der beiden Konfliktparteien konnte einen nennenswerten Erfolg erzielen. Erstmals erfolgten die Angriffe ohne russische Luftunterstützung. Zuletzt wurden russische und syrische Militäreinheiten überrascht, weil islamis-
tische Söldner erstmals ein schweres Luftabwehrsystem einsetzten.


Mai 2016
Der Chefunterhändler der syrischen Regierungsgegner bei den Genfer Friedensgesprächen, Mohammed Allusch, ist zurückgetreten. Allusch gehört der salafistisch inspirierten Gruppierung Dschaisch al-Islam (Brigaden der Armee des Islam) an. Dschaisch al-Islam ist eine der einflussreichsten Bewegungen in Syrien. Derzeit herrscht in Syrien eine Feuerpause von der nur die Dschihadistenmiliz "Islamischer Staat" (IS) und islamistische Gruppen wie die Al-Nusra-Front ausgenommen sind. Es wird noch immer erbittert um Aleppo und vor Damaskus gekämpft. Mitte Mai gelang es der Islamisten-Miliz al-Nusra Erfolge gegen Russland und Syrien in der Provinz Aleppo einzufahren. So gelang es der al-Nusra Front sowohl in Nord- als auch in Südaleppo größere Landstriche einzunehmen.


April 2016
Berichten zufolge ist es der syrischen Armee gelungen, die strategisch wichtige Stadt al-Karjatain in der Provinz Homszurück zu erobern. Die Stadt liegt zwischen Damaskus und Palmyra. In ihr hatten vor dem Krieg viele Christen gelebt. Während syrische Staatsmedien berichten, die Stadt sei wieder vollständig befreit, geht die syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte davon aus, dass IS-Extremisten noch immer den Osten und Südosten der Stadt unter ihrer Kontrolle haben. Dort werde noch erbittert gekämpft, so die syrische Beobachtungsstelle, die sich auf Informationen von Kontaktpersonen in Syrien stützt.

März 2016
Der syrischen Armee ist es offenbar gelungen, die antike Stadt Palmyra von den IS Milizen zurück zu erobern. Die Ausgrabungsstätten als auch die angrenzenden Wohngebiete seien wieder unter Kontrolle der Armee, so ein Militärsprecher in Palmyra.

Viele der IS-Kämpfer nahe Palmyra haben sich dem Anschein nach in ihre Hochburgen Suchnah, Raka und Deir Essor im Osten und Norden Syriens zurückgezogen. Palmyra war im Mai 2015 von der IS Miliz erobert worden. Viele antike Tempel, Grabmäler und Skulpturen waren darauf zerstört worden.


Eine Chronologie der Ereignisse :
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Politischer Islam - Entwicklung, Bedeutung und Formen des politischen Islam und des Islamismus

(Sozialkunde Unterrichtsmaterial, Arbeitsblätter)

Dieses fertig ausgearbeitete Stationenlernen für den direkten Einsatz im Politikunterricht der Sekundarstufe setzt sich mit dem politischen Islam auseinander. Dabei werden verschiedene Formen des Politischen Islams auch abseits des Dschihadismus thematisiert und kritisch hinterfragt.

Warum stellt das Lernen an Stationen einen sinnvollen Unterrichtsverlauf dar? Die Schüler können den Inhalt selbständig erarbeiten und das individuelle Lerntempo jeweils anpassen. Dies gewährleistet die Binnendifferenzierung ohne gesonderte Aufgabenstellung.

Die Schüler erhalten zum Absolvieren der Stationen eine Checkliste, die durch gezieltes Abhaken der Aufgabenstellung Überblick über das Gelernte verschafft.


Politischer Islam

Aus der Reihe:
School-Scout Aktuell

Inhalt:
  • Didaktisch-methodische Hinweise zum Einsatz dieses Materials
  • Einführender Informationszettel für die Schüler
  • Stationspass
  • 6 Stationen, Informationsmaterialien und Aufgaben
  • Ausführliche Lösungsvorschläge





Krieg als Mittel der Selbstverwirklichung - Deutsche und Europäer kämpfen für den Islamischen Staat

(Sozialkunde Unterrichtsmaterial, Arbeitsblätter)

Dieses fertig ausgearbeitete Arbeitsblatt Politik Sozialwissenschaften beleuchtet das Phänomen deutscher und europäischer Kriegstouristen, die für den Islamischen Staat in Syrien und im Irak kämpfen. Es bezieht die SchülerInnen aktiv in die Thematik ein.

Diese aktuellen Arbeitsblätter sind Teil des Stationenlernen Politischer Islam – Entwicklung, Bedeutung und Formen des politischen Islam und des Islamismus .

Die Schüler können den Inhalt selbständig erarbeiten und das individuelle Lerntempo jeweils anpassen. Dies gewährleistet die Binnendifferenzierung ohne gesonderte Aufgabenstellung.


Politischer Islam

Aus der Reihe:
School-Scout Aktuell

Inhalt:

  • Politischer Islam – Was ist das?
  • Kriegstourismus – Krieg als Mittel der Selbstverwirklichung
  • Ausführliche Lösungsvorschläge



Völkermord im Namen Gottes - Islamischer Staat und Boko Haram ermorden tausende Menschen

(Sozialkunde Unterrichtsmaterial, Arbeitsblätter)


Dieses fertig ausgearbeitete Arbeitsblatt Politik Sozialwissenschaften beleuchtet die Ermordung tausender Gegner durch den Islamischen Staat in Syrien und dem Irak und in Nigeria durch Boko Haram. Es bezieht die SchülerInnen aktiv in die Thematik ein.

Diese aktuellen Arbeitsblätter sind Teil des Stationenlernen Politischer Islam - Entwicklung, Bedeutung und Formen des politischen Islam und des Islamismus . Die Schüler können den Inhalt selbständig erarbeiten und das individuelle Lerntempo jeweils anpassen. Dies gewährleistet die Binnendifferenzierung ohne gesonderte Aufgabenstellung.


Politischer Islam

Aus der Reihe:
School-Scout Aktuell

Inhalt:

  • Dschihadismus – Krieg im Namen Allahs
  • IS und Boko Haram – Völkermord an Andersgläubigen
  • Ausführliche Lösungsvorschläge




Menschenrechte und Grenzen - Flüchtlinge in Deutschland und Europa

(Sozialkunde Unterrichtsmaterial, Arbeitsblätter)

Diese fertig ausgearbeiteten Arbeitsblätter zum Themenbereich “Menschenrechte” für den Unterricht Sozialwissenschaften/Politik nehmen die deutsche und europäische Flüchtlingspolitik in den Fokus. Welche Rechte haben eigentlich Flüchtlinge, die oft aus bitterster Not und Verfolgung nach Europa und Deutschland kommen? Werden ihre Würde und ihre Menschenrechte geachtet?

Die Aufgaben der Arbeitsblätter fordern die Schüler zu eigenständigem Arbeiten und vertiefender Recherche auf. Ein ausführlicher Lösungsteil vervollständigt das Unterrichtsmaterial.

Die Schüler können den Inhalt selbständig erarbeiten und das individuelle Lerntempo jeweils anpassen. Dies gewährleistet die Binnendifferenzierung ohne gesonderte Aufgabenstellung.


Menschenrechte/Grenzen. Flüchtlinge in Deutschland

Aus der Reihe:
School-Scout Aktuell

Diese aktuellen Arbeitsblätter sind Teil des Stationenlernen Die Menschenrechte – Bedeutung, Aspekte und aktuelle Beispiele.

Inhalt:

  • Arbeitsblatt 1: Flüchtlinge in Europa
  • Arbeitsblatt 2: Flüchtlinge in Deutschland
  • Ausführliche Lösungsansätze




PEGIDA - Spiel mit der Angst vor Überfremdung und Islamisierung

(Sozialkunde Unterrichtsmaterial, Arbeitsblätter)


Diese fertig ausgearbeiteten Arbeitsblätter zum Themenbereich “Fremdenfeindlichkeit und Rassismus” für den Unterricht Sozialwissenschaften/Politik nehmen die PEDIDA-Bewegung in den Fokus, die sich Ende 2014 gebildet und in mehreren Städten Deutschlands große Demonstrationsmärsche in Gang gesetzt hat. Das Arbeitsblatt stellt den vorgebrachten Argumenten gegen Überfremdung und Islamisierung ernüchternde Fakten entgegen.

Die Schülerinnen und Schüler werden dazu aufgefordert, sich aktiv mit Vorurteilen gegenüber Ausländern und Muslimen auseinander zu setzen.

Die Aufgaben der Arbeitsblätter fordern die Schüler zu eigenständigem Arbeiten und vertiefender Recherche auf. Ein ausführlicher Lösungsteil vervollständigt die Arbeitsblätter.


Menschenrechte/Grenzen. Flüchtlinge in Deutschland

Aus der Reihe:
School-Scout Aktuell

  • Arbeitsblatt: PEGDA – Fremdenfeindlichkeit und Islamfeindlichkeit verschaffen sich Gehör
  • Ausführliche Lösungsansätze

Diese aktuellen Arbeitsblätter sind Teil des
Stationenlernen

Fremdenfeindlichkeit und Rassismus in Deutschland – Ursachen, Erscheinungs-formen und Abwehrmöglich-keiten
.




Bürgerkrieg in Syrien - Ursachen, Folgen und internationale Lage

Politik Arbeitsblätter aus der Reihe "Sowi/Politik - aktuell"

Dieses direkt unterrichtsfertige Arbeitsblatt Politik befasst sich mit dem Bürgerkrieg in Syrien. Es erklärt nicht nur, warum die Hälfte der syrischen Bevölkerung auf der Flucht ist, sondern behandelt auch Entwicklung und Hintergründe des Konflikts.

Dieses aktuelle Arbeitsblatt ist Teil des Stationenlernens Konflikte und Krisenregionen.

Die Aufgaben der Arbeitsblätter fordern die Schüler zu eigenständigem Arbeiten und vertiefender Recherche auf. Ein ausführlicher Lösungsteil vervollständigt die Arbeitsblätter. Warum stellt Lernen an Stationen einen sinnvollen Unterrichtsverlauf dar? Die Schüler können den Inhalt selbständig erarbeiten und das individuelle Lerntempo jeweils anpassen.

Bürgerkrieg in Syrien - Ursachen, Folgen und internationale Lage

Dies gewährleistet die Binnendifferenzierung ohne gesonderte Aufgabenstellung.

  • Arbeitsblatt “Bürgerkrieg in Syrien”
  • Lösungsblatt



Darf die internationale Gemeinschaft in innerstaatliche Konflikte eingreifen? - Das Beispiel Syrien

Arbeitsblätter/Kopiervorlagen
Unterrichtsmaterial

Politik Arbeitsblätter aus der Reihe "Sowi/Politik - aktuell"

Die innenpolitische Lage in Syrien
und die dortigen Menschenrechts-verletzungen haben zuletzt die internationale Staatengemeinschaft auf die Frage gelenkt, ob das Eingreifen in innerstaatliche Konflikte zu rechtfertigen ist.

Diese Unterrichtshilfe für den direkten Einsatz im Unterricht hilft Ihnen, das Thema sachgerecht an Ihre Schüler
zu tragen.

Die Unterrichtshilfen Fakten – Thesen – Argumente liefert Material für Erörterungen oder Diskussionen im Unterricht und informiert über aktuelle und unterrichtsrelevante Themen.

Fakten liefern sachgerechte und fundierte Informationen zum
aktuellen Streitthema, Thesen formulieren in den Medien vertretene, unterschiedliche Standpunkte.


Und die dargestellten Pro- und Contra-Argumente erleichtern die eigene Positionsfindung.

Fakten-Thesen-Argumente

Inhalt:

Fakten: Hintergründe zur aktuellen Diskussion zum Aufstand in Syrien sowie historische Beispiele und theoretisches Hinter-grundwissen zur Frage der humanitären Intervention

Thesen: Die beiden Hauptpositionen innerhalb der internationalen Gemeinschaft

Argumente: PRO und CONTRA

Didaktische Überlegungen zum Einsatz im Unterricht und konkrete Aufgabenstellungen




Aufgenommene Syrische Flüchtlinge (Stand März 2015)

Region Flüchtlinge
Türkei 1.738.448
Libanon 1.191.451
Jordanien 627.295
Irak 246.836
Ägypten 133.619
Nordafrikanische Staaten 24.055


Im Vergleich dazu haben nur wenige Syrer Asyl in der Europäischen Union, in Nordamerika oder in anderen Ländern beantragt. Zwischen März 2011 und Februar 2015 haben rund 220.000 Syrer Asyl in einem der 28 EU-Staaten beantragt. Hinzu kommen unter anderem rund 7900 Asylanträge von Syrern in der Schweiz und weitere 3600 in Norwegen.

Flüchtlinge in der EU/Europa Anzahl
Deutschland 31.000
Schweiz 3.500
Schweden 2.700
Norwegen 2.500
Österreich 1.500
Frankreich 1.000
Norwegen 1.000
Finnland 850
Niederlande 500
Italien 450
Dänemark 390
Irland 310
Belgien 300
Spanien 130
Polen 100
Tschechien 70
Luxemburg 60
Ungarn 30
Liechtenstein 25
Portugal 23

Aufgenommende Flüchtlinge nach Zahlen (bis März 2015)

Seit Beginn des Syrienkonfliktes 2011 haben insgesamt etwa 105.000 Flüchtlinge aus Syrien Zuflucht in Deutschland gefunden. 2/3 davon haben in Deutschland Asyl beantragt (rund 70.000). Mehr als 30.000 Flüchtlinge profitieren aber auch von humanitären Aufnahmeprogrammen des Bundes und der Länder.

Erstanträge auf Asyl von Syrern in Deutschland

Jahr Asylanträge
von Flüchtlingen
2011 2.634
2012 6.201
2013 11.851
2014 39.332
2015 (bis 28.02.) 9.363
GESAMT 69.381

Bereits seit 2011 gilt in Deutschland ein Abschiebestopp für Syrien, d.h. dass auch Syrer deren Asylantrag abgelehnt wird, zumindest in der Bundesrepublik geduldet werden. Syrische Flüchtlinge, die im Zuge der Sonderprogramme des Bundes oder der Länder aufgenommen wurden, müssen kein Asylverfahren beantragen. Sie erhalten mit dem Visum sofort eine Aufenthaltserlaubnis für 2 Jahre, die später verlängert werden kann. Sie dürfen auch sofort in Deutschland arbeiten, an Integrationskursen teilnehmen und Sozialleistungen beziehen.

Andere Syrer, die nicht über Sonderprogramme nach Deutschland gekommen sind, müssen ein Asylverfahren durchlaufen. Über den Antrag entscheidet das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge. Seit November 2014 gilt dabei ein beschleunigtes Verfahren. Anerkannte Flüchtlinge erhalten eine zunächst auf drei Jahre befristete Erlaubnis zum Aufenthalt in Deutschland, dürfen arbeiten und an Integrationskursen teilnehmen.


Die syrischen Hilfsprogramme im Überblick:

Syrische Hilfsprogramme Wann beschlossen? Aufgenommene Syrer
1. Hilfsprogramm Mai 2013 5.000 Syrer
2. Hilfsprogramm Dezember 2013 5.000 Syrer
3. Hilfsprogramm Juli 2014 10.000 besonders schutzbedürftige Syrer

Aber auch die Bundesländer - mit Ausnahme Bayerns - haben ihrer eigenen Sonderprogramme zur Aufnahme von Flüchtlinge aus Syrien aufgestellt. Bis November 2014 wurden mehr als 10.700 Syrern auf der Basis von Sonderprogrammen der Länder ein Visum erteilt.

Seit 2012 unterstützt die deusche Bundesregierung die notleidenden Menschen in Syrien sowie die Flüchtlinge in den Nachbarländern mit etwa 800 Millionen Euro.
397 Millionen Euro flossen demnach in humanitäre Hilfe, 318 Millionen Euro in strukturbildende Übergangshilfe und 84 Millionen Euro in die Krisenbewältigung. s Das Technische Hilfswerk (THW) engagiert sich unter anderem in Flüchtlingslagern in Jordanien und im Irak. Dort kümmert sich das deutsche THW um die Wasserver-sorgung und -entsorgung.

Auf der jüngsten Geberkonferenz in Kuwait am 31. März 2015 hat die Bundesregierung weitere 255 Millionen Euro an Unterstützung für die syrischen Flüchtlinge zugesagt. 155 Millionen Euro dieser finanziellen Hilfen stellt das Bundesentwicklungsministerium bereit, die restlichen 100 Millionen Euro für humantitäre Hilfen kommen aus dem Etat des Auswärtigen Amtes.


Der syrische Bürgerkrieg (Stand Jan. 2014)
Die Bilanz des syrischen Bürgerkrieges ist verheerend. Nach UN Angaben sind seit Beginn der Unruhen im März 2011 mehr als 100.000 Menschen gewaltsam ums Leben gekommen. Mehr als 4 Mio Menschen sind innerhalb Syriens auf der Flucht.
2,3 Mio weitere haben das Land verlassen und suchen Zuflucht in muslimischen Nachbarländern. Drei-Viertel der Flüchtlinge sinf Frauen und Kinder. Für die Versorgung werden allein in diesem Jahr 6,5 Mrd. US $ Hilfsgüter benötigt.

Syrische Flüchtlinge verteilten sich wie folgt:

Libanon: 870.000 Flüchtlinge
Türkei: 570.000 Flüchtlinge
Jordanien: 570.000 Flüchtlinge
Irak: 215.000 Flüchtlinge
Ägypten: 130.000 Flüchtlinge

Weniger als ein halbes Jahr später verteilen sich
die Flüchtlingsströme wie folgt:

Syrien. Flüchtlinge auf der Flucht
Schaubild: Flüchtlinge aus Syrien (Stand 12.6.2014)
Insgesamt sind 2,87 Mio Menschen auf der Flucht


-> weiter zurückliegende Berichte zur Gewalt in Syrien


AUFRUHR IN der ARABISCHEN WELT:

weitere Unruheherde Nordafrikas (Teil 1)
        Arabische Welt. Hintergrundinfos/Wirtschaftsdaten

weitere Unruheherde Nordafrikas (Teil 2)
        Arabische Welt. Schwerpunkt Tunesien, Ägypten

weitere Unruheherde Nordafrikas (Teil 4)
        Linkverweise: Tunesien, Saudi-Arabien, Bahrain, Sudan, Algerien

weitere Unruheherde Nordafrikas (Teil 5)
        (Bürgerkrieg in Libyen (1) - Gaddafi gegen Regimegegner)

weitere Unruheherde Nordafrikas (Teil 6)
        (Bürgerkrieg in Libyen (2) - Gaddafi gegen Regimegegner)

weitere Unruheherde Nordafrikas (Teil 7)
        (Bürgerkrieg in Libyen (3) - Gaddafi gegen Regimegegner)




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