Essentielle Aminosäuren sind solche, die vom Körper nicht selbst hergestellt werden können und deshalb mit der Nahrung zugeführt werden müssen. Im menschlichen Körper existieren 20-22 Aminosäuren. 8 davon sind für Erwachsene essentiell. Bei Kindern sind zwei weitere Aminosäuren, nämlich L-Arginin und L-Histidin essentiell.
Essentielle Aminosäuren wie beispielsweise Isoleucin, Leucin, Valin und Methionin, werden im Gegensatz zu nichtessentiellen Aminosäuren wesentlich schneller absorbiert. Die intestinale Absorption der Aminosäuren ist mit beinahe 100 Prozent fast vollständig.
Für den Körper verwertbar sind L-Aminosäuren, während D-Aminosäuren eher vom Körper unverändert ausgeschieden werden.
Struktur/Aufbau der Proteine
Proteine besitzen eine Primärstruktur(Aminosäureabfolge), eine Sekundärstruktur (Faltung bzw. Windung der Aminosäureketten), eine Tertiärstruktur (dreidimensionale Ausrichtung) und eine Quartiärstruktur. Beim Erhitzen/Kochen werden Proteine denuturiert, d. h. ihre dreidimensionale Struktur wird zerstört.
Empfohlene Proteinzufuhr pro Tag
Man empfiehlt heutzutage eine Proteinzufuhr von 0,8 Gramm pro Kilogramm Körpergewicht. Andere Quellen reden von einer empfohlenen Proteinzufuhr von 1 - 1,5 Gramm pro Kilogramm Körpergewicht und Tag. Sportlern wird eine tägliche Proteinzufuhr von 2 Gramm pro Kg Körpergewicht empfohlen, wobei bei hoher Proteinzufuhr immer die Gefahr einer Nierenschädigung besteht. Von einer hohen biologischen Wertigkeit spricht man übrigens dann, wenn die Zusammensetzung des Proteins dem Menschenprotein ähnlich ist.
Das Ei hat willkürlich die biologische Wertigkeit = 100 zugesprochen bekommen. Andere Proteine werden folglich in ihrer biologischen Wertigkeit mit dem Ei verglichen. Reis hat demzufolge eine biologische Wertigkeit von 81, Bohnen lediglich eine biologische Wertigkeit von 72. Kombiniert man Kartoffel mit Ei so steigt die biologische Wertigkeit dieser Kombination auf 136 - eben weil sich die Aminosäureprofile ideal ergänzen.
Pflanzliches/tierisches Protein
Tierisches Protein ist dem menschlichen zwar ähnlicher - daher hat tierisches Protein für gewöhnlich eine höhere biologische Wertigkeit als pflanzliches - jedoch ist tierisches Protein oft mit Chemikalienrückständen wie z.B. Antibiotika belastet und manchmal auch zudem noch von schlechter Qualität.
Beim tierischen Protein handelt es sich um äußerst komplexe Proteine, deren Verdauung deutlich mehr Energie verbraucht als dies bei pflanzlichen Proteinen der Fall ist. Ein weiterer Vorteil pflanzlicher Proteine ist, dass sie meist zusätzliche Nähr- und Mikronährstoffe enthalten, was diese ebenso aufwertet.
Für Kraftsportler sind insbesondere die Aminosäuren 1)- 3)
L-Leucin, L-Isoleucin und L-Valin von großer Bedeutung.
1. L-Isoleucin (Ile)
(Branched Chain Amino Acids, Kraftsport)
Verzweigte Aminosäuren werden direkt in der Skelettmuskulatur aufgenommen,
wo sie auch energetisch verwertet werden.

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L-Isoleucin gehört zu den verzweigtkettigen Aminosäuren. Die essentielle Aminosäure ermöglichst zusammen mit den beiden anderen verzweigtkettigen Aminosäuren L-Leucin und L-Valin erst einen gezielten Muskelaufbau.
BCAAs (Branched Chain Amino Acids) werden laufend für den Erhalt und die regelmäßige Regeneration der Muskelgewebe benötigt.
Über die Glukoneogenese dient L-Isoleucin dem Körper auch zur Energiegewinnung der Muskelzellen.
Wirkung der essentiellen Aminosäure im menschlichen Körper:
- Isoleucin ist an der Hormonregulation des Organismus beteiligt.
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- Isoleucin stimuliert die Ausschüttung von Insulin, was die Aufnahme von Glukose und Aminosäuren aus dem Blutkreislauf in die Muskelzellen anregt.
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- Isoleucin aktiviert das Wachstumshormon Somatotropin
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Bedarf an L-Leucin:
Der Mensch benötigt pro Kilogramm Körpergewicht pro Tag zwischen 7 bis 28mg Isoleucin.
Ein Übermaß an L-Isoleucin
kann bei fetthaltiger Ernährung möglicherweise eine Insulinresistenz begünstigen. Bei gezielter Einnahme von Aminosäuren ist stets darauf zu achten ausreichend zu trinken, um toxische Stoffwechselendprodukte rasch über den Urin auszuscheiden. Wenn Sportler ausschließlich auf eine zusätzliche Zufuhr von verzweigtkettigen Aminosäuren (Branched Chain Amino Acids) achten, ohne auch andere Aminosäuren aufzunehmen, kann es zu einer Störung des Proteinstoffwechsels kommen.
natürliches Vorkommen in Lebensmitteln:
Rindfleisch, Hähnchenbrustfilet, Lachs, Hühnerei, Kuhmilch, Weizen-Vollkornmehl, ungeschälter Reis, Nüsse, Hülsenfrüchte
Mangelerscheinungen:
Isoleucin-Mangel kann zu Muskelschwäche und Antriebslosigkeit führen.
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2. L-Leucin, D-Leucin (Leu)
(Branched Chain Amino Acids, Kraftsport)
Verzweigte Aminosäuren werden direkt in der Skelettmuskulatur aufgenommen,
wo sie auch energetisch verwertet werden.
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Besonders für Kraftsportler empfehlenswert
L- Leucin ist an der Proteinsynthese, sprich dem Eiweißaufbau in der Muskultur und der Leber beteiligt. Die Aminosäure hemmt den Abbau von Muskelprotein und unterstützt Heilungsprozesse. Die Aminosäure fördert des Weiteren auch die Fettverbrennung. L-Leucin ist an zahlreichen lebenswichtigen Stoffwechsel-reaktionen beteiligt. Die Aminosäure fördert zudem auch die Heilung von Leber-, Gelenk- und Muskelgewebekrankheiten. Die Aminosäure ist Ausgangsbaustein der Glutaminsäure.
Über die Glukoneogenese dient L-Leucin dem Körper auch als Energielieferant. Die Aminosäure stimuliert die Ausschüttung von Insulin aus der Bauchspeicheldrüse.
So können Aminosäuren über das Muskelgewebe leichter aufgenommen werden, was den Muskelaufbau erheblich fördert und zugleich die Freisetzung des Stresshormons Cortisol senkt.
Ein Mangel an L- Leucin ist entweder durch ungenügende Zufuhr mit der Nahrung oder Unterversorgung mit Vitamin B6 bedingt.
Die Aminosäure kommt in verschiedenen Lebensmitteln vor:
- Milchprodukte
- Walnüssen
- Fisch, insbesondere Lachs
- Hühnerei
- Rindfleisch
- Vollkornmehl
- Reis vor.
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3. L-Valin (Val)
(Branched Chain Amino Acids, Kraftsport)
Verzweigte Aminosäuren werden direkt in der Skelettmuskulatur
aufgenommen,wo sie auch energetisch verwertet werden.

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Die Bezeichnung "Valin" leitet sich ab von lat. validus für kräftig und gesund.
L-Valin ist vergleichsweise unpolar und gehört zu den verzweigtkettigen Aminosäuren. Die essentielle Aminosäure ermöglichst zusammen mit den beiden anderen verzweigtkettigen Aminosäuren L-Leucin und L-Isoleucin erst einen gezielten Muskelaufbau. Valin ist wie Isoleucin, Leucin, Alanin und Glycin eine Aminosäure mit aliphatischer Seitenkette.
BCAAs (Branched Chain Amino Acids) werden laufend für den Erhalt und die regelmäßige Regeneration der Muskelgewebe benötigt.
Über die Glukoneogenese dient L-Valin dem Körper auch zur Energiegewinnung
der Muskelzellen.
Wirkung der essentiellen Aminosäure im menschlichen Körper:
- L-Valin senkt das Stressempfinden. Es hilft bei der Regulierung
von eventuellen Stimmungsschwankungen
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- fördert bei Mädchen die Entwicklung der Eierstöcke und Brustdrüsen.
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- wichtig für das Körperwachstum, hilft dem Körper in Genesungsphasen als Ergänzung.
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- oft empfohlen bei Degeneration der Muskelzellen, Überempfindlichkeitsreaktion und Bewegungsstörungen.
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Bedarf an L-Leucin:
Der Mensch benötigt zwischen 10 bis 29 mg Valin pro Kilogramm Körpergewicht
und pro Tag.
Bei gezielter Einnahme von Aminosäuren ist stets darauf zu achten ausreichend zu trinken, um toxische Stoffwechselendprodukte rasch über den Urin auszuscheiden. Wenn Sportler ausschließlich auf eine zusätzliche Zufuhr von verzweigtkettigen Aminosäuren (Branched Chain Amino Acids) achten, ohne auch andere Aminosäuren aufzunehmen, kann es zu einer Störung des Proteinstoffwechsels kommen.
natürliches Vorkommen in Lebensmitteln:
Casein, Fleisch, Fisch (insbesondere Lachs), Hühnerei, Walnüsse, Reis,Mais-Vollkornmehl, Kuhmilch, Erbsen u.v.m.
Mangelerscheinungen:
Isoleucin-Mangel kann zu Muskelschwäche führen.
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4. L-Lysin (Lys)

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L-Lysin gehört zusammen mit L-Arginin und L-Histidin in die Gruppe der basischen Aminosäuren. L-Lysin ist sehr wichtig, damit der menschliche Organismus Hormone, Enzyme und Antikörper zur Bekämpfung ganz bestimmter Virusinfektionen produzieren kann.
Hinweis auf Wechselwirkungen:
L-Lysin beschleunigt die Wirkung von Ibuprofen.
Wirkung der essentiellen Aminosäure im menschlichen Körper:
- L-Lysin unterstützt die Calciumresorption aus dem Darm
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- L-Lysin fördert die Calciumeinlagerung in den Knochen
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- L-Lysin senkt die Stressanfälligkeit um ein Vielfaches und hat eine anti-depressive Wirkung
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- L-Lysin schützt Venen und Arterien vor Verkalkung
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- L-Lysin ist auch ein wesentlicher und sehr wichtiger Bestandteil von Kollagen. Kollagen ist ein Faserbestandteil, welcher in Haaren, Zähne, Knochen, Blutgefäßen und Sehnen zu finden ist.
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Bedarf an L-Lysin:
Der Mensch benötigt pro Tag ungefähr 1 bis 1,5 Gramm L-Lysin.
Mangelerscheinungen:
Uncharakteristische Symptome:
Wachstumsstörungen und Beeinträchtigung der Immunfunktionen.
Des weiteren können auch Übelkeit, gerötete Augen, Schwindelgefühl, Konzentrationsschwäche und Müdigkeit auf einen Mangel hinweisen
natürliches Vorkommen in Lebensmitteln:
Rindfleisch, Hähnchenbrustfilet, Lachs, Erbsen, Hühnerei, Walnüsse
, Kuhmilch, Reis, Mais-Vollkornmehl
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5. L-Methionin (Met)

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Methionin ist neben Cystein die einzige schwefelhaltige proteinogene Aminosäure.
Methionin benötigt der Körper unter anderem zur Herstellung der nichtessentiellen, ebenfalls schwefelhaltigen proteinogenen Aminosäure Cystein. Überschüssiges Cystein kann wiederum zu Sulfat und Taurin abgebaut werden. Taurin wiederum wird bei der Umwandlung von Cholesterin in Gallensäure benötigt. Taurin bedeutet sinngemäß »Stiergalle« und gilt als die wichtigste Aminosäure in der Galle. Sie ist dort an nahezu allen Stoffwechselprozessen beteiligt.
Methionin dient im Stoffwechsel als Lieferant für Methylgruppen z. B. für die Biosynthese von Cholin, Kreatin, Adrenalin, Carnitin, Nukleinsäuren, Histidin, Taurin und Glutathion
Natürliches Vorkommen:
Rindfleisch, Hähnchenbrustfilet, Hühnerei, Kuhmilch, Lachs, Sojabohnen, Sesamkörner, Walnüsse, Weizenvollkornmehl |
Als Nebenprodukt des
Aminosäurestoffwechsels entsteht bei -> Vitamin B6 Mangel-
zuständen aus der Aminosäure
Methionin
das sogenannte
Homocystein. Dieses Abfall-bzw. Nebenprodukt zieht
freie Radikale
an und kann zu Schäden an den
Blutgefäß- wänden führen!! Homocystein hemmt außerdem die gesunde Kollagenbildung. Fehlendes Kollagen macht die Blutgefäße hart und brüchig und lässt zudem unsere
Haut schneller altern. Frühzeitige Falten sind oft die Folge.
Durch die Einnahme von biologisch hochwertigen Vitamin B6, am besten der aktiven Form Pyridoxal-5-phosphat-Monohydrat (P
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P) können die Störungen im
Aminosäurestoffwechsel
behoben werden,
indem weniger von dem Abfallprodukt Homocystein anfällt.
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6. Phenylalanin (Phe)

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Phenylalanin ist für den Menschen eine essentielle Aminosäure, die im Stickstoff-stoffwechsel eine wichtige Rolle spielt. Essentiell bedeutet, dass sie nicht vom Körper selbst synthetisiert werden kann. Daher muss sie mit der Nahrung in ausreichender Menge aufgenommen werden.
In Anwesenheit ausreichender Mengen an B-Vitaminen kann der menschliche Organismus aus Phenylalanin das Co-Enzym Q10 herstellen.
Phenylalanin benötigt der Organismus zur Produktion der ebenfalls proteinogenen Aminosäure Tyrosin. In der Leber kann L-Phenylalanin – wenn ausreichend vorhanden – zu L-Tyrosin umgewandelt werden. L-Tyrosin wird wiederum für die Synthese von Proteinen in den Zellen benötigt. Tyrosin ist auch ein Vorläufer von Neurotransmittern, insbesondere von Dopamin und Norepinephrin, aber besitzt geringen Einfluss auf die Stimmungslage. Hohe Dosen von Tyrosin senken nach aktuellem Stand der Wissenschaft den Dopaminspiegel.
Besonders gute Lieferanten von Phenylalanin sind Kürbiskerne,Sojabohnen, Erbsen, Hühnerbrustfilet, Hühnerei, Kürbiskerne, Lachs, Schweinefleisch, Walnüsse sowie Weizen-Vollkornmehl.
Der durchschnittliche Phenylalaninbedarf von gesunden Erwachsenen bei Abwesenheit von Tyrosin in der Nahrung liebt zwischen 38 und 52 mg pro Kilogramm Körpergewicht und Tag.
L-Phenylalanin ist beteiligt an der Synthese von Adrenalin, Noradrenalin, L-Dopa, Phenethylamin (PEA) und Melanin.
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7. L-Threonin (Thr)

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L-Threonin ist wegen seiner OH-Gruppe wesentlich polarer und reaktiver als L-Valin.
Über die Glukoneogenese dient L-Threonin dem Körper auch zur Energiegewinnung
der Muskelzellen.
Wirkung der essentiellen Aminosäure im menschlichen Körper:
- wichtig für gesunde Schleimhäute, ebenso wie auch für ein gesundes und starkes Immunsystem
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- Schlüsselsubstanz für die Weitstellung der Blutgefäße
-> bessere Durchblutung, gesteigerte Konzentrationsfähigkeit
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- ermöglicht die Bildung von Enzymen und Hormonen
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Bedarf an L-Threonin:
Der Mensch benötigt ungefähr 16 mg L-Threonin pro Kilogramm Körpergewicht
und pro Tag.
Bei gezielter Einnahme von Aminosäuren ist stets darauf zu achten ausreichend zu trinken, um toxische Stoffwechselendprodukte rasch über den Urin auszuscheiden.
natürliches Vorkommen in Lebensmitteln:
vorwiegend in Milchprodukten, aber auch in Eiern und Fleisch
Kuhmilch, Käse, Joghurt, Kefir, Fleisch, Fisch (insbesondere Lachs), Hühnerei, Walnüsse u.v.m.
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8. L-Tryptophan (Trp)

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L-Tryptophan ist eine Aminosäure mit einem aromatischen Indol-Ringsystem. L-Tryptophan zählt zu den aromatischen essentiellen Aminosäuren, die der Körper selbst nicht bilden kann und daher mit der Nahrung zuführen muss.
Wirkung der essentiellen Aminosäure im menschlichen Körper:
- stimmungsaufhellend, beruhigend und gewichtsreduzierend
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- "natürliches Antidepressivum“, da es im menschlichen Körper zu Serotonin umgewandelt werden kann
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- wird zur unterstützenden Behandlung neben selektiven Serotonin-Wiederaufnahmehemmern (SSRI) zur Therapie depressiver Störungen eingesetzt
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Bedarf an L-Trypthophan:
Der Mensch benötigt ungefähr 3,5 bis 6 mg Tryptophan pro Kilogramm Körpergewicht
Bei gezielter Einnahme von Aminosäuren ist stets darauf zu achten ausreichend zu trinken, um toxische Stoffwechselendprodukte rasch über den Urin auszuscheiden.
Da Tryphtophan eine Vorstufe von Serotonin ist, wird es häufig empfohlen bei Einschlaf- und Durchschlafproblemen. Wenn dem Körper unzureichend Tryptophan zur Verfügung steht, dann kann möglicherweise der Serotoninspiegel dadurch negativ beeinträchtigt werden. Eine Störung des Serotoninstoffwechsels kann zu Einschlafschwierigkeiten und Durchschlafproblemen führen.
natürliches Vorkommen in Lebensmitteln:
vorwiegend in Sojabohnen, Cashew Kernen, Kakaopulver, Haferflocken, Kuhmilch, HÜhnerei, Walnüssen, Mais-Vollkornmehl
Um den Serotoninstoffwechsel zu stimulieren, hat es sich als günstig erwiesen, nach der Einnahme eiweißreicher d.h. tryphtophanreicher Kost, Ausdauersport (z.B. Laufen oder Radfahren) zu betreiben. Dann nämlich stehen die Chancen gut, dass Tryphtophan
über die Blut-Hirn-Schranke
ins ZNS gelangt.
Wichtiger Hinweis (bei Nahrungsergänzungsmitteln):
Wichtig ist, dass die Aminosäure Tryptophan in höheren Konzentrationen als Nahrungsergänzung (handelsüblich: 500 mg) niemals in Kombination mit Stimulantien (Koffein, Alkohol, Amphetaminen) und Antidepressiva (Monoaminooxidasehemmer) eingenommen werden darf. Auch sollte Tryphtophan als Nahrungsergänzungsmittel nicht tagsüber eingenommen werden, da Tryphtophan die Teilnahme am Straßenverkehr oder die Bedienung von Maschinen beeinträchtigen kann.
Schwangere, Kinder und Jugendliche sollten die Aminosäure Tryphtophan grundsätzlich nicht als Nahrungsergänzungsmittel verabreicht bekommen bzw. einnehmen - eben weil sie in das Gleichgewicht der Neurotransmitter einzugreifen vermag.
Trypthophan sollte daher auch nur unter ärztlicher Aufsicht eingenommen werden!!
Tryphtophan, das zusammen mit eiweißreicher Nahrung eingenommen wird, ist eher ungeeignet, die zentrale Serotoninsynthese wesentlich zu beeinflussen, da es zusammen mit anderen Aminosäuren um dieselben Transportmechanismen ins Gehirn konkurriert, welche eine Überwindung der Blut-Hirnschranke ermöglichen.
Um die Aufnahme von Tryphtophan ins Zentrale Nervensystem zu steigern und somit die zentrale Serotoninsynthese zu stimulieren, d.h. anzuregen, sollte es möglichst auf nüchternen Magen, d.h. mindestens 3 Std. nach der letzten und frühestens 2 Std. vor der nächsten Mahlzeit eingenommen werden, da es ansonsten nur unzureichend wirkt. Wie bereits erwähnt, wirkt sich aber auch sportliche Aktivität positiv auf die Verfügbarkeit des Tryphtophans im Gehirn und damit auf den Serotoninstoffwechsel aus.
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Semi-essentielle und nicht essentielle Aminosäuren:
L-Histidin (His)

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L-Histidin (His) ist eine basische, aromatische Aminosäure. Es ist der Imidazolring, der die Aromatizität des Histidins bedingt.
Wirkung der semi-essentiellen Aminosäure im menschlichen Körper:
- L-Histidin ist an der Wundheilung und der Stärkung des Immunsystems beteiligt.
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- L-Histidin reguliert im gesunden Organismus die Immunabwehr sowie allergische Reaktionen und damit einhergehende Entzündungsprozesse
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- Steuerung des Wachstums und der natürlichen Reparaturmechanismen
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- L-Histidin ist an der Synthese des Blutfarbstoffs sowie an der Rregulierung des pH-Wertes im Blut beteiligt.
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- Bei einem L-Histidin Mangel kann es zu einer Verzögerungen in der Entwicklung und der Regeneration von neuem Gewebe kommen.
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- Histidin wirkt zudem entspannend auf die Blutgefäße. Zudem kann es womöglich eine bestehende Hypertonie abbauen und auch vor kardiovaskulären Erkrankungen wie Arteriosklerose und Herzinfarkt schützen. 1
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- Die Aminosäure Histidin in Kombination mit dem Spurenelement Zink kann dessen Aufnahme im menschlichen Organismus erleichtern. Eine an über 40 Probanden durchgeführten Studie zeigte, dass die gezielte Einnahme von Zink und L-Histidin die Dauer einer Erkältung deutlich verkürzen kann.2
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- Neueren Erkenntnissen zufolge kann L-Histidin den Körper vor Strahlenschäden bewahren, indem es entsprechende Moleküle fest an sich bindet und über verschiedene Umwandlungsprozesse eliminiert.
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- L-Histidin kann im menschlichen Körper je nach Bedarf in Histamin, Glutamat und Hämoglobin (Blutfarbstoff) umgewandelt werden.
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1Tuttle KR et al.: Dietary amino acids and blood pressure: A cohort study of patients with cardiovascular disease; AM J Kidney Dis, 2012 Feb 28
2Prasad As et al.: Duration of symptoms and plasma cytokine levels in patients with the common
cold treated with zinc acetate. Ann Intern Med. 2000; 133
Bei gezielter Einnahme von Aminosäuren ist stets darauf zu achten ausreichend zu trinken, um toxische Stoffwechselendprodukte rasch über den Urin auszuscheiden.
natürliches Vorkommen in Lebensmitteln:
Rindfleisch (ca. 678 mg pro 100 g, Hähnchenbrustfilet (etwa 791 mg je 100 g), Lachs, Hühnerei, Kuhmilch, Walnüsse, Weizen-Vollkornmehl, Mais Vollkornmehl, getrockneten Sojabohnen (1097 mg pro 100 g), Erbsen
Die oben aufgelisteten Nahrungsmittel enthalten ausschließlich chemisch gebundenes L-Histidin als Proteinbestandteil, jedoch kein freies L-Histidin.
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L-Cystein

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L-Cystein ist eine schwefelhaltige und proteinogene Aminosäure, die in der Leber produziert werden kann.
Wirkung der semi-essentiellen Aminosäure im menschlichen Körper:
- L-Cystein schützt die Leber. L-Cystein hilft dem Körper bei der Entgiftung von Arzneiwirkstoffen - zum Beispiel bei regelmäßiger Einnahme von leberschädigenden Medikamenten.
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- Es kann begleitend bei Arthrose, Parkinson oder Krebs eingesetzt werden.
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- Die Aminosäure trägt aktiv zur Verbesserung des Immunsystems bei. Bei ausreichender Versorgung des Körpers mit Cystein ist man
weniger anfällig gegen Krankheiten
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- Cystein kann im menschlichen Organismus in Glutathion umgewandelt werden. Diese fungiert als Antioxidans und hilft bei der Bekämpfung freier Radikale
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- Cystein ist für den Aufbau und den Erhalt von Nervenzellen notwendig.
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- Das Bindegewebe bekommt durch das L-Cystein seine Festigkeit.
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- L-Cystein hilft dem Organismus dabei, schädliche Schwermetalle in den Zellen besser auszuscheiden. Somit kann schneller und besser entgiftet werden.
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natürliches Vorkommen in Lebensmitteln:
Schweinefleisch, Hühnerfleisch, Lachs und Hühnerei |
L-Carnitin
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Carnitin kann der Körper selbst aus den beiden Aminosäuren Lysin und Methionin herstellen. Wirkung der vitaminähnlichen Substanz im menschlichen Körper:
- In Anwesenheit von L-Carnitin vermag der Körper Fett
in die Zelle schleusen.
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- L-Carnitin schützt die Blutgefäße
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- L-Carnitin ist an der Zellentgiftung beteiligt und hilft dabei, Giftstoffe abzubauen.
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natürliches Vorkommen in Lebensmitteln:
Bierhefe, Fleisch und Fisch |
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