Das Amerikanische Regierungssystem
Schulportal Schule-studium.de



Die USA sind eine bundestaatliche Republik mit präsidentieller Demokratie

Verfassung:
Die Verfassung enthält eine Präambel, 7 Artikel, die die zentralen Institutionen und
Prinzipien der bundesstaatlichen Ordnung enthalten.1791 wurde die amerikanische Verfassung um
10 Verfassungssätze (amendments) erweitert. Heute hat die Verfassung insgesamt 26 Verfassungszusätze.

Grundlegende Prinzipien der institutionellen Ordnung der USA sind Gewaltenteilung
(seperation of powers) und Gewaltenbalance (checks and balances)

1. Die Exekutive: Der Präsident


Der Präsident der Vereinigten Staaten - derzeit Barack Obama - ist Staatsoberhaupt, Regierungschef und Oberbefehlshaber der Streitkräfte. Er wird auf 4 Jahre gewählt; eine Wiederwahl ist seit 1951 nur einmal möglich.


Die Präsidentschaftswahl besteht aus zwei großen Wahlgängen:

  • Die Wahlen zur Nominierung der Parteikandidaten:
    Der Präsidentschaftskandidat wird auf dem nationalen Parteikonvent von
    einzelstaatlichen Delegierten nominiert. Die Delegierten werden zuvor in Vorwahlen (Primary) bestimmt.
  • Eigentliche nationale Präsidentschaftswahl
    Das wahlberechtigte Volk der USA wählt sog. Wahlmänner. Dabei steht jedem Staat genau so viele Wahlmänner zu, wie er Abgeordnete in den Kongress entsendet. Dabei gilt das Prinzip : „ The winner takes it all“. Die Partei, welche die Mehrheit der Stimmen in einem Staat auf sich vereinigen kann, bekommt das alleinige Recht, Wahlmänner aufzustellen.



Befugnisse des Präsidenten:

  • Ernennung der Minister, Botschafter, Gesandten und Konsuln sowie die Bundesrichter mit Zustimmung des Senats.
  • Außenpolitische Vertretung der USA
  • Mit Zustimmung des Senats hat er das Recht, Verträge mit anderen Ländern zu schließen
  • Er kann Maßnahmen, die er für notwendig und nützlich erachtet dem Kongress empfehlen
  • Suspensives Vetorecht des Präsidenten gegenüber allen Beschlüssen des Kongresses

    Merke
    : Der Präsident ist dem Kongress nicht verantwortlich und kann nur wegen Verfassungs- und Rechtsverletzungen durch ein Impeachmentverfahren abgesetzt werden.


Dem Präsidenten zur Seite steht ein unabhängiges Präsidentenamt
(Executive Office of the President), das 1939 gegründet wurde und ca. 5000 Mitarbeiter zählt.


Das Präsidentenamt (Executive office of the President):

Abteilungen:

  • Haushaltsbüro (Office of Management and Budget) , das vor allem den Bundeshaushalt aufstellt

  • Büro des Weißen Hauses (White House Office). In ihm arbeiten persönliche Assistenten und Berater des Präsidenten
    (the president´s personal lawyer, the press secretary, the appointments secretary), sowie der Personalchef (Chief of Staff)
    Bei den Mitarbeitern handelt es sich meist um langjährige persönliche Freunde des Präsidenten oder aber um meist sehr angesehene Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens, die bei der kostspieligen Präsidentschaftswahl eine Schlüsselpostion gespielt haben.

  • der Rat der Wirtschaftsberater ( Council of Economic Advisers)
    Dieser wurde 1946 erstmals eingerichtet, um den Präsidenten mit wichtigen Informationen
    zur Wirtschaftsentwicklung im Land zu versorgen.
  • Nationale Sicherheitsrat : Koordinierungsorgan für alle mit der Verteidigungspolitik zusammenhängende Fragen
    ( neben dem Außenministerium zentraler Ort des außenpolitischen Entscheidungsprozesses)

Der Vizepräsident : (zur Zeit: Joe Biden, Stand März 09)

Er hat ausschließlich die Befugnisse, die ihm der Präsident zugesteht.

  • Vorsitz im Senat: Stimmrecht bei Stimmengleichheit
  • Vertretung des Präsidenten bei Missionen im Ausland
  • Nachfolger des Präsidenten, wenn dieser stirbt, zurücktritt oder abgesetzt wird.
Die Bedeutung, die dem Vizepräsidenten (Vice President) zukommt, ist abhängig vom jeweiligen Präsidenten.
So wurde Harry Truman in seiner kurzen Amtszeit als Vizepräsident von Januar 1945 an bis zum Tode des Präsidenten F. D. Roosevelt über so manche "key issues" vermutlich nur kaum oder nur unzureichend informiert. Dennoch ist seit 1960 eine Ausweitung der Aufgabenbereiche der Vizepräsidenten festzustellen. So war Lyndon Johnson unter Präsident J. F. Kennedy verantwortlich für das nationale Weltraumprogramm der USA und dem Vizepräsidenten Al Gore kamen unter Präsident Clinton wichtige Aufgabengebiete im Bereich Außenpolitik, Umweltschutz und der Rationalisierung des amerikanischen Regierungssystems zu.

Das Kabinett:

Mitglieder sind: Der Präsident, der Vizepräsident, ausgewählte hohe Beamte, persönliche Berater;
Das Kabinett ist ein rein beratendes Gremium. Die Exekutive ruht allein im Amt des Präsidenten.

Die Minister (Stand: Oktober 2010)

 

  • Arbeitsminister
  • Attorney General
  • Außenministerin
  • Bauminister
  • Bildungsminister
  • Energieminister
  • Finanzminister
  • Gesundheitsminister
  • Handelsminister
  • Heimatschutzminister
  • Innenminister
  • Kriegsveteranenminister
  • Landwirtschaftsminister
  • Verkehrsminister
  • Verteidigungsminister

Hilda Solis
Eric Holder
Hillary Clinton
Shaun Donovan
Arne Duncan
Steven Chu
Timothy F. Geithner
Kathleen Sebelius
Gary Faye Locke
Janet Napolitano
Ken Salazar
Eric Ken Shinseki
Thomas James Vilsack
Raymond H. LaHood
Robert Michael Gates


2. Die legislative Gewalt

Der amerikanische Kongress bildet die Legislative Gewalt. Er besteht aus zwei Kammern, nämlich aus dem Repräsentantenhaus und dem Senat.
Im Repräsentantenhaus verkörpert sich die Idee demokratischer Volkssouveränität, denn dieses ist vom Volk direkt gewählt und durch die Kürze der Amtsdauer(zweijährige Legislaturperiode) ist das Repräsentantenhaus zu ständigem Kontakt mit der Wählerschaft geradezu verpflichtet. Das Repräsentantenhaus gibt der jeweiligen öffentlichen Meinung des Landes Ausdruck.
Der Senat dagegen soll die Interessen der Einzelstaaten in die Entscheidungsprozesse der Bundespolitik miteinfließen lassen. Jeder Einzelstaat unabhängig von seiner Größe entsendet 2 Senatoren. Dieser Beschluss geht auf das Jahr 1787/88 zurück. Bis 1913 wurden die Senatoren gemäß Artikel VII auf sechs Jahre von den gesetzgebenden Körperschaften der Einzelstaaten gewählt. Seitdem werden die Senatoren direkt vom Volk für 6 Jahre gewählt. Um die Kontinuität der Arbeit in diesem wichtigen Verfassungsorgan zu gewährleisten, wird der Senat nicht in seiner Gesamtheit in regelmäßigen Abständen gewählt, sondern stattdessen müssen sich jeweils nur ein Drittel der Senatoren alle 2 Jahre einer Wiederwahl stellen.
(bzw. nach Ablauf des Mandats ausscheiden)

Während in Europa die Entscheidung über die Einkünfte und Ausgaben des Staates fast völlig auf die jeweiligen Regierungen übergegangen ist, konnte der US-Kongress erfolgreich seine "POWER OF PURSE" verteidigen. 1974 wurde das Congressional Budget Office eingerichtet, das den Kongressmitgliedern und Ausschüssen bei der Erstellung des Haushalts behilflich sein soll.
Bei der Gesetzgebung sind Senat und Repräsentantenhaus gleichberechtigt, d.h. jede Gesetzesvorlage bedarf der Zustimmung beider Kammern.

Das Repräsentantenhaus hat gegenüber dem Senat die Budgetinitiative, während der Senat eine Sonderstellung in der Exekutive hat, denn er wirkt bei der Besetzung von Stellen in der Bundesregierung und Verwaltung mit. Der Senat wirkt an der auswärtigen Politik durch die Bestätigung völkerrechtlicher Verträge mit. Internationale Verträge bedürfen einer 2/3 Mehrheit des Senats. (TREATY POWER). Die Vergangenheit hat allerdings gezeigt, dass die Exekutive diese Treaty Power des Senats oft umgeht, indem sie anstelle von Verträgen (treaties) sogenannte Regierungsabkommen (executive agreements) abschließt, die nicht der Senatsmitwirkung bedürfen. So verstand es Präsident Nixon exzellent auf diese Weise die legislative Kontrollfunktion auszuschalten. Außerdem wird die Treaty Power oft auch durch Geheimabkommen außer Kraft gesetzt. Man denke hierbei z. B. an die Abkommen von Jalta und Potsdam, die nie dem Senat zur Abstimmung vorgelegt worden sind. Ferner wirkt der Senat an der präsidentiellen Befugnis der Beamtenbestellung durch Bestätigung von Personalentscheidungen der Regierung mit. Verweigert der Präsident seine Unterschrift bei einer Gesetzesvorlage, so bedarf es einer Zweidrittelmehrheit des Kongresses, um diese rechtskräftig zu machen. Verfassungsänderungen bedürfen der 2/3 Mehrheit beider Häuser und zusätzlich der Ratifizierung von gesetzgebenden Körperschaften oder Verfassungskonventen von zumindest ¾ der Einzelstaaten.

Das Repräsentantenhaus besitzt die Budgethoheit und hat Ausgabenbewilligungsrecht. So konnte das Repräsentantenhaus in den 90er Jahren durch seine POWER OF PURSE eine zeitliche Befristung der Beteiligung der USA an der NATO Friedenstruppe in Bosnien auf 1 Jahr erwirken.
Seit 1974 verfügt der Kongress über ein parlamentseigenes Haushaltsbüro (Congressional Budget Office), in dem mehrere hundert Haushaltsexperten den Abgeordneten und Senatoren zuarbeiten und damit deren Chancen erhöhen, eine wirksame Kontrolle der Exekutive sowie alternative Konzepte in einzelnen Politikfeldern zu verwirklichen.
Neben der bereits oben erwähnten Power of Purse hat der Kongress noch eine dritte Machtbefugnis nämlich die WAR POWER: So verpflichtet die War Power Resolution aus dem Jahr 1973 den Präsidenten zur frühzeitigen Konsultation des Kongresses über Kriegshandlungen, der binnen sechzig Tagen die Einstellung nicht autorisierter Kampfhandlungen des Präsidenten erzwingen kann. Da der Präsident der Oberbefehlshaber der Streitkräfte ist, der Kongress allein aber nur das Recht der Kriegserklärung hat, sind Kompetenzüberschneidungen mit dem Präsidenten nicht verwunderlich. So wurde die War Power 1990/91 von Präsident Bush zumindest teilweise übergangen.

Die Vergangenheit hat gezeigt, dass sich Zeiten präsidentieller Herrschaft mit Perioden größeren Parlamentseinflusses abwechseln. Während Nixon während seiner Amtszeit eine präsidentielle Herrschaft ausübte und die Legislative terrorisierte, lag bei den Präsidenten Ford und Carter ein parlamentarisches Übergewicht vor, welches sich am Scheitern des Salt II-Abkommens wegen der Weigerung des Kongresses zeigte. Affairen, wie die Iran-Contra Affaire (Zweitrangige Präsidentenberater im Stab des Nationalen Sicherheitsrates hatten 1986/87 unrechtmäßig Waffen an das USA feindliche Regime in Teheran verkauft und den Erlös an antisandinistische Contra Rebellen in Nicaragua weitergeleitet) zeigen wiederum immer wieder Schwächephasen der Legislative auf. 1995/1996 geriet die USA wegen Verständigungsschwierigkeiten zwischen Legislative und Exekutive sogar an die Grenze der Zahlungsunfähigkeit.



3. Die Judikative
         (The Judiciary)


In den Vereinigten Staaten von Amerika wird die Judikative durch zwei richterliche Systeme repräsentiert.
Zum einen durch den ´SUPREME COURT´ sowie die ´LOWER FEDERAL COURTS´ und zum anderen durch die ´STATE COURTS´.

Der Supreme Court als der höchste Gerichtshof der Vereinigten Staaten hat das letzte Wort bei allen verfassungsrechlichen Fragen.
Er setzt sich zusammen aus 9 Richtern, dem sogenannten ´CHIEF Justice´ und acht ´ASSOCIATE JUSTICES´. Die Richter des Obersten Gerichtshofes der USA werden vom Präsidenten auf Lebenszeit ernannt und von einer Mehrheit im Senat bestätigt. Lediglich wenn sie sich eines Verbrechens schuldig gemacht haben, können sie ebenso wie der Präsident durch ein Impeachment Verfahren ihres Amtes enthoben werden.

Schnelleinstieg:

USA- Die Weltmacht

Außenpolitik
   
Konflikte und Krisen weltweit UN/Vereinte Nationen
Konflikte und Krisen weltweit Weltmacht USA
Konflikte und Krisen weltweit Die Supermacht Russland
Konflikte und Krisen weltweit Die Europäische Union
Konflikte und Krisen weltweit Lettland
Konflikte und Krisen weltweit Schweden
Konflikte und Krisen weltweit Spanien
Konflikte und Krisen weltweit Portugal
Konflikte und Krisen weltweit Türkei
Konflikte und Krisen weltweit Albanien/Serbien/Kosovo
Konflikte und Krisen weltweit Südamerika.
Krisen & Konflikte
Konflikte und Krisen weltweit Nord- und Südkorea
Konflikte & Krisen
Konflikte und Krisen weltweit Der Irak. Konflikte u.
Terroranschläge
Konflikte und Krisen weltweit Iran. Atomkonflikt
Konflikte und Krisen weltweit Arabisch-israelischer
Konfikt
Konflikte und Krisen weltweit Afghanistan
Konflikte und Krisen weltweit Konflikte in Afrika

- Millenniumgipfel 2010

- Somalia

Konflikte und Krisen weltweit Kontinent Asien
Krisen und Konflikte


- Sri Lanka
- Thailand
- Birma
- Kambodscha
- Tibet



Immer aktuelle
Download Materialien:

Aktuelle Materialien:


Aktuelles bei School-Scout.de

Effi Briest


Kopiervorlagen für den Unterricht in Sozialkunde - Weltgeschichte von der Antike bis heute
Weltgeschichte von der Antike bis heute
-Kopiervorlagen-




Park Körner
Verlag:

Kopiervorlagen für den Unterricht in Sozialkunde - Politik Jugendlichen leicht erklärt - Unser Wahlsystem
Neuorientierung
in Europa und der Welt
nach 1945

> weitere Materialien
von Park Körner


Buchtipps:




Landeskunde
UK/USA




Landeskunde
USA





Landeskunde
Great Britain /United States of USA




Englisch Landeskunde



American
Government




U.S. History I



U.S. History II






Unterrichtsmaterial Mathe Mathe Englisch Unterrichtsmaterial Englisch   Deutsch Unterrichtsmaterial Deutsch  Latein Unterrichtsmaterial Latein  Physik Unterrichtsmaterial/ Lernhilfen Physik  Biologie Unterrichtsmaterial/ Lernhilfen Biologie  Chemie Unterrichtsmaterial/Lernhilfen Chemie  Sozialkunde Unterrichtsmaterial Sozialkunde  Sozialkunde Unterrichtsmaterial Französisch 



  © www.schule-studium.de

  -> Unterrichtsmaterial



       Stark Verlag. Lernhilfen und Übungsmaterial STARK GESAMTVERZEICHNIS

       Mentor Verlag. Lernhilfen und Übungsmaterial Mentor Gesamtverzeichnis

       Gesamtverzeichnis.  Lernhilfen und Übungsmaterial Lernhilfen Gesamtverzeichnis

Die Verlagsplattform für das Schulwesen
Unterrichtsmaterialien wie Kopiervorlagen, Stundenblätter, Arbeitsmittel, fertige Unterrichtsstunden, Lernhilfen, Interpretationen, Lektüren, Unterrichtsfilme, Lehrmittel und vieles mehr...

Surftipp: Besuchen Sie doch auch folgende Webseiten:

Eventportal  
Englisch Lektüren
Interpretationshilfen
Mathe Unterrichtsmaterial
Englisch Unterrichtsmaterial
Deutsch Unterrichtmaterial

:
:
:
:
:
:
www.parties-und-events.de
www.english-readers.de
www.interpretationshilfen.de
www.mathe-unterrichtsmaterial.de
www.englisch-unterrichtsmaterialien.de
www.deutsch-unterrichtsmaterialien.de