| Krieg in der Ukraine (Juli 2025)
Erbitterte Kämpfe trotz Bemühungen um eine Waffenruhe |
| Eine Chronologie der Ereignisse von den Anfängen bis jetzt ... |
31.07.2025 Die Ukraine berichtet erstmals von nordkoreanischen Schützenpanzern mit dem Panzerabwehrraketen-System Bulsae 4 an der Front. Der ukrainische Militärgeheimdienst berichtet von einem erfolgreichen Angriff gegen einen russischen Luftwaffenstütz-punkt im hohen Norden bei Murmansk am 25. Juli. Bei dem Angriff sollen zwei russische Überschallbomber vom Typ Tupolew Tu-22M schwer beschädigt worden sein. Das ukrainische Militär berichtet zudem von schweren russischen Angriffen in der Region um Kurachowe in der Oblast Donezk im Osten des Landes. Die Angriffe seien aber allesamt abgewährt worden, wie es heißt. Nach ukrainischer Darstellung wurden während der Kämpfe mindestens acht russische Panzer und zwölf Schützenpanzer zerstört. 30.07.2025 Medienberichten zufolge hat Russlands Armee mit Piwdenne ein weiteres Dorf in der Region Donezk unter seine Kontrolle gebracht. Der Ort liegt in der Nähe der Stadt Torezk. Offenbar hat Russland auch erste Vorstöße in Richtung Torezk unternommen. Schwere Kämpfe werden auch aus der benachbarten Siedlung Niu Jork gemeldet. Bereits in der vergangenen Woche hatte Russlands Armee eine Reihe ukrainischer Dörfer in der Region Donezk eingenommen. Der Ukraine fehlen nach eigenen Angaben nach wie vor Waffen und Munition. Daher drängt Kiew auch bei seinen westlichen Partnern vehement auf mehr Waffenlieferungen. Nach Angaben des ukrainischen Finanzministers kostet jeder Kriegstag die Ukraine umgerechnet mehr als 120 Millionen Euro. Die derzeitigen monatlichen Kosten für den Sicherheits- und Verteidigungsbereich bezifferte der Finanzminister Serhij Marchenko in einem Interview mit der Agentur RBK-Ukraine auf umgerechnet über 3,7 Milliarden Euro. Aktuell fehlen im Haushalt für 2024 umgerechnet über elf Milliarden Euro. Daher denkt die Ukraine über Steuererhöhungen nach. Angedacht ist beispielsweise eine Erhöhung der bereits 2014 eingeführten, zusätzlich zur Einkommenssteuer zu zahlenden Militärabgabe von 1,5 auf 5 Prozent. Auch sollen eventuell Auto- und Schmuckkäufe mit 15 beziehungsweise 30 Prozent Militärabgabe belegt werden, so die Überlegung. Gut die Hälfte des ukrainischen Staatshaushalts wird derzeiti mit ausländischen Krediten und Hilfsgeldern finanziert. Selenskyj hat die westlichen Partner der Ukraine erneut um weitere Flugabwehr-Systeme gebeten, um einen wirksamen Schutzschirm gegen die ständigen russischen Raketen- und Luftangriffe aufzubauen. Auch wartet Kiew auf das Eintreffen der von ausländischen Partnern versprochenen Kampfflug-zeuge vom Typ F-16. In Kürze wird mit der Ankunft der ersten F-16 Kamflugzeugen aus den Niederlanden als auch Dänemark gerechnet. Auch Belgien und Norwegen haben der Ukraine Kampfjets zugesagt. Zudem hat die Ukraine weitere acht Leopard-Panzer 1A5 aus Deutschland und Dänemark erhalten. Auch wurden der Ukraine offenbar zwei weitere Bergepanzer sowie größere Munitionsmengen für den Flakpanzer Gepard aus Bundeswehr- und Industriebeständen übergeben. Dies geht aus der Auflistung der Bundesregierung über die militärische Unterstützung für die Ukraine hervor. Aus den USA erhält die Ukraine ein weiteres Paket an Soforthilfe im Umfang von 200 Millionen Dollar. Darin enthalten sind offenbar Raketen für Flugabwehr- und Artilleriesysteme sowie Waffen zur Panzerabwehr. Nach Angaben des Pentagon ist ein weiteres Hilfspaket im Wert von 1,5 Milliarden Dollar in Vorbereitung. 23.07.2025 Die Autorin und neue EU-Abgeordnete Sibylle Berg hat die geplante Ukraine-Unterstützung nach einer Abstimmung des EU-Parlaments in einem Post auf ´X´ scharf mit polemischen Worten kritisiert. Die EU- und Nato-Staaten hatten in der Sitzung des EU Parlaments beschlossen, mindestens 0,25 Prozent ihres BIP für die militärische Unterstützung der Ukraine aufwenden zu wollen. Offenbar geht es hierbei um eine Summe von 125.000.000.000 Euro. Allerdings kann das EU Parlament den Mitgliedsstaaten mit so einem Entschließungsantrag auch keine Haushaltsmaßnahmen verpflichtend vorschreiben. d.h. ob die EU-Staaten tatsächlich 0,25 Prozent ihres BIP für ukrainische Militärhilfen bereitstellen - eine Forderung der EVP-Fraktion vom April 2024 - muss primär jede Regierung innerhalb der Euroäischen Union für sich entscheiden. 13.07.2025 Kreml-Sprecher Peskow hat den USA, Deutschland, Frankreich und Großbritannien eine direkte Beteiligung "am Konflikt rund um die Ukraine" vorgeworfen und die Stationierung von Langstreckenwaffen in Europa durch die USA aufs Schärfste kritisiert. Die USA wollen von 2026 an in Deutschland wieder Waffensysteme wie den Marschflug-körper vom Typ Tomahawk mit einer Reichweite von bis zu 2.500 Kilometern stationieren, welche weit bis nach Russland reichen und theoretisch auch nuklear bestückt werden könnten. Zudem sollen von 2026 an auch Luftabwehrraketen vom Typ SM-6 und neu entwickelte Hyperschallwaffen in Deutschland stationiert werden. Russland und China reagierten verärgert auf die Ankündigung.
Bei dem verheerenden Angriff russischer Raketen und Marschflugkörper auf die ukrainische Hauptstadt Kiew am Montag kamen nach letzter Zählung der städtischen Militärverwaltung 31 Menschen ums Leben. 117 weitere wurden verletzt. Ein Marschflugkörper vom Typ CH-101, der wohl in Russland abgefeuert wurde, hat den Berichten zufolge schwere Schäden an einem Kinderkrankenhaus angerichtet. Bei dem Angriff sollen zwei Menschen ums Leben gekommen sein, darunter eine Ärztin. Alle 600 dort stationär behandelten Kinder wurden in andere Gesundheitseinrichtungen gebracht. Die russische Darstellung sieht etwas anders aus. Denn nach Darstellung des Außenministeriums in Moskau löste ein Geschoss eines ukrainischen Boden-Luft-Raketenabwehr-systems die verheerende Zerstörung aus. Dabei soll es sich um ein System des Typs NASAMS handeln. Dieses ist ein modernes Boden-Luft-Raketenabwehrsystem, das die USA zusammen mit Norwegen entwickelt haben. Der ukrainische Militärgeheimdienst SBU spricht wiederum von Beweisen, dass es sich um einen direkten Treffer gehandelt habe. ZU diesem Schluss kommt der SBU nach erster Analyse der Flugbahn und der Art des verursachten Schadens. 06.07.2025 Veränderte Taktik Russlands, Stellungskrieg Die russische Armee hat ihre Taktik verändert. Sie verwendet derzeit weniger gepanzerter Fahrzeuge und Kampfpanzer und setzt mehr auf Angriffe mit einfachen Motorrädern. Der Westen vermutet, dass Russland derzeit die Fahrzeuge bewusst zurückhält, um damit "im entscheidenden Moment Durchbrüche zu erzielen". Insbesondere im Donbass, im Raum zwischen den Städten Pokrowsk und Kostjantyniwka und in Kupjansk versucht die russische Armee ihre Stellungen zu erweitern. In der Region Sumy, im Norden der Ukraine, ist der russische Vormarsch dem Anschein nach vollständig zum Erliegen gekommen. Russlands Plan bis auf etwa 20 Kilometer an die Großstadt Sumy heranzukommen und sie von dort mit Drohnen und Artillerie zu beschießen, scheint gescheitert. Das Tempo der russischen Vorstöße entlang der gesamten, mehr als 2000 Kilometer langen Front hat sich deutlich verlangsamt. weitere Informationen (Ukraine Krieg Juni 2025)>> |
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| Linkverweise: Habsburgs Ukraine (welt.de) |
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