30.08.2025
Donbass weiter hart umkämpft
Aus ukrainischer Sicht plant Russland trotz laufender Friedensbemühungen eine weitere große Offensive im ostukrainischen Industriegebiet Donbass. Pokrowsk gilt als wichtiger logistischer Knotenpunkt. Daher zählt die Region rund um die Stadt zu den am heftigsten umkämpften Gebieten in der Ukraine.
Im Gebiet Saporischschja kam nach Behördenangaben bei russischen Raketen- und Drohnenangriffen ein Mensch ums Leben und 22 weitere wurden verletzt. Die ukrainische Flugabwehr meldete am Samstagmorgen, dass Russland insgesamt mit 537 Drohnen, 37 Marschflugkörpern und neun ballistischen Raketen angegriffen habe. Der ukrainische Präsident forderte harte Maßnahmen gegen alle, welche die russische Armee finanzierten. Ihm geht es vor allem um weitere Sanktionen gegen den Banken- und Energiesektor Russlands.
17.08.2025
Friedensverhandlungen in Alaska
Spitzentreffen zwischen den USA und Russland
Der Austragungsort des Gipfels in Alaska hat historische Symbolkraft und ist wohl nicht zufällig gewählt. Von 1799 bis 1867 gehörte die Russisch-Amerikanische Kompanie zum Zarenreich, bis sie nach dem teuren und verlustreichen Krimkrieg für 7,2 Millionen Dollar an die USA verkauft wurde, sehr zum Bedauern Russlands aus heutiger Sicht. Nur 90 Kilometer trennen Alaska von Sibirien.
Nach dem Treffen von US Präsident Trump mit Russlands Machthaber Wladimir Putin ist man in Europa irritiert. Statt einer beidseitigen Waffenruhe streben die USA und Russland nun erklärterweise gleich ein dauerhaftes Kriegsende an.
Die Ukraine und ihre Verbündeten in Europa fordern aber eine Waffenruhe als dringende Voraussetzung für Verhandlungen zu einem dauerhaften Frieden, denn ansonsten könnte Russland während der Friedensverhandlungen an der Front weiter Fakten schaffen. Schon jetzt kontrolliert Russlands Armee bereits etwa 20 Prozent der Ukraine und rückt im Osten immer weiter vor.
Zentraler Streitpunkt bei den Verhandlungen um ein Kriegsende ist, dass die Ukraine Gebiete an Russland abgeben soll, was sie allerdings ablehnt. Neben der bereits seit 2014 besetzten Halbinsel Krim beansprucht Moskau auch die Gebiete Luhansk, Donezk, Cherson und Saporischschja für sich.
Die Ukraine und ihre europäischen Verbündeten bestehen für ein Abkommen auf zuverlässige Sicherheitsgarantien. Damit soll vermieden werden, dass die Ukraine womöglich schon bald territoriale Zugeständnisse macht und unter Umständen irgendwann erneut von Russland angegriffen wird.
Auch fürchtet die Ukraine als angegriffenes Land nicht in die Verhandlungen einbezogen und bei einem Deal übergangen zu werden.
Westliche Medien hierzulande bezeichneten das Spitzentreffen als "viel Lärm um nichts" und als reine Luftnummer, weil konkrete Ergebnisse ausblieben. NIchtsdestotrotz waren die Geschehnisse in Anchorage (Alaska) wohl eine Inszenierung zugunsten Russlands, weil Putin zeigen konnte, dass er zurück auf internationaler politischer Bühne ist - und das, obwohl es einen internationalen Haftbefehl gegen ihn gibt.
Putin schlug US Präsident Trump ein nächstes Treffen in Moskau vor - ohne konkrete Zusage oder Absage Trumps.
Am Montag möchte Trump sich nun mit Selensky im Weißen Haus treffen. Ihr letztes Gespräch dort endete allerdings mit einem Eklat. Daher wird der ukrainischen Präsident Wolodymyr Selenskyj wohl auch viel Verstärkung aus Europa mitbringen – darunter Kanzler Friedrich Merz (CDU), EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und Nato-Generalsekretär Mark Rutte.
US Präsident Trump sieht sich in
der Rolle des Vermittlers, er will Friedensstifter werden. Zugleich ist er allerdings auch Geschäftsmann, wie man weiß. Möglicherweise ist es seine Überlegung, nach Beendigung des Krieges und dem Wegfall der Sanktionen gegen Russland gute Geschäfte mit der Rohstoffgroßmacht machen zu können.
01.08.2025
Erneute Angriffe auf Kiew, 2 weitere
deutsche Patriot-Luftabwehrsysteme für die Ukraine
US-Präsident Trump hat Moskaus erneuten Angriff auf Kiew mit zahlreichen Toten als "widerwärtig" verurteilt. Die Zahl der Todesopfer der vorangegangenen Angriffe in Kiew ist derweil auf 31 gestiegen. Unter den Opfer sind Medienberichten zufolge auch fünf Kinder. Bei einem Raketenangriff war ein ein neunstöckiges Wohnhaus getroffen worden. 159 Menschen hatten den Berichten zufolge bei den Angriffen auf Wohnhäuser Verletzungen erlitten. Die Bundeswehr beabsichtigt der Ukraine für ihre Verteidigung in den kommenden Tagen zwei weitere Patriot-Luftabwehrsysteme zu liefern.
US-Präsident Trump hatte Moskau am Dienstag eine neue Frist von zehn Tagen zur Beendigung des Ukraine-Kriegs gesetzt und andernfalls mit Sanktionen gedroht.
Der Kreml zeigt sich jedoch unbeindruckt. EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas forderte angesichts der anhaltenden russischen Angriffe mehr Waffen für die Ukraine und härtere Sanktionen gegen Russland. Diese, so die Außenbeauftragte, seien der schnellste Weg zur Beendigung des Krieges.
weitere Informationen (Ukraine Krieg Juli 2025)>>
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