> Wirtschaftliche Kennzahlen zur Ukraine
Interessenkonflikt zwischen der USA/EU und Russland
28.12.2025
Fortsetzung der Friedensverhandlungen
Der ukrainische Präsident Selenskyj trifft am heutigen Sonntag erneut seinen US-Kollegen Trump, um über ein mögliches Kriegsende zu verhandeln - allerdings ohne Russland. Ein Knackpunkt der Verhandlungen sind weiterhin Gebietsabtretungen. Bislang hat der ukrainische Präsident die auch von US Präsident Trump geforderten Abtretungen jener Teile im Gebiet Donezk, die Russland bisher nicht kontrolliert, vehement abgelehnt. Kernthema sind wohl die von der Ukraine geforderten Sicherheitsgarantien für den Fall eines Waffenstillstands, um vor einem neuen russischen Angriff dauerhaft geschützt zu sein. Den Angaben zufolge möchte Selenksy auch über Investitionen für einen Wiederaufbau der Ukraine nach Beendigung des Krieges sprechen. Für den Wiederaufbau müssten wohl bis zu 800 Milliarden US-Dollar (679 Milliarden Euro) aufgebracht werden, die in Form von Fonds zur Verfügung gestellt werden sollten. Viele Vebündete der Ukraine haben Selenskyj vor seinem Treffen mit Trump bei einer Telefonschalte demontrativ den Rücken gestärkt.
Die elf Staats- und Regierungschefs aus Europa und Kanada sowie die Spitzen von Nato und der EU sicherten der Ukraine erneut ihre volle Unterstützung zu. Selenskyj lehnt bislang einen Rückzug seiner Truppen aus dem Donbass ab.
Unterdessen warf Russlands Präsident Putin Selenskyj in einem vom Kreml am Samstagabend veröffentlichen Videoclip vor, kein Interesse an einem Friedensabkommen zu haben. Auch drohte der Kremlchef damit, den Donbass wenn nötig auch militärisch einverleiben zu können.
Nach der Eroberung von Siwersk im Norden von Donezk scheinen russische Truppen an der gesamten Frontlinie auf dem Vormarsch zu sein - so behauptet dies zumindest Russland. So sollen de Städte Myrnohrad im Gebiet Donezk und Huljajpole im Gebiet Saporischschja erobert worden zu sein. Der ukrainische Generalstab dementierte am Samstagabend aber die Kreml-Berichte und stellte stattdessen klar, dass die Städte weiter umkämpft seien.
25.12.2025
Einnahme der Stadt Siwersk
Russische Soldaten haben dem Anschein nach die Stadt Siwersk im Osten der Ukraine erobert. Berichten zufolge haben sich ukrainische Einheiten aus der Stadt zurückge-zogen. Die Stadt gilt als strategisch bedeutend, weil sie Teil einer Verteidigungslinie ist, welche den letzten großen Ballungsraum im Donbass schützt, der von ukrainischen Soldaten gehalten wird. Militärexperten zufolge könnten russische Einheiten nun in Richtung der Städte Slowjansk
und Kramatorsk vorrücken.
Am Vorabend vor Weihnachten hatte Russland
die Ukraine Berichten zufolge mit Hunderten Shahed-Drohnen, ballistischen Raketen und Kinschal-Hyperschallwaffen angegriffen. Die Ukraine feiert anders als in früheren Jahren Weihnachten offiziell nach westlichem Brauch zum 24. Dezember. Viele ukrainische Christen halten jedoch noch an der orthodoxen Tradition fest, Weihnachten wie in Russland zum 7. Januar zu feiern.
19.12.2025
Die EU debattiert seit Tagen um die künftige Finanzierung der Ukraine Hilfen. Die Pläne der EU-Kommission sehen vor, in der EU eingefrorenes Vermögen der russischen Zentralbank für Kredite an die Ukraine zu nutzen. Auch Bundeskanzler Friedrich Merz spricht sich dafür aus, dass das in der EU eingefrorene russische Vermögen in Form von Darlehen an die Ukraine weitergereicht wird, doch Belgien sieht Risiken und fordert daher Garantien. In Belgien wird offenbar der Großteil der russischen Vermögenswerte vom Finanzdienstleister Euroclear verwaltet. (185 Mrd.) Weitere rund 25 Milliarden Euro sollen bei anderen Finanzinstituten in Frankreich, Belgien, Deutschland, Zypern, Schweden und Luxemburg liegen.
Beim bevorstehenden EU-Gipfel soll es eine Entscheidung zur Nutzung russischen Staatsvermögens für die Ukraine geben. Italiens Ministerpräsidentin Giorgia Meloni warnt vor möglichen rechtlichen
Risiken und Putin kündigt bereits Gegenmaßnahmen an.
Bei einem jährlichen Treffen mit ranghohen Militärvertretern kündigte der russische Präsident zudem an, im Falle des Scheiterns der derzeitigen Friedensgespräche seine Gebietsgewinne in der Ukraine ausweiten zu wollen.
9.12.2025
Seit Wochen wird intensiv um einen Friedensplan gerungen, doch die Ukraine lehnt Gebietsabtretungen an Russland weiter kategorisch ab. Bei einem Treffen am Montag in London kamen erneut der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj mit dem britischen Premierminister Keir Starmer, Frankreichs Präsident Emmanuel Macron und Bundeskanzler Friedrich Merz zusammen, um über den von den USA vorgelegten Friedensplan zu beraten. Erneut sicherte die EU der Ukraine umfänglichen Rückhalt zu.
4.12.2025
Während die USA und die Ukraine weiter über Eckdaten
eines Friedensplans sprechen, hat Präsident Putin offenbar aus Verärgerung über gezielte ukrainische Angriffe auf Tanker der sogenannten Schattenflotte Russlands mit weiteren Eroberungen insbesondere im Süden der Ukraine gedroht. Gegenüber dem Fernsehsender India Today sagte er bei seinem zweitägigen Staatsbesuch in Indien, dass der Donbass und "Neurussland" auf jeden Fall an Russland fallen würden. Der Begriff "Neurussland" wurde während der Expansion des Zarenreichs im 18. Jahrhundert geprägt und umfasst die heutigen ukrainischen Gebiete Saporischschja und Cherson sowie die Gebiete Mykolajiw und Odessa, die Russland bis jetzt weder erobern noch annektieren konnte. Putin äußerte sich auch zu dem Treffen mit den US-Unterhändlern Steve Witkoff und Jared Kushner am Dienstag in Moskau und lobte in diesem Zusammenhang auch die Vermittlungsversuche von US-Präsident Donald. Gleichzeitig stellte er aber klar, dass Moskau nicht mit allen Punkten des vorgestellten US-"Friedensplans" einverstanden sei.
US-Medienberichten zufolge wollen die US-Unterhändler Witkoff und Kushner heute (Ortszeit) mit den ukrainischen Unterhändlern in Miami (Florida) zusammenkommen ünd diese über ihren Besuch im Kreml unterrichten.
weitere Informationen (Ukraine Krieg November 2025)>>
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