Euro-Land Spanien
Politische Krisen/Konflikte & Hintergrundinfos


Spanien

11. Juni 2018

Im Streit um das Rettungsschiff "Aquarius" zeichnet sich überraschend eine Lösung ab. Spaniens neuer sozialistischer Regierungschef Pedro Sánchez hat sich bereit erklärt, das Rettungsschiff "Aquarius" mit 629 Flüchtlingen an Bord einlaufen zu lassen, um eine drohende humanitäre Katastrophe zu verhindern. Zuvor hatten sich Italien und Malta fast zwei Tage lang geweigert, das Schiff anlegen zu lassen, denn beide Länder sahen jeweils die andere Seite in der Verantwortung.

An Bord des Rettungsschiffs sind offenbar auch 123 unbegleitete Minderjährige, elf kleine Kinder sowie sieben Schwangere.

Maltas Regierungschef Joseph Muscat hatte dem neuen italienischen Ministerpräsidenten Giuseppe Conte mitgeteilt, dass sich Malta mit seiner Weigerung zur Aufnahme der Flüchtinge entsprechend internationaler Verpflichtungen verhalte und dass Italien in der Verantwortung sei. Schließlich werde der Rettungseinsatz von der Seenot-Rettungsleitstelle in Rom aus koordiniert.

Das UN-Flüchtlingshilfswerk UNHCR, die EU-Kommission und die Bundesregierung hatten Italien und Malta zuvor eindringlich aufgerufen, die auf dem Schiff ausharrenden Menschen rasch aufzunehmen und sowohl internationalem Recht als auch ihrer humanitären Verantwortung gerecht zu werden.



06. Juni 2018

In Spanien hat Premier Sanchez sein neues Kabinett vorgestellt. In seiner Regierungsmannschaft setzt der Sozialistenchef auf Pro-Europäer und auf eine deutlich stärkere Einbeziehung von Frauen. Die Zahl der Ministerien wurde von bisher 13 auf jetzt 17 erhöht. Dem neuen Kabinett werden elf Frauen und lediglich sechs Männer angehören.
Neuer Außenminister soll der frühere Präsident des Europäischen Parlaments, Josep Borrell, werden.

Nadia Calviño, die derzeit noch Generaldirektorin für den EU-Haushalt in Brüssel ist, soll das Wirtschaftsministerium übernehmen.

Die Spanische Arbeiterpartei Partido Socialista Obrero Español (abgekürzt PSOE) verfügt allerdings nur über 84 der 350 Parlamentssitze. Daher muss sich die neue Regierung um Unterstützung aus anderen politischen Lagern bemühen.

Josep Borrell Außenministerium
(zuvor Präsdent des Europäischen Parlaments)
Nadia Calviño Wirtschaftsministerium
(zuvor Generaldirektorin für den EU Haushalt)
María Jesús Montero Finanzministerium
Pedro Duque Wissenschaftsministerium
(zuvor Astronaut)
Carmen Calvo Ministerium für Gleichberechtigung
(stellvertretende Regierungschefin)

Von 2004 bis 2011 Kulturministerin in der sozialistischen Regierung von José Luis Rodríguez Zapatero 

Am Donnerstag den 7. Juni werden die Mitglieder des neuen Kabinetts vor König Felipe VI. den Amtseid ablegen.


2. Juni 2018
Am Samstag ist der neue sozialistische Ministerpräsident Pedro Sánchez von König Felipe VI als Ministerpräsident vereidigt worden.
Die Zeremonie bei der Vereidigung von Pedro Sánchez zum neuen Ministerpräsidenten sorgte für einigen Gesprächsstoff, weil zum ersten Mal in der Geschichte des eigentlich so katholisch geprägten Landes keine Bibel und kein Kruzifix neben dem Verfassungstext lagen.

1. Juni 2018
Der konservative Premier Mariano Rajoy ist am Freitag mit einem Misstrauensvotum im Parlament zu Fall gebracht worden. Nachfolger wird der Chef der Sozialisten Sanchez. Er ist der siebte Ministerpräsident des Landes seit dem Ende der Franco-Diktatur 1975 - und zugleich der erste, der ohne Parlamentswahl an die Macht gekommen ist.


KATALONIEN KONFLIKT

2. Juni 2018
Katalonien erhält erstmals seit Monaten wieder eine eigenständige Regionalregierung. In Barcelona ist das Kabinett von Regionalpräsident Torra vereidigt worden. Zugleich endet damit auch die Zwangsverwaltung durch Madrid.

Im Regierungspalast von Barcelona nahm der neue Regionalchef Quim Torra seinen 13 Ministern - sechs Frauen und sieben Männern - den Amtseid ab. Eine erste Kabinettsliste Torras hatte die Zentralregierung in Madrid jedoch abgelehnt. So sollten ursprünglich Hordi Turull und Josep Rull als Regierungsmitglieder nominiert werden, die aber beide derzeit in Madrid in Haft sitzen. Comín und Lluis Puig, waren nach Belgien geflohen - zusammen mit dem ehemaligen Regionalpräsidenten Carles Puigdemont, der sich zur Zeit in Berlin aufhält. 


18. Oktober 2017
Nach der Inhaftierung zweier Anführer der katalanischen Unabhängigkeitsbewegung sind etwa 200.000 Menschen aus Protest auf die Straße gegangen. Die Spannungen zwischen der spanischen Zentralregierung und den Separatisten in Barcelona hat sich deutlich verschärft.

Zum Protest hatten die Bürgerinitiative Katalanische Nationalversammlung (ANC) und der Kulturverein Omnium Cultural aufgerufen. Den beiden Präsidenten dieser einflussreichsten separatistischen Organisationen, Jordi Sànchez und Jordi Ciuxart wird "aufrührerisches Verhalten" vorgeworfen. Den beiden drohen nun Haftstrafen von bis zu 15 Jahren. Der Sprecher der Regionalregierung Kataloniens, Jordi Turull, bezeichnete die Inhaftierung der Aktivistenführer als "demokratische Schande".

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Zahlenbilder Zahlenbilder Zahlenbilder
Sezession aus völkerrechtlicher Sicht (11/2017) Die Verfassung Spaniens (11/2017) Regionalismus in Spanien (11/2017)



17. Oktober 2017
In Barcelona sind Zehntausende Menschen wegen die Inhaftierung zweier Aktivisten der Unabhängigkeitsbewegung auf die Straße gegangen, um ihren Unmut und ihre Solidarität für die Inhaftierten zum Ausdruck zu bringen.

Die zwei federführenden Organisationen in Spanien, welche die Unabhängigkeit Kataloniens zum Ziel haben sind der Òmnium Cultural und der ANC.

Òmnium Cultural ist eine Organisation, welche sich schon seit der Zeit
der Franco-Diktatur dafür einsetzt, die katalanische Sprache und Kultur zu fördern - und die seit fünf Jahren offen für die Unabhängigkeit eintritt.
Nach eigenen Angaben hat die Organisation rund 70.000 Mitglieder und ein Jahresbudget von rund viereinhalb Millionen Euro.

Der Assemblea Nacional Catalana (ANC) ist eine mächtige Bürgerinitiative, die in Gemeinden, Stadtteilen und Landkreisen präsent ist und die wohl über 30.000 aktive Mitglieder hat.


10. Oktober

Der Chef der Regionalregierung Carles Puigdemont hat nun auf die Androhungen aus Madrid reagiert und ist erst einmal zurückgerudert.

Er hat zwar die Unabhängigkeitsbestrebungen Kataloniens untermauert, aber zugleich die Abspaltung von Spanien noch ausgesetzt. Zuvor möchte er in einen Dialog mit der Zentralregierung in Madrid treten.
Der Chef der Regionalregierung hat damit eine weitere Zuspitzung der Krise erst einmal abgewendet und möglicherweise seine eigene Festnahme vorerst vermieden.

hat eine weitere Zuspitzung der Krise - und möglicherweise seine eigene Festnahme - vorerst vermieden.

Spaniens Ministerpräsident Rajoy setzt Kaloniens Regierungschef Puigdemont eine Frist, bis zur der er zur Rechtmäßigkeit zurückzukehren und den Normalzustand der Institutionen wiederherzustellen hat. Bis Montag, den 16. Oktober soll sich Kataloniens Regierungschef Puigdemont nun erklären, ob er die Unabhängigkeit tatsächlich ausgerufen hat oder nicht. Rajoy droht der katalonischen Regierung damit, den Artikel 155 anzuwenden, wenn sich die Region tatsächlich für unabhängig erklärt.

Artikel 155 erlaubt es der Zentralregierung das Regionalparlament aufzulösen, Politiker abzusetzen und die Kontrolle über die lokale Polizei zu übernehmen.

Die Europäische Union ist wegen der Unabhängigkeitsbewegungen in Katalonien tief besorgt.

EU Kommissionschef Jean-Claude Juncker befürchtet, dass die Abspaltung der Region Katalonien von Spanien zum Vorbild für andere Regionen in EU-Ländern werden könnte und die Union sich so in einen Flickenteppich von Kleinstaaten verwandeln könnte.


1. Oktober 2017
Die katalanische Bevölkerung hat sich bei dem Referendum am 1. Oktober für ihre Unabhängigkeit ausgesprochen.

Die autonome Region Katalonien mit ihren 7,5 Mio Einwohnern fühlt sich von der Zentralregierung in Madrid gegängelt und wirtschaftlich ausgenutzt. Die Katalonier sind stolz auf ihre Kultur und Sprache und machen etwa 16 % der Gesamtbevölkerung Spaniens aus.

Auf Katalonien entfällt rund ein Fünftel der spanischen Wirtschafts-leistung und rund ein Viertel der Exporte. Nach dem Wahlausgang ist Spaniens Regierung tief besorgt. Bereits im Vorfeld hatte man eine Abspaltung Kataloniens als verfassungswidrig erklärt und vor einem Verlust der EU-Mitgliedschaft und des EURO gewarnt. Aber auch das hat die Einwohner Kataloniens offensichtlich nicht abgeschreckt.


Unabhängigkeitsbestrebungen in Katalonien, Oktober 2017
Unabghängigkeitsbestrebungen in Katalonien (Spanien), Okt. 2017


Spaniens wirtschaftliche Lage im Überblick:

Jahr 2009 2010 2011
Jugendarbeitslosen-
quote
37,8% 41,6% 46,4%
Arbeitslosenquote 18,0% 20,1% 21,7%
Inflationsrate -0,2% 2,0% 3,1
Wirtschaftswachstum -3,7% -0,1% 0,7%
Schuldenstand (im Verhältnis zum BIP) 53,9% 61,2% 68,5%
Staatsdefizit -11,2% -9,3% -8,5%
Handelsbilanzsaldo (in Mrd. €) -47,2 -54,8 -47,2

Quelle: Eurostat


Jahr 2012: Januar
Februar März April
Inflationsrate 2,0% 1,9% 1,8% 2,0%
Arbeitslosenquote 23,5% 23,8% 24,1% 24,3%
Jugendarbeitslosigkeit 50,3% 50,9% 51,1% 51,5%


Durchschnittliches Nettoeinkommen:

2009 2010
1246 Euro* 1229 Euro*

* Nettoäquivalenzeinkommen, entspricht dem Haushaltsnettoeinkommen geteilt durch die gewichtete Zahl der Personen im Haushalt (zum Vergleich: Der deutsche Wert für 2010 lag mit 1789 Euro mehr 500 Euro höher als der spanische Wert)

Der Anteil der armutsgefährdeten Bevölkerung - der Anteil der Bevölkerung der über weniger als 60 Prozent des nationalen Durchschnittseinkommens verfügt -
lag nach Eurostat 2010 bereits bei 25,5%.


Spanisches Rentensystem:

Gesetzliches Renteneintritts-
alter
tatsächliches Renten-eintrittsalter*
Beitragsjahre
für vollen Rentensatz*
Rentensystem
65

Männer: 61,4 / Frauen: 63,1



35
verdienst-abhängige Rente
  Stand: Sept. 2010; * Quelle: OECD

Anteil der Wirtschaftsektoren am BIP
  Primärer Sektor Sekundärer Sektor Tertiärer Sektor
1985 6% 37% 57 %
1994 4 % 31 % 65%
2004 3% 29% 67%

Quelle: Fischer Weltalmanach, Jahrgänge 1992, 1997 (1996), 2007
Hinweis: Die Daten der Originalquelle addieren sich 2004 lediglich zu 99%

Anteil der Erwerbstätigen in den Wirtschaftsektoren
  Primärer Sektor Sekundärer Sektor Tertiärer Sektor
2004 5,7 % 30,8% 63,6 %

Quelle: Fischer Weltalmanach
Hinweis: Die Daten der Originalquelle addieren sich 2004 zu 100,1%



Primärer Sektor:
Landwirtschaft, Forstwirtschaft, Fischerei (Bergbau)

Sekundärer Sektor:
Industrie, Handwerk, Energiewirtschaft, Baugewerbe, Energie- und Wasserwirtschaft, produzierendes Gewerbe

Tertiärer Sektor
: Dienstleistungen




Spaniens Staatshaushalt :
Refinanzierungsbedarf in den nächsten 10 Jahren


Wann Spaniens Staatsanleihen fällig werden :
2011 128,3 Mrd. Euro
2012 73,7 Mrd. Euro
2013 66,2 Mrd. Euro
2014 46,9 Mrd. Euro
2015 37,9 Mrd. Euro
2016 19,5 Mrd. Euro
2017 30,9 Mrd. Euro
2018 17,0 Mrd. Euro
2019 28,8 Mrd. Euro
2020 23,5 Mrd. Euro

Spanien - ein wirklicher EU Wackelkandidat ??

Diese Beträge müssten in den folgenden Jahren zu einem vermutlich etwas höheren Zinssatz (derzeit ca. 4,5%) refinanziert werden.


Interessante Artikel der Tagesschau zusammengefasst:

Heftige Krawalle bei Protesten in Madrid (26.04.2013)
In Spaniens Hauptstadt Madrid ist es wieder zu heftigen Protesten gegen
die Sparpolitik der Regierung gekommen. Demonstranten stießen die Absperr-gitter zum Parlament um und bewarfen Beamte mit Steinen, Böllern, Flaschen und anderen Objekten. Mindestens 14 Angehörige des Sondereinsatz-kommandos der Polizei sind dabei verletzt worden. Unbekannte Gruppen in sozialen Netzwerken hatten dazu aufgerufen, das Parlament bis zum Sturz der konservativen Regierung von Ministerpräsident Mariano Rajoy zu "belagern". Die spanische Statistikbehörde hatte zuvor bekannt gegeben, dass die Arbeitslosenquote in den ersten drei Monaten dieses Jahres bei 27,16 Prozent gelegen hat. In Spanien sind derzeit sechs Millionen Menschen ohne Arbeit.

Spanien rutscht weiter in die Rezession (30.01.2013)
Im vierten Quartal 2012 ist das Bruttoinlandsprodukt (BIP) Spaniens um 0,7 Prozent zum Vorquartal geschrumpft. Das spanische BIP ist nun schon das sechste Quartale in Folge geschrumpft. Im Jahresvergleich sank das BIP um 1,8 Prozent. Spanien kämpft noch immer mit den Auswirkungen der Immobilienblase. Die Arbeitslosigkeit liegt inzwischen bei 26 Prozent. Ministerpräsident Mariano Rajoy hat nun ein Konjunkturpaket angekündigt, um die Wirtschaft anzukurbeln. Es soll weitere Hilfen für Unternehmer geben. Mit diversen Sparprogrammen möchte die Regierung das Haushaltsdefizit senken. Spanien ist die viertgrößte Volkswirtschaft in der Euro-Zone.


Massendemonstrationen gegen Sparprogramme (29.09.2012)
In Spanien versammelten sich Zehntausende Menschen. Sie forderten den Rücktritt der Regierung, die Auflösung des Parlaments und eine neue Verfassung. Schauplatz der Demonstration war erneut der Neptun-Platz an der Prachtstraße Paseo de la Castellana unweit des Abgeordnetenhauses. Der neue Haushaltsentwurf für das kommende Jahr sieht Einsparungen von fast 40 Milliarden Euro vor.


Spaniens Banken brauchen 60 Milliarden Euro (28.09.2012)
Eine Prüfung der US-Gesellschaft Oliver Wyma ergab, dass der spanische Bankensektor 59,3 Milliarden Euro zum Überleben benötigt. Den höchsten Finanzbedarf hat demnach die bereits verstaatlichte Bankia mit 24,7 Mrd. Euro. Die Eurozone hatte Spanien im Juli bereits eine Finanzspritze von bis zu 100 Milliarden Euro zugesichert. Madrid will um etwa 40 Milliaden Euro Hilfe bitten.
Springt die EZB Spanien zur Seite? (28.07.2012)
Die Europäische Zentralbank (EZB) plant offenbar, im Rahmen des Euro-Rettungsschirms EFSF spanische Staatsanleihen von Banken und anderen Investoren auf zu kaufen. Ziel ist es, auf diesem Weg die Nachfrage nach spanischen Staatsanleihen zu erhöhen und die Zinslast für Spanien zu verringern. In den vergangenen Tagen hatten spanische Renditen die kritische Schwelle von sieben Prozent überschritten.

Millionen für einen Flughafen ohne Flugzeuge (24.07.2012)
Das spanische Etat-Defizit beträgt 8,9 %. Es gibt 5,6 Millionen Arbeitslose. Nicht nur die spanische Hauptstadt Madrid, sondern insbesondere auch die autonomen Regionen Spaniens haben in den vergangenen Jahren Millionen fehlinvestiert, so beispielsweise auch 300 Mio in einen Geisterflughafen in Valencia, auf dem keine Flugzeuge landen. In Spanien gibt es ein halbes Dutzend solcher Subventionsruinen. In Spanien gibt es 17 autonome Gemeinschaften (Baskenland, Katalonien, Valencia etc.), die etwa vergleichbar mit den Bundesländern in Deutschland sind. Nur sind diese mit deutlich mehr weitreichenderen Autonomierechten ausgestattet.

In den vergangenen Jahren waren kleine Regionalparteien im Parlament die Mehrheitsbeschaffer. Doch deren Wohlwollen mussten sich vergangene Regierungen in Spanien oft mit Zugeständnissen finanzieller Art erkaufen.
So verkündete Finanzminister Christobal Montoro nun jüngst "No hay dinero!" was auf deutsch so viel heißt wie "Es ist einfach kein Geld mehr da"


"Man muss den Leuten helfen, nicht den Banken" (20.07.2012)
Finanzminister Christobal Montoro sieht Spanien weiterhin in großer finanzieller Not. Zum vierten Mal innerhalb eines halben Jahres hat das spanische Parlament mit seiner absoluten Mehrheit ein Sparprogramm abgesegnet. Doch der Frust in der Bevölkerung sitzt tief. In Spaniens Hauptstadt Madrid finden daher Großdemonstrationen gegen die neuen Sparauflagen statt. Am Rande einiger Kundgebungen kam es zu Ausschreitungen. Unterdessen hat der Bundestag in Berlin neue Hilfen für Spaniens Banken beschlossen.

Niedrigere Löhne, höhere Mehrwertsteuer (15.06.2012)
Der Internationale Währungsfonds (IWF) hat Spanien zu weitreichenden Reformen aufgerufen. Unter anderen schlug eine IWF Expertenmission der spanischen Regierung eine sofortige Anhebung der Mehrwertsteuer vor. Zudem wird geraten, die Löhne stärker zu senken, um den Arbeitsmarkt zu beleben.


Spanien-Krise stellt EZB vor Zerreißprobe (02.05.2012)
Spanien steckt tief in einer Immobilien- und Wirtschaftskrise. "Se vende" - Schilder sind nicht längst nicht mehr nur im tiefsten Andalusien, sondern auch inzwischen an der Costa del Sol oder in den Nobelorten Mallorcas. Die Arbeitslosenquote Spaniens im ersten Quartal auf über 24 Prozent angestiegen. Der Bausektor ist weitestgehend zum Erliegen gekommen. Die Jugendarbeitslosigkeit erreicht in einigen Regionen sogar 45 Prozent. Das Haushaltsdefizit betrug im vergangenen Jahr 8,5 Prozent des Bruttoinlandsproduktes und Spanien scheint erneut in die Rezession zu rutschen.

Solarthermie gegen Photovoltaik (19.10.2011)
Solarthermie gegen Photovoltaik (19.10.2011) In Spanien sind feierlich zwei Solarkraftwerke eingeweiht worden, nämlich das Parabolrinnen-Kraftwerk Andasol 3 und ein ultramodernes Solar-Turmkraftwerk. Auch deutsche Unternehmen wie die Stadtwerke München, RWE Innogy, RheinEnergie, Ferrostaal und Solar Millennium waren am Bau der 205.000 Parabolspiegel unter der spanischen Sonne beteiligt. Die Solarenergie in Spanien boomt, denn die Betreiber erhalten fast 30 Cent pro eingespeiste Kilowattstunde. In Deutschland setzt man dagegen mehr auf Windenergie, denn Windstrom kostet nur ein Drittel soviel. 

Spanien beschließt Spar-Haushalt (22.12.2010)

OECD rät Spanien zu strengerem Sparkurs (20.12.2010)

Spanien versilbert Lotto und Flughäfen (01.12.2010)

Erster Generalstreik seit acht Jahren in Spanien (29.09.2010)
Spaniens Parlament beschließt Rekord-Sparplan (27.05.2010)
"Spanien wird sein Bestes geben" (09.1.2010)
Spanien will Wachstumspakt für die EU (08.1.2010)
Wettbewerb ums Rampenlicht in der EU (30.12.2009)
ETA - Terror-Kampf für Unabhängigkeit (31.07.2009)

Folgende Artikel der Tagesschau sind leider nicht mehr online abrufbar:

Spanien - Jugend ohne Zukunft auf den Barrikaden (22.06.2011)

Bittere Schlappe für Zapateros Sozialisten (23.05.2011)
Die spanischen Sozialisten (PSOE) von Ministerpräsident José Luis Rodríguez Zapatero mussten bei den Regional- und Kommunalwahlen eine herbe Niederlage hinnehmen. Während die Regierungspartei mit 28% der Wählerstimmen das schlechteste Ergebnis seit langem einsteckte, erreichte die konservative Volkspartei (PP) rund 38 Prozent und verdrängte die Sozialisten sogar in deren traditionellen Orten von der Macht. So fiel die Region Kastilien-La Mancha, ebenso wie Sevilla und Córdoba in die Hände der Konstervativen. In Barcelona mussten die Sozialisten den Bürgermeisterposten erstmals seit 32 Jahren an die katalanischen Nationalisten abgeben. Besonders verwundert hat auch das gute Abschneiden des baskischen Wahlbündnisses Bildu, denen die Behörden Verbindungen zur verbotenen Terrororganisation ETA vorwerfen.

Sorgen, Angst und Arbeitslosigkeit (29.12.2010)

"Ein solches Chaos wird sich nicht wiederholen" (05.12.2010)
In dem Artikel geht es neben Sanktionen und Konsequenzen für die Fluglotsen auch um die Auslöser des wilden Streiks. Ein wilder Streik ist übrigens eine Arbeitsniederlegung in der so genannten Friedenszeit, in der nicht über Löhne und Gehälter im Zuge der Tarifauseinandersetzung verhandelt wird.

Am Freitag hatten sich fast 90 Prozent aller spanischen Fluglotsen entweder krank gemeldet oder aber sie waren ihren Dienst nicht angetreten.
Erst nachdem den Fluglotsen angedroht worden war, sie nach Militärrecht zu langen Haftstrafen zu verurteilen, kehrten die Fluglotsen wieder zu ihrer Arbeit zurück. Die Regierung von Ministerpräsident José Luis Rodríguez Zapatero hatte daraufhin den Notstand ausgerufen, der laut Verfassung maximal zwei Wochen in Kraft bleiben darf. Nun wird die Staatsanwaltschaft wohl gegen mehrere Fluglotsen Ermittlungsverfahren einleiten. Auch eine Untersuchungshaft für einige der Fluglotsen ist nicht ausgeschlossen. In der Bevölkerung haben die Fluglotsen mit ihren oft überzogenen Lohn- und Gehaltsforderungen wenig Rückhalt.

Ursache des wilden Streiks der Fluglotsen:
Ursache für den wilden Streik war eine Festlegung der Regierung die maximale Arbeitszeit auf 1670 Stunden pro Jahr zu begrenzen. Zeiten, in denen die Lotsen nicht in der Flugüberwachung tätig sind, wie beispielsweise bei Krankheit, werden nun nicht mehr als Arbeitszeit angerechnet, was bei der Fluglotengewerkschaft auf scharfe Kritik stößt. Bereits im Februar hatte die spanische Regierung das jährliche Durchschnittsgehalt der Fluglotsen von 350.000 Euro auf 200.000 Euro gesenkt.

Streik beendet - Probleme dauern an (04.12.2010)

Die Probleme in Portugal, Spanien und Italien (02.12.2010)

Generalstreik sorgt für Flugausfälle (29.09.2010)

ETA verkündet neuen Waffenstillstand (05.09.2010)

ETA verübt wieder Bombenanschläge auf Mallorca (10.08.2009)

Eta erklärt Spanien wieder den Kampf (05.6.2007)

Zapatero sagt der Eta den Kampf an (15.01.2007)

Eta vermutlich für Bombenanschlag verantwortlich (30.12.2006)


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Separatismus in Westeuropa (12/2017)


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Kulturelle Aktivitäten in der EU (12/2017)


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