Supermacht Russland
Krisen/Konflikte und Hintergrundinfos




Aktuelle Hintergrundinfos für den SozialkundeunterrichtDie Supermacht Russland

10. August 2018

Nur wenig nach der Annäherung zwischen US-Präsident Donald Trump und seinem russischen Amtskollegen Wladimir Putin beim Helsinki-Gipfel sorgen die nun angekündigten neuen Sanktionen der Amerikaner für Missstimmung.

Russlands Ministerpräsident Dmitri Medwedew hat nun in ungewohnt scharfem Ton die USA gewarnt, wegen des Giftgasanschlags auf den ehemaligen russischen Doppelagenten Viktor Skripal Russland neue Sanktionen gegen Russland zu verhängen. Medwedew bezeichnete die Vorgehensweise der USA als einen nicht hinnehmbaren Wirtschaftskrieg.

Noch ist unklar, welche Produkte von den angekündigten Sanktionen betroffen sein werden. Fest steht nur, dass sich die neuen Sanktionen gegen staatliche oder staatlich finanzierte Firmen richten sollen.


Russland nach der Wende - Politik und Gesellschaft
nach Ende des Kalten Krieges und das System Putin
(Sozialkunde Unterrichtsmaterial, Arbeitsblätter)

Aus der Reihe:
Stationenlernen im
Sowi- und Warum stellt das Lernen an Stationen einen sinnvollen Unterrichtsverlauf dar? Die Schülerinnen und Schüler können den Inhalt selbständig erarbeiten und das individuelle Lerntempo jeweils anpassen. Dies gewährleistet die Binnendifferenzierung ohne gesonderte Aufgabenstellung. Die Schüler/innen erhalten zum Absolvieren der Stationen eine Checkliste, die ihnen durch gezieltes Abhaken der Aufgabenstellung einen Überblick über das Gelernte verschafft.

Dieses fertig ausgearbeitete Stationenlernen für den direkten Einsatz im Unterricht beleuchtet zentrale Aspekte der Politik Russlands seit dem Zusammenbruch der Sowjetunion.
Russland und der Westen

Ein besonderes Augenmerk wird dabei auf das politische System unter Wladimir Putin und die Beziehungen zur Europäischen Union und zur NATO und die aktuelle Krimkrise gelegt.

  • Didaktisch-method-
    ische Hinweise zum Einsatz dieses Materials
  • Einführender Informationszettel für die Schüler
  • Stationspass
  • 10 Stationen, Informations-materialien und Aufgaben
  • Ausführliche Lösungsvorschläge




Opfer oder Aggressor? - Russlands Selbstbild und die Sicht des Westens

(Sozialkunde Unterrichtsmaterial, Arbeitsblätter)

Diese fertig ausgearbeiteten Arbeitsblätter zum Themenbereich “Russland” für den Unterricht Sozialwissenschaften/Politik beschäftigen sich mit der Eigen- und Fremdwahrnehmung Russlands in der russischen Öffentlichkeit. Hierzu wird zunächst ein kurzer Überblick über die Beziehungen Russlands zum Westen gegeben. In der Vertiefung wird dann der mediale Umgang mit der Ukraine-Krise und dem neuen russischen Auslandssender “Russia Today” behandelt.

Warum stellt das Lernen an Stationen einen sinnvollen Unterrichtsverlauf dar? Die Schülerinnen und Schüler können den Inhalt selbständig erarbeiten und das individuelle Lerntempo jeweils anpassen. Dies gewährleistet die Binnendifferenzierung ohne gesonderte Aufgabenstellung.

Russland und der Westen

Die Aufgaben der Arbeitsblätter fordern die Schüler zu eigenständigem Arbeiten und vertiefender Recherche auf.

Diese aktuellen Arbeitsblätter sind Teil des Stationenlernen Russland nach der Wende – Politik und Gesellschaft nach Ende des Kalten Krieges und das System Putin.

  • Arbeitsblatt 1: Russlands Beziehungen zum Westen
  • Arbeitsblatt 2: Russland in der Eigen- und Fremdwahrnehmung
  • Ausführliche Lösungsansätze

Ein ausführlicher Lösungsteil vervollständigt die Arbeitsblätter.





Russland und der Westen - Nur eine Eiszeit oder ein neuer Kalter Krieg?

Sozialkunde Arbeitsblätter


Unterrichtsmaterial
für den Sozialkundeunterricht


Diese fertig ausgearbeiteten Arbeitsblätter Politik Sozialwissenschaften beleuchtet die neue Außenpolitik Russlands und stellen die Frage einer Renaissance des Kalten Krieges. Ein besonderes Augenmerk wird dabei auf den Krim-Konflikt und die Beziehungen Russlands zum Westen gelegt.

Warum stellt das Lernen an Stationen einen sinnvollen Unterrichtsverlauf dar? Die Schüler können den Inhalt selbständig erarbeiten und das individuelle Lerntempo jeweils anpassen.

Russland und der Westen - Nur eine Eiszeit oder ein neuer Kalter Krieg? - Sozialkunde/Wirtschaftskunde

Dies gewährleistet die Binnendifferenzierung ohne gesonderte Aufgabenstellung.

  • Arbeitsblatt 1: Russlands Beziehungen zum Westen
  • Arbeitsblatt 2: Droht eine Renaissance des Kalten Krieges?
  • Ausführliche Lösungsvorschläge






Russisches Erdgas für Europa - Unverzichtbare Energieressource oder politisches Druckmittel?

(Sozialkunde Unterrichtsmaterial, Arbeitsblätter)


Dieses fertig ausgearbeitete Arbeitsblatt Politik Sozialwissenschaften beleuchtet die russische Erdgaslieferungen an Europa und das weitgehende Energiemonopol Russlands. Ein besonderes Augenmerk wird dabei auf die bisherigen politischen Beziehungen Russlands zum Westen gelegt.

Diese aktuellen Arbeitsblätter sind Teil des Stationenlernen Das neue Russland.

Warum stellt das Lernen an Stationen einen sinnvollen Unterrichtsverlauf dar? Die Schüler können den Inhalt selbständig erarbeiten und das individuelle Lerntempo jeweils anpassen. Dies gewährleistet die Binnendifferenzierung ohne gesonderte Aufgabenstellung.

 

Russisches Erdgas für Europa

Die Schülerinnen und Schüler erhalten zum Absolvieren der Stationen eine Checkliste, die ihnen durch gezieltes Abhaken der Aufgabenstellung einen Überblick über das Gelernte verschafft.

Inhalt:

  • Station 1: Russlands Beziehungen zum Westen
  • Station 2: Russisches Erdgas für Europa Ausführliche Lösungsvorschläge





Vergleich der Regierungssysteme - Deutschland und Russland
Aus der Reihe:
School-Scout aktuell: SoWi/Politik
Arbeitsblätter / Kopiervorlagen
Klassen: 9-13


(Sozialkunde Unterrichtsmaterial, Arbeitsblätter)

In diesem Arbeitsblatt, das zum direkten Einsatz im Unterricht bestimmt ist, werden die politischen Systeme der russischen Föderation und der Bundesrepublik Deutschland miteinander verglichen. Neben Informationen und Erklärungen enthält das Material zur Verdeutlichung einfach strukturierte Schaubilder.

Zu jedem Teilbereich des Materials werden kreative Aufgaben angeboten, mit deren Hilfe die Schülerinnen und Schüler ihr Wissen vertiefen und über das Material hinaus erweitern können.

Russland. Putin & Medwedew

Inhalt:

  • Das russische Regierungssystem
  • Das deutsche Regierungssystem
  • Der Vergleich in Schaubildern
  • Dazu Aufgaben, die der Auswertung der Materialien dienen
    (mit Lösungen)




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Die Verfassung der russischen Föderation Brennpunkte des Weltgeschehens 2017 Erdgas für Europa (05/2010)



Russland


Russlands Beziehungen zum Westen:
Wirtschaftsinteressen und Menschenrechte

(Sozialkunde Unterrichtsmaterial, Arbeitsblätter)

Aus der Reihe:
Fakten – Thesen – Argumente

Diese Unterrichtshilfe liefert die zentralen Informationen und Argumente zu den politischen Beziehungen Russlands zum Westen. Hauptaugenmerk liegt dabei auf den Bereichen Ökonomie und Menschenrechte und ihrem Widerhall in Medien und Gesellschaft. Die russischen Öl- und Gasressourcen werden dabei ebenso thematisiert wie das Thema Wahlen.

*Fakten – Thesen – Argumente liefert Material für Erörterungen & Streitgespräche im Unterricht und informiert über Themen, die in den Medien und unterrichtsrelevant sind. Fakten liefern sachgerechte, fundierte Informationen zum Streitthema, Thesen formulieren in den Medien vertretene unterschiedliche Standpunkte.

Russland und der Westen



Inhalt:

  • Die aktuelle politische Lage in Frankreich
  • Vergleich der Wahlsysteme
  • Das deutsche Regierungssystem
  • Das französische Regierungssystem
  • Dazu Aufgaben, die der Auswertung der Materialien dienen (mit Lösungen)




21. Juni 2016
Erneut beraten die Botschafter der EU-Staaten über eine Verlängerung der europäischen Wirtschaftssanktionen gegen Russland. Deutschlands Außenminister Frank Walter Steinmeier hatte sich zuletzt dafür stark gemacht hatte, Fortschritte beim Friedensprozess mit einer Lockerung der Sanktionen gegen Russland zu belohnen. Er pädiert anstelle der "Alles- oder Nichts-Lösung" für eine "Schritt-für-Schritt-Politik. Erst zum Wochenende hatte er davor gewarnt, das angespannte Verhältnis zu Russland mit lautem "Säbelrasseln und Kriegsgeheul" weiter anzuheizen.


3. Januar 2016

Russlands Präsident Putin ist besorgt über ausländische Grup-pierungen, Organisationen und NGOs, die in den ehemaligen Ostblock-Staaten versuchen, Aufstände herbeizuführen. Die neue Doktrin Russlands spricht von "radikalen nationalistischen und religiös-extremistischen Ideologien", die "ausländische und internationale Strukturen sowohl im ökonomischen als auch im finanziellen Bereich" aufweisen. Diese würden darauf abziehlen die Einheit und territoriale Integrität Russlands zu verletzten.
Eine aktuelle Studie der Universität Ottawa kommt zu dem Schluss, dass eine vom Westen unterstützte Opposition das Maidan-Massaker verübt hat und nicht die damalige Regierung.

Unterdessen ist die Öl-Förderung Russland auf den höchsten Stand seit dem Sowjet-Ende gestiegen. Die russische Ölförderung ist im Schnitt auf 10,73 Millionen Barrel am Tag gestiegen. Im Dezember wurden sogar im Schnitt 10,83 Millionen Barrel am Tag nach 10,78 Millionen im November gefördert. Für 2016 wird mit weiter steigenden Fördermengen gerechnet, was den Druck auf den Ölpreis weiter erhöhen dürfte. Der Ölpreis ist wegen des Erdöl-Übangebotes und der mauen Weltkonjunktur auf den niedrigsten Stand seit elf Jahren gefallen und allein in den vergangenen anderthalb Jahren um 70 Prozent eingebrochen.


17. November 2015
Der russische Präsident Wladimir Putin lässt die IS-Hochburg Rakka in Syrien mit Marschflugkörpern angreifen. Die Marschlugkörper werden von Kriegsschiffen im Mittelmeer abgefeuert.

Inzwischen geht der russische Geheimdienst davon aus, dass der Absturz des russischen Verkehrsflugzeuges über der Sinai-Halbinsel durch eine Bombenexplosion an Bord herbeigeführt wurde. Die wohl selbst gebaute Bombe soll eine Sprengkraft von bis zu 1,5 Kilogramm TNT gehabt haben. Experten vor Ort hatten zuvor an Gepäckstücken Spuren von Sprengstoff festgestellt. Am 31. Oktober war der russische Airbus A321 über dem Sinai abgestürzt. Überlebende gab es keine.


Stand Mai 2015:

Das Leben auf der Krim
Die Bewohner der Schwarzmeerhalbinsel Krim leben überwiegend von Landwirtschaft und Tourismus. Seit der Annektion der Krim durch Russland ist der Tourismus jedoch stark rückläufig. Urlauber bleiben weg. Das Durchschnittsein-
kommen auf der Krim liegt bei 240 Euro.

Im Vergleich: Der ukrainische Mittelwert lag im Jahr 2012 bei 275 Euro, das russische Durchschnittseinkommen nach der Abwertung des Rubel liegt bei 600 bis 700 Euro.

Die Krim ist bereits jetzt eine enorme finanzielle Belastung für Russland. Russlands Präsident Putin hat die Krim zur Sonderwirtschaftszone erklärt. Steuererleich-terungen und der Abbau bürokratischer Hürden sollen Investoren anlocken.
Fakt ist aber, dass die Infrastruktur der Schwarzmeerinsel marode ist und solange dies so bleibt, werden große Investoren wohl ausbleiben. Die Wasser- und Elektrizitätsleitungen, Straßen, Bahnstrecken und Häfen sind teilweise seit Jahrzehnten nicht saniert worden und so möchte Putin bis 2020 eine Billion Rubel, umgerechnet etwa 22 Milliarden Euro in den Aufbau der Krim investieren, das sind aber gerade mal 4 Mrd. Euro pro Jahr. Daher sind Experten skeptisch - gerade im Hinblick auf den enormen Finanzbedarf Griechenlands, das ebenso nicht auf die Beine kommt.

Kiew hat als Reaktion auf die Annektion der Krim längst die Versorgung der Schwarzmeerhalbinsel mit Trinkwasser, Strom und Gas längst eingestellt. Da ein Landweg nach Russland fehlt, werden sämtliche Waren kostspielig und aufwendig per Fähre oder Flugzeug importiert. Ob der angekündigte kostspielige Bau einer Brücke über die Straße von Kertsch – das ist eine Meerenge, die das Schwarze mit dem Asowschen Meer verbindet – tatsächlich realisiert wird, bleibt fraglich.
Zuletzt hatte die Ukraine mehr als 2,2 Milliarden Euro pro Jahr in die strukturschwache Halbinsel investiert. Experten schätzen, dass sich an der Küste der Krim 66 Milliarden Kubikmeter Erdgasreserven befinden, doch diese zu fördern, wird nicht leicht sein.


Stand Nov. 2014:
Die Russische Währung
Der russische Rubel ist seit einiger Zeit im freien Fall. In den vergangenen Monaten verlor die Währung gegenüber dem Euro 20 Prozent seines Wertes, im Vergleich zum Dollar waren es sogar 30 Prozent. Um den Rubel künstlich zu stützen, hatte die russische Notenbank Rubel auf den internationalen Finanzmärkten gekauft, zuletzt waren dies bis zu 30 Milliarden Dollar im Monat. Doch dies zehrt auf Dauer an den Devisenbeständen des Landes.

Die Schwäche des russischen Rubels hat mehrere Gründe.

1. eine schwache russische Wirtschaft (0,2 % Wirtschaftswachstum für 2014)
2. der weltweite Verfall des Ölpreises erhöht die Rezessionsgefahr. Das Öl- und      Gasgeschäft macht rund die Hälfte der russischen Staatseinnahmen aus.
3. Eine enorme Kapitalflucht aus Russland. Nach Schätzungen der Notenbank     werden allein bis Ende diesen Jahres Anleger und Unternehmen rund 128     Milliarden Dollar aus Russland abgezogen haben.

Entwicklung des Wechselkurses Rubel zum Euro

Wegen der Schwäche des Rubels werden Importe zunehmend teurer, was die Wirtschaft hemmt und die Inflation anfeuert. Für 2014 rechnen die Experten mit einer Inflationsrate in Russland von 8%. Um der Inflation entgegen zu wirken musste die russische Zentralbank immer wieder den Leitzins erhöhen, zuletzt Ende Oktober auf 9,5 %, doch dies hemmt wiederum die Wirtschaft - ein echter Teufelskreis.


Stand Dez. 2014
Der russische Leitzins ist mittlerweile auf 17 Prozent angehoben worden. Es wird angenommen, dass Russland 400 Mrd. Euro Währendsdevisen zur Verfügung stehen. 80 Mrd. Dollar davon wurden bereits ausgegeben, um den russischen
Rubel zu stützen. Es werden zweistellige Inflationsraten befürchtet.


Wirtschaftliche Kennzahlen:

  2011 2013
Einwohner 142 Mio. k.A.
Wirtschaftsleistung BIP
pro Einwohner in Dollar
13.089 US-$ 14.613 US-$
Wirtschaftsleistung in Mrd. US-$ 1858 Mrd. k.A.
Wirtschaftswachstum in Prozent + 4,3 % +1,3 %
Exporte in Mrd. Dollar k.A. 527 Mrd. US-$


Aussenhandel der EU mit Russland. Export- und Importbilanz

Schaubild: Aussenhandel der EU mit Russland. Export- und Importbilanz der EU mit Russland


Deutscher Aussenhandel mit Russland
Schaubild: Der Deutsche Aussenhandel mit Russland

Wie man obigem Schaubild entnehmen kann, hat sich der deutsche Aussenhandel mit Russland in den letzten Jahren recht gut entwickelt. In Russland sind rund 6200 deutsche Unternehmen aktiv. Sie haben etwa 20 Milliarden Euro in Fabriken und Anlagen investiert. Deutschland exportierte im vergangenen Jahr 2013 Waren im Wert von 36 Milliarden Euro nach Russland, darunter vor allem hochwertige Konsumgüter, Maschinen und Anlagen. Aus Russland importiert Deutschland vor allem Energie und Rohstoffe. Der Wert der Importe liegt durchweg etwas über dem Wert der Exporte nach Russland. Dennoch ist der Aussenhandel mit Russland weitestgehend ausgeglichen.

Der deutsche Exportüberschuss erreichte 2013 mit rund 199 Milliarden Euro einen neuen Rekordstand. Der Handelsverband BGA rechnet für 2014 mit einem Anstieg der deutschen Exporte um drei Prozent und einem Importplus von zwei Prozent. Der deutsche Aussenhandelsüberschuss würde demnach 2014 auf einen neuen Rekordstand von 215,6 Milliarden Euro wachsen, sofern sich die Krim Krise nicht negativ auf den Deutschen Aussenhandel auswirken sollte.

Im Jahr 2013 importierte Deutschland 3745 Petajoule Erdgas im Wert von 28,7 Mrd. Euro aus Russland. 1 Petajoule sind rund 277,778 Millionen Kilowattstunden (kwH). Russland ist reich an Erdgas und hat weltweit die größten Erdgas Reserven, wie
folgendes Schaubild zeigt:

Länder mit den größten Erdgas Reserven weltweit


Wer sind die Abnehmer von russischem Gas ?

Deutschland 16,1 %
Ukraine 16,0 %
Türkei 13,2 %
Weißrussland 9,8 %
Italien 7,3 %
Polen 4,8 %
weitere Länder
der EX UDSSR
4,2 %
Sonstiges Europa 28,5 %

Handel mit dem Iran:
Russland ist einer der wichtigsten Handelspartner des Iran. Russische Unternehmen verkaufen an das Land vor allem Atomtechnologien, Waffen und Weizen, der Iran exportiert im Gegenzug Lebensmittel, Ölprodukte und Textilien an Russland.


Interessante Artikel der Tagesschau zusammengefasst:

EU will Sanktionen verlängern (20.03.2015)
Bei einem Gipfeltreffen der EU wurde beschlossen, dass die Wirtschaftssanktionen der EU gegen Russland aller Voraussicht nach noch bis Ende des Jahres verlängert werden. Die Strafmaßnahmen gegen Russland sollen den Druck auf Russlands Präsident Wladimir Putin erhöhen, seinen Einfluss auf die prorussischen Separatisten in der Ostukraine geltend zu machen und sich weiter für eine Beilegung des Konfliktes zu bemühen. Solange der Minsker Friedensplan zum Ukraine-Konflikt unerfüllt ist, sollen auch die Wirtschaftssanktionen beibehalten werden.

Europäische Diplomaten schätzen, dass die Sanktionen Russland bereits einen dreistelligen Milliarden-Dollar-Betrag gekostet haben. Aber auch die europäische Wirtschaft, insbesondere die deutsche, leidet unter den beschlossenen Wirtschaftssanktionen.

Die EU Staaten möchten zudem unabhängiger von der Gasversorgung aus Russland werden. Der EU-Gipfel verabschiedete daher Grundzüge für eine Energieunion. Die Staats- und Regierungschefs haben nun zugesichert, den Aufbau der Energieunion voranzutreiben und insbesondere die Verbindungen zwischen den nationalen Energiemärkten schnell auszubauen. Die Europäische Union (EU) ist der größte Energieimporteur der Welt. Jährlich wird Energie im Wert von 400 Milliarden Euro importiert. Mit der jetzt geplanten Energieunion soll sichergestellt werden, dass Energie Exporte in die Europäische Union nicht "als politische Waffe" gegen die EU Mitgliedsstaaten eingesetzt werden können. Die EU soll, so der Plan, unabhängiger von einzelnen Energielieferanten, wie beispielsweise Russland werden.


Erstes Geständnis im Fall Nemzow (08.03.2015)
Einer der Festgenommenen hat offensichtlich seine Beteiligung an der Ermordung des Oppositionellen gestanden.

Drei weitere Männer sind am Sonntag Morgen in Gewahrsam genommen worden. Bislang bestreiten diese jedoch, in die Ermordung des Kremlkritikers Nemzow verwickelt gewesen zu sein. Zwei der jetzt festgenommenen Männer sind offenbar Tschetchenen. Einer von Ihnen sei der Bruder eines bereits am Samstag in Gewahrsam genommenen Mannes, so der Sicherheitsratschef der russischen Kaukasusrepublik Inguschetien.


Weitere Festnahmen im Fall Nemzow
(08.03.2015)
Der kalkulierte Mord am Kremlkritiker Nemzow hat international große Bestürzung ausgelöst. Die russischen Behörden haben inzwischen mehrere Verdächtige festgenommen. Zwei der festgenommenen Männer sind offenbar Tschetschenen. Möglicherweise haben der Attentäter sowie weitere Komplizen im Dienst des tschetschenischen Innenministeriums gestanden. Am späten Samstag war bei
einem Polizeieinsatz in der Hauptstadt Grosny ein Mann getötet worden, der im Zusammenhang mit dem Nemzow-Mord gesucht worden sei.


Vereint in der Trauer um Boris Nemzow (01.03.2015)
Marsch der russischen Opposition

Ursprünglich sollte heute ein Protestmarsch gegen Putin stattfinden, doch wegen der Ermordung des Kremlkritiker Nemzow ist daraus ein Trauermarsch geworden. Die Kundgebung findet im Zentrum Moskaus statt. Behörden rechnen mit bis zu 50.000 Teilnehmern. Der Oppositionelle war am Freitagabend auf offener Straße erschossen worden. Nemzow warf Putin eine sinnlos aggressive Politik gegenüber der Ukraine vor. Auch sah er die Anwesenheit russischer Truppen im Donbass als "bewiesen" an. Der frühere Vize-Regierungschef Nemzow war in weiblicher Begleitung auf dem Heimweg gewesen, als er von mehreren Kugeln in den Rücken getroffen wurde. Offenbar wurde aus einem Auto heraus auf Nemzow geschossen. Die Täter benutzten eine Makarow-Pistole, wie sie vom russischen Militär und der Polizei verwendet wird. Die Frau, die ihn auf dem Heimweg begleitete überlebte das Attentat. Die Ermittler gehen von einer minutiösen Planung des Attentats aus. Regierungsgegner gehen bei der Ermordung Nemzows von einer politisch motivierten Tat aus. International löste das Attentat großes Entsetzen aus. Russlands Präsident Putin sprach von einem brutalen Mord und versprach eine schnelle Aufklärung der Bluttat.

Kremlkritiker Nemzow muss 15 Tage ins Gefängnis (28.02.2015)
Der frühere russische Vizeregierungschef Boris Nemzow ist in einem Eilverfahren zu 15 Tagen Haft verurteilt worden. Er soll am Rande einer Demonstration am Silvesterabend in Moskau Widerstand gegen die Polizei geleistet haben. Bereits am Samstag waren zwei andere bekannte Regierungskritiker zu 15 und zu 10 Tagen Haft verurteilt worden.


Russlands Kampfjets kommen öfter näher (30.01.2015)
Immer wieder kommen in letzter Zeit russische Kampfjets der NATO Grenze immer näher. 400 Mal waren im vergangenen Jahr NATO-Kampfflieger aufgestiegen, um eine mögliche Bedrohung durch russische Kampfjets abzuwehren. Auch die Zahl russischer Luftmanöver hat massiv zugenommen. Über dem Baltikum hat sich die Zahl solcher Manöver sogar vervierfacht. Erst am Donnerstag hatte die britische Regierung mitgeteilt, zwei russische Bomber seien über den Ärmelkanal geflogen.
Aus Sicherheitsgründen wurden Passagiermaschinen umgeleitet. Die russischen Maschinen fliegen dicht an den Luftraum westlicher Staaten heran, ohne diesen jedoch zu verletzen - man möchte offenbar bewusst provozieren.
Um der potentiellen russischen Bedrohung entgegen zu wirken, soll eine schnelle NATO Eingreiftruppe in der Größe von rund einer Division, also 30.000 Mann aufgestellt werden. Ab 2016  soll zusätzlich noch eine superschnelle Einheit dazu kommen, eine sogenannte Speerspitze.


Im Sog der russischen Krise (01.1.2015)
Mit Beginn des Jahres 2015 ist die Eurasischen Union ins Leben gerufen worden. Doch die vier vier Ex-Sowjetrepubliken Armenien, Weißrussland, Kasachstan und Kirgistan kämpfen mit den Folgen der engen Anbindung und des Rubelverfalls. Ziel des Wirtschaftsbündnisses ist freier Handel unter den Mitgliedsstaaten, eine Abstimmung der Finanzsysteme, der Industrie- und Agrarpolitik aufeinander sowie eine Regulation der Arbeitsmärkte und Verkehrsnetze. Die neu geschaffene Wirtschaftsunion umfasst 170 Millionen Einwohner und hat eine gemeinsame Wirtschaftsleistung im Wert von 4,5 Billionen Dollar.

Der Start der Eurasischen Union fällt jedoch in eine ungünstige Zeit, denn wegen des fallenden Ölpreises, verschleppter Reformen sowie der EU- und US-Sanktionen gegen Russland infolge der Krim Annexion ist Russland als die treibende Kraft des Bündnisses in einer tiefen wirtschaftlichen Krise. Auch ist ein Streit um die Einfuhr von Agrarprodukten aus Weißrussland ausgebrochen, denn Russland wirft seinem Nachbarland vor, Lebensmitteln aus der EU aufzukaufen, neu zu verpacken und nach Russland dann zu exportieren. So würde Weißrussland den russischen Boykott von Lebensmitteln aus der EU bewusst umgehen um darauf Profit zu schlagen.
Aufgefallen war dies, als der Binnenstaat insbesondere Fisch und Austern in deutlichen größeren Mengen als bislang nach Russland exportierte.

Weißrussland liefert 40 Prozent seiner Exporte nach Russland.
Armenien exportiert 19 % aller Ausfuhren nach Russland. 15 Prozent der Ausfuhren von Kirgistan gehen nach Russland.

Bemerkbar macht sich die russische Wirtschaftskrise und der Rubelverfall auch bei Geld-Überweisungen von russischen Arbeitern an Angehörige in den Ex-Sowjetre-publiken. Laut Weltbank machen solchen Überweisungen von russischen Arbeitern an Angehörige 32 Prozent des Bruttoinlandsprodukts in Kirgistan aus. In Armenien waren es 2013 nach Angaben der Zentralbank 16 Prozent, mit steigender Tendenz. Zwischen Mai und August 2014 registrierte die armenische Zentralbank einen Rückgang der Überweisungen aus Russland um fünf Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Wegen der russischen Wirtschaftskrise geraten auch die Währungen der Ex-Sowjetrepubliken zunehmend unter Druck. So verlor der armenische Dram seit Beginn des Jahres 12 % an Wert. Beim kirgisischen Som betrug der Wertverlust
15 %. Dies verteuert Importe, die in Dollar abgerechnet werden. Insofern wächst gerade in Armenien und Kirgistan in letzter Zeit der Unmut der Bevölkerung über
die schnelle Aufnahme in das Wirtschaftsbündnis der Eurasischen Union zu den Bedingungen Russlands. Auch der Iran bemüht sich seit langem die Infrastruktur für Verkehr und Energie nach Armenien zu verbessern, was jedoch am Widerstand Russlands bislang gescheitert ist. China investiert großflächig in die Infrastruktur Zentralasiens und erwächst damit zum großen Konkurrenten Russlands.


Russlands Wirtschaft schrumpft (29.12.2014)
Die russische Wirtschaft ist im November nach Regierungsangaben erstmals seit fünf Jahren geschrumpft. Gegenüber dem Vorjahresmonat schrumpfte das Brutto-inlandsprodukt (BIP) um 0,5 %. Insbesondere im Dienstleistungssektor, in der Landwirtschaft, im Baugewerbe, im Großhandel und im Bergbau sind ein Rückgang der Wirtschaftsleistung festzustellen. Der Rubel hat seit Jahresbeginn deutlich an Wert verloren. Zu Beginn der Woche mussten 68,65 Rubel für einen Euro bezahlt werden, für einen Dollar waren es 56,11 Rubel. Dies entspricht einem Wertverlust seit Jahresbeginn von 35 Prozent gegenüber dem Euro und von 42 Prozent gegenüber dem Dollar. Für 2015 rechnet die russische Regierung mit einem Rückgang des Bruttoinlandsproduktes um 0,8 Prozent. Sollte der Ölpreis auf dem aktuellen niedrigen Niveau bleiben, so könnte die russische Wirtschaft sogar um deutlich mehr schrumpfen. Die russische Notenbank hält dann ein Minus des BIP von 4,8 Prozent für möglich.


Defensiver Charakter, verschärfter Ton (26.12.2014)
Russland hat seine Militärdoktrin neu verfasst. Zwar soll sich am defensiven Charakter der Militärdoktrin vorerst noch nichts ändern, doch in der neuen Fassung wird die militärische Aufrüstung die NATO explizit erwähnt. Wie schon in der Militärdoktrin vor 4 jahren wird die NATO als mögliche militärische Gefahr für die Sicherheit Russlands genannt. Es wird auch darauf hingewiesen, dass die USA mit einem weltumspannenden Angriffssystem innerhalb einer Stunde jeden Punkt der Erde mit konventionellen Waffen erreichen könnte.

Als Reaktion auf die Neufassung der russischen Militärdoktrin wies die NATO darauf hin, dass alle Maßnahmen, die zum Schutz der Bündnispartner ergriffen würden, klar defensiver Natur seien. Diese seien angemessen und vereinbar mit internationalem Recht, so NATO Sprecherin Oana Lungescu.

Wohin rollt der Rubel? (17.12.2014)
Selbst eine drastische Leitzinserhöhung hat den enormen Verfall der russischen Währung nicht aufhalten können. Vor vielen Geschäften in Russland bildeten sich heute lange Schlangen, da die Menschen weiter steigende Preise befürchteten. Wegen dem drastische Absturz des Rubels hat Apple inzwischen sogar den Online-Handel mit Russland eingestellt. Es sei zu schwierig geworden, die Preise in Russland festzusetzen, so die Unternehmensführung. Zwischenzeitlich mussten russische Bürger in Russlands Wechselstuben 100 Rubel für einen Euro zahlen.
Bis zum Abend ging der Kurs wieder auf etwa 86 Rubel zurück. Bisher gibt sich Wirtschaftsminister Alexej Uljukajew in der Öffentlichkeit noch gelassen. Eine gesetzliche Einschränkung im Kapitalverkehr ist derzeit noch keine Option. Zu diesem krassen Kurzverfall hat möglicherweise auch eine Maßnahme der russischen Zentralbank beigetragen. Diese hatte dem russischen Staatskonzern Rosneft eine Bürgschaft über 625 Milliarden Rubel vermittelt. In mehreren SChritten ist der russische Leitzins von 10,5 auf 17 Prozent angehoben worden, was Kredite für Unternehmen ebenso wie Privatbürger enorm verteuert und damit die Wirtschaft schwächt. Die russische Zentralbank soll über 400 Milliarden Dollar Währungs-reserven verfügen. 80 Mrd. davon wurden bereits in die Stabilisierung des Rubels in den vergangenen Monanten gesteckt - aber ohne nachhaltigen Erfolg. Experten rechnen mit zweistelligen Inflationsraten. Auch wird angenommen, dass es nur noch eine Frage der Zeit ist, bis Wirtschaftsminister Alexej Uljukajew Einschränkungen im Kapitalverkehr verkünden wird.

"Neue Weltordnung" beim Ölpreis (17.12.2014)
Dank Fracking und einer anhaltend hohen Produktion in den Opec-Staaten fällt der Ölpreis weiter. Seit Sommer sind die Ölpreise um 40% gefallen. Die Ölförderung mit der Fracking-Methode ist erheblich teurer als die herkömmliche Ölförderung in den OPEC-Staaten und so hoffen die Opec Staaten den Preiskampf mit den Produzenten von Fracking Öl vor allem aus Schiefersanden in den USA gewinnen zu können. Experten zufolge sind in naher Zukunft auch Ölpreise unterhalb von 50 Dollar pro Barrel vorstellbar.


Verantwortliche müssen lange in Haft (07.07.2014)
Gesunkene "Bulgaria" in Russland
Das marode und überladene Doppeldeckschiff war am 10. Juli 2011 rund 750 Kilometer östlich von Moskau nahe der Stadt Kasan gekentert. Die "Bulgaria" sank darauf hin innerhalb weniger Minuten. Da das Schiff zum Unglückszeitpunkt mehrere Kilometer vom nächsten Ufer entfernt war, überlebten von den 201 Passagieren gerade mal 79. Das 56 Jahre alte Schiff war ohne Lizenz unterwegs und wies zahlreiche technische Mängel auf. Jetzt erst, drei Jahre später, hat die russische Justiz die Verantwortlichen verurteilt. Die Pächterin des Ausflugsschiffs "Bulgaria" muss wegen schwerer Verstöße gegen die Sicherheit für elf Jahre in ein Straflager, zudem wurden zwei Behördenmitarbeiter und ein Vizekapitän zu Haftstrafen bis zu sechseinhalb Jahren verurteilt. Angehörige der Opfer protestieren im Gerichtssaal gegen die aus ihrer Sicht zu milden Urteile.


Russland sperrt Websites der Opposition (14.03.2014)
Russland hat den Zugang zu mehreren regierungskritischen Internetseiten blockiert. Offenbar wurde auch die Internetseite Kasparov.ru des Ex-Schach-weltmeisters und Bürgerrechtlers Garri Kasparow auf die schwarze Liste gesetzt.
Die Behörde wirft Kasparow "Aufruf zu illegalen Aktivitäten und Teilnahme an Massenkundgebungen, die die öffentliche Ordnung verletzen" vor.

Möglicherweise haben im Gegenzug Hacker die Webseite des russischen Präsidialamtes zeitweise lahmgelegt. Auch die Seite der russischen Notenbank war vor der heutigen Zinssitzung allem Anschein nach attackiert worden.


Putin lässt Proteste zu (04.01.2014)
Russlands Präsident Putin hat 5 Wochen vor Beginn der Olympischen Winterspiele in Sotschi das strikte Demonstrationsverbot aufgehoben. Demonstriert werden darf allerdings nur auf einem von den Behörden genehmigten Platz und in Absprache mit den örtlichen Sicherheitsorganen.




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