IRAN. Krisenherd der Welt
Hintergrundinfos und politisches Geschehen


Aktuelle Hintergrundinfos für den SozialkundeunterrichtIRAN

Während die Bombardierungen und der Raketenbeschuss in der Golf Region weitergeht, formieren sich in den USA Proteste gegen Trumps Operation "Epic Fury". In Städten wie New York und San Francisco gehen Menschen mit einer klaren Botschaft auf die Straße.

Erste Proteste in den USA
"Milliardäre spielen Gott" - Demos gegen Trumps Iran-Krieg
(Video n-tv.de)

In zahlreichen Großstädten der USA formieren sich breite Proteste. Es gibt große Kundgebungen mit Tausenden am Times Square (New York) sowie in den Städten Atlanta, Boston, Chicago und Los Angeles. Es werden Forderungen laut wie "No Bombs on Iran" oder "Stop Trumps Wars" Inzwischen lehnen 80 Prozent der US-Bürger nach aktuellen Umfragen diesen Krieg ab. Trumps Untestützung bröckelt, denn er war ja als "Friedenspräsident" zur Wahl angetreten. Ein breites Spektrum an Linken, Anti-Kriegs- und Bürgerrechtsgruppen wie Freedom Road Socialist Organisation (FSRO), Party for Socialismus and Liberation (PSL), ANSWER Coalition, Teile der Democratic Socialists of America, Teile des National Iranian American Council, American Muslims for Palestine, Black Alliance for Peace, und viele weitere treiben die Proteste gegen den Angriffskrieg voran.

Humanitäre Organisationen und Teile der Zivilgesellschaft warnen inzwischen vor einer "beispiellosen" Flüchtlingskrise und tausenden zivilen Opfern.


09.03.2026
Kriegsgeschehen am Persischen Golf
Die militärische und wirtschaftliche Lage in der Golfregion hat sich in der Nacht auf den 9. März 2026 weiter zugespitzt. Israelische Kampfjets haben in der Nacht zum Sonntag mehrere Öldepots rund um die iranische Hauptstadt Teheran bombardiert, was zu massiven Bränden geführt hat. Aufnahmen aus Teheran zeigen, wie eine Ölanlage nach US-israelischen Angriffen in Flammen steht. Dichter schwarzer Rauch steigt über der iranischen Hauptstadt auf. Der israelische Angriff auf die iranischen Ölreserven ist ein ökologisches Desaster. Und die Folgen sind wohl noch jahrzehntelang spürbar.Infolge der massiven Angriffe in der Golfregion sind die Ölpreise massiv ansteigen. Der Preis für ein Barrel Rohöl überschritt die Marke von 100 Dollar, wobei der Iran mit einem weiteren Anstieg auf über 200 Dollar droht. Nach Angaben der iranischen Halbmond-gesellschaft (Roter Halbmond) wurden seit Beginn der US-israelischen Luftangriffe Ende Februar bereits ungefähr 4.000 zivile Gebäude beschädigt oder zerstört. Drei Krankenhäuser wurden außer Betrieb gesetzt und 14 weitere Gesundheits-zentren durch die Bombardierungen beschädigt. Rund 528 Geschäftseinheiten wurden laut offiziellem Bericht komplett zerstört. Besonders betroffen sind dicht besiedelte Gebiete in und um Teheran sowie in der Nähe von Militär- und Infrastrukturanlagen. Die Zerstörungen werden oft durch direkte Raketentreffer, aber auch durch Druckwellen und herabstürzende Trümmer abgetrennter Abwehrraketen verursacht.

In der einzigen Ölraffinerie des Inselstaats Bahrain ist ein Feuer ausgebrochen. Dunkle und dichte Rauchwolken steigen in den Himmel. Bahrain meldete in der Nacht 32 Verletzte, darunter Kinder und mehrere Schwerverletzte. Nach einem Drohnenangriff, der saudi-arabischen Angaben zufolge auf das Ölfeld Schaiba abzielte hat Saudi-Arabien seine Warnungen an den Iran verschärft. In der Stadt al-Chardsch, südöstlich der Hauptstadt Riad, schlug laut Berichten eine mutmaßlich iranische Rakete ein.

Zudem gibt das israelische Militär bekannt, eine Produktionsanlage für Raketenmotoren sowie Abschussplätze für Raketen angegriffen zu haben.

Das Auswärtige Amt hält seine umfassenden Reisewarnungen für fast alle Staaten der Region, einschließlich der VAE, Katar und Saudi-Arabien, aufrecht. Mehrere Kreuzfahrtschiffe in der Golfregion liegen aufgrund der Sicherheitslage in den Häfen fest. Kreuzfahrtreedereien wie TUI (Mein Schiff) haben heute Mittag bekannt gegeben, dass der Betrieb im Persischen Golf komplett eingestellt wird.

Die Eskalation in der Golfregion hat massive unmittelbare Auswirkungen auf die Umwelt und belastet das globale Klima durch zusätzliche Emissionen und zerstörte Ökosysteme.
Die Brände in Öldepots, wie etwa am Shahran-Depot in Teheran, setzen riesige Rauchwolken frei. Diese enthalten giftige Stoffe wie Feinstaub, Stickoxide, Schwefeldioxid und krebserregende Kohlenwasserstoffe. In einem dringenden Appell zum Schutz der Zivilbevölkerung weist Amnesty International darauf hin, dass die Zerstörung von Energie- und Industrieanlagen nicht nur menschliches Leid verursacht, sondern auch die Lebensgrundlagen durch Umweltgifte dauerhaft vernichtet. Greenpeece warnt eindringlich vor einer "ökologischen Zeitbombe" im Persischen Golf. Sie kritisiert insbesondere die Angriffe auf die Ölinfrastruktur und die daraus resultierenden massiven CO2-Emissionen sowie die Gefahr einer großflächigen Ölpest durch festsitzende Tanker.

In Teheran wird bereits von "schwarzem Regen" berichtet, bei dem sich Ölruß mit Niederschlag vermischt sowohl die Böden sowie Wasserquellen vergiftet. Im Persischen Golf stecken derzeit rund 68 beladene Öltanker fest.

Da die Region fast vollständig von Entsalzungsanlagen abhängig ist, könnte eine Ölpest im Golf die Filteranlagen dieser Anlagen verstopfen und die Trinkwasserversorgung für Millionen Menschen in den Golfstaaten (VAE, Katar, Kuwait) kollabieren lassen.

Die G7-Staaten beraten über eine Freigabe von Öl aus den Notreserven. Auf Bitten der USA schickt die Ukraine Abfangdrohnen und Drohnenexperten nach Jordanien, um dort US-Militärstützpunkte zu schützen.

Der katarische Premierminister Scheich Mohammed bin Abdulrahman al-Thani rhat alle Seiten im Iran-Konflikt zur Deeskalation aufgerufen und zugleich den Iran aufgefordert, alle Angriffe auf die Golfstaaten und andere Länder einstellen, die nicht an diesem Krieg beteiligt sind.

Die schiitischen Partner wie die Huthi-Rebellen im Jemen, die Volksmobilisierungskräfte (PMF), die Hezbollah im Libanon springen dem Iran zwar durch Nadelstiche zur Seite, aber ein koordinierter "Großangriff" aller Gruppen ist bisher ausgeblieben.

Die schiitischen Milizen des Irak greifen verstärkt US-Stützpunkte im Irak und in Syrien mit Drohnen und Kurzstreckenraketen an. Ziel der schiitischen Milizen ist es, die Logistik der USA in der Region zu stören, um den Druck auf Teheran zu mildern.

Die Huthi Rebellen im Jemen setzen ihre Angriffe auf die internationale Schifffahrt fort und feuern ballistische Raketen Richtung Südisrael

Die Hezbollah im Libanon feuert täglich Raketensalven auf Nordisrael, um die israelische Luftverteidigung zu binden.

Peking betont zwar die Souveränität des Irans, verhält sich aber im Kriegsgeschehen weitgehend passiv. Die Instabilität im Persischen Golf durch iranische Angriffe auf Raffinerien gefährdet Pekings wirtschaftliche Ambitionen, weswegen China ein großes Interesse daran hat, dass die Kämpfe baldmöglichst aufhören.

Russland hat die Angriffe der USA und Israels auf den Iran zwar als "Aggression gegen ein souveränes Land" verurteilt, scheut aber eine direkte Konfrontation mit der NATO. Medienberichten zufolge liefert Russland zwar Geheimdienstinformationen zur Zielerfassung von US-Streitkräften, aber zuletzt verweigerte Russland Teheran offenbar die Lieferung russisch produzierter Shahed-Drohnen, um eigene Bestände für den Ukraine-Krieg zu schonen.

Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un hat zwar mit einem Kriegseintritt gedroht, falls nordkoreanische Bürger im Iran zu Schaden kämen, jedoch gilt eine aktive Beteiligung für unwahrscheinlich. Zu weit ist Nordkorea geografisch vom Iran entfernt, um effektive Unterstützung zu leisten.


08.03.2026
Kriegsgeschehen am Persischen Golf
Medienberichten zufolge wurde ein Nachfolger Ali Chameneis bestimmt. Vermutlich ist die Wahl auf Chameneis Sohn Modschtaba Chamenei gefallen. Israels Premier Netanjahu hat unterdessen eine Fortsetzung von Angriffen "ohne Gnade" angekündigt. In diesem Zusammenhang sprach er von einem organisierten Plan mit vielen Überraschungen, um das Regime zu destabilisieren und einen Wandel zu ermöglichen.

Nach Schätzungen der Vereinten Nationen sind zwischen dem 28. Februar und dem 1. März rund 100.000 Menschen aus Teheran geflohen. Wie iranische Medien unter Berufung auf eine staatliche Stiftung berichteten, sollen im Iran seit Samstag bereits mehr als 1.200 Menschen ums Leben gekommen sein. Die Menschenrechtsorganisation HRANA meldet mindestens 585 Getötete, darunter offiziell identifizierte 239 Zivilisten. Schätzungen gehen von weit über 1.300 Verletzten im Iran allein in der ersten Woche aus.

Unter Berufung auf den Roten Halbmond sprachen iranische Medien bereits am 1. März von 201 Toten und 747 Verletzten in insgesamt 24 Provinzen. Offenbar sind tausende zivile Gebäude von den Bombardements betroffen. Durch die bisherigen Luftangriffe kam es zu Bränden an Öllagern in Teheran und zu erheblichen Schäden am internationalen Flughafen Mehrabad. Amnesty International kritisiert die Zerstörung von Bildungseinrichtungen, darunter offenbar eine Grundschule für Mädchen.

Menschenrechtsorganisationen äußern den dringenden Verdacht, dass durch den Einsatz von Waffen in Wohngebieten das humanitäre Völkerrecht verletzt wird. Amnesty International und andere Organisationen werfen den Konfliktparteien den Einsatz von Streumunition und unverhältnismäßige Gewalt in Wohngebieten vor.

Die Bevölkerung im Iran leidet unter einer Rekordinflation und unter einer Knappheit bei Lebensmitteln, die durch den Krieg weiter verschärft wurden. Durch die Zerstörung von Versorgungslinien drohen Engpässe nicht nur bei Lebensmitteln sondern auch bei Medikamenten.

Bei israelischen Luftangriffen Im Libanon sind Medienberichten zufolge auch heute wieder wieder viele Menschen ums Leben gekommen sein. Südlich des Litani-Flusses nahe der gemeinsamen Grenze sollen bei israelischen Luftangriffen mindestens 15 Menschen getötet worden sein. Offenbar wurde auch ein Wohngebäude getroffen. Unter den Opfern sind wohl auch Frauen und Kinder.

Die Israelische Armee rief die Zivilbevölkerung im Süden des Libanon auf, das Gebiet wegen der Kämpfe gegen die Hisbollah zu verlassen. In der Nacht haben israelische Luftstreitkräfte wohl auch ein Hotel im Zentrum der libanesischen Hauptstadt Beirut bombardiert. Libanesischen Angaben zufolge gab es mindestens vier Tote und zehn Verletzte. Der Angriff hat offenbar Kommandeuren der Al-Kuds-Brigaden der iranischen Revolutionsgarde gegolten.

Israels Armee hat eigenen Angaben zufolge den unterirdischen Militärbunker des getöteten Staatsoberhaupts und Religionsführers Ajatollah Ali Chamenei angegriffen, welcher sich unter iranischen Regierungsgebäuden im Zentrum der Hauptstadt Teheran befunden haben soll. Israelischen Angaben zufolge hat dieser alls Basis für militärische Aktivitäten gedient.

Da das Treibstoffversorgungsnetz im Iran erheblich beschädigt wurde, wird derzeit laut Regionalgouverneur Mohammad Sadegh Motamedian kein Treibstoff mehr in die Hauptstadt Teheran geliefert.

Am frühen Morgen meldete die iranische Militärführung Angriffe mit Kamikazedrohnen auf den Luftwaffenstützpunkt Ramat David und eine Radarstation in Israel, einen US-Stützpunkt in Kuwait sowie im irakischen Erbil.

US Präsident Trump schließt Bodentruppen im Iran zu einem spätere Zeitpunkt in der Zukunft zwar nicht grundsätzlich aus, hält deren Einsatz zum jetzigen Zeitpunkt jedoch nicht für wahrscheinlich. Vor einem Einsatz von US Streitkräften auf iranischem Terrain müssten, so Trump, die iranischen Streitkräfte so geschwächt sein, dass sie auf Bodenebene nicht mehr kämpfen könnten.

Für den Fall, dass kurdischer Kämpfer aus dem Nordirak in den Iran eindringen, hat die Führung in Teheran mit Angriffen auf "alle Einrichtungen" im Nachbarland gedroht. Iranischen Angaben zufolge wurden bislang vom Iran nur Stützpunkte der USA und Israels sowie von separatistischen Gruppen der Region ins Visier genommen.

An der US-Botschaft in Norwegens Hauptstadt Oslo hat sich eine Explosion ereignet. Chinas Außenminister Wang Yi hat ein Ende des unnötigen Krieges gefordert, welcher der ganzen Welt nur Schaden bringe.

Iranische Angriffe auf Golfstaaten,
die US Basen beherbergen:


Bahrain spricht von einem Drohnenangriff auf eine Entsalzungsanlage zur Aufbereitung von Trinkwasser. Das Land ist für die eigene Wasserversorgung stark auf die Entsalzung von Meerwasser angewiesen. Am Kuwaiter Flughafen sollen bei einem Drohnenangriff auf Treibstofftanks mehrere Brände ausgebrochen sein. Die Feuerwehr versucht, die Flammen so schnell wie möglich einzudämmen. Vor der Küste Kuwaits soll ein Öltanker durch Irans Streitkräfte angegriffen worden sein. Dieser soll in US Besitz sein.

Bahrein erklärt, dass in der Hauptstadt Manama ein Hotel und zwei Wohngebäude getroffen worden sind. Es soll aber nur Materialschaden geben. Am Vortag hatte bereits ein iranischer Raketenangriff Feuer in der staatlichen Raffinerie Bahrains ausgelöst.

Wie der US-Sender CNN und die "Washington Post" unter Berufung auf Personen, die mit US-Geheimdienstinforma-tionen vertraut sind, berichtet, versorgt der Kreml wohl Teheran mit Standortangaben und Bewegungsdaten von amerikanischen Truppen, Schiffen und Flugzeugen. US Präsident Trump spielt die Bedeutung dieser Informationen jedoch herunter.


Kosten des Krieges
Der Iran Krieg hat die USA wohl bereits in den ersten
4 Tagen nach unterschiedlichen Schätzungen bereits
mehrere Milliarden Dollar gekostet. Laut McCusker haben die USA wahrscheinlich Abfangraketen im Wert von rund 5,7 Milliarden US-Dollar zur Abwehr iranischer ballistischer Raketen und Drohnen eingesetzt. Die Rede ist von bis zu 800 verschossenen Patriot-Raketen.

3,4 Milliarden US-Dollar entfallen auf Bomben und andere Raketentypen. US Kriegsminister Pete Hegseth gab zuletzt zu, dass der Konflikt noch Wochen dauern könnte. US-Präsident Donald Trump fordert vom Iran eine bedingungslose Kapitulation. Nach eigener Darstellung möchte er kein Abkommen mit dem Land abschließen.


Der Iran Krieg aus deutscher Sicht
Deutschlands Außenminister Wadephul ist über eine mögliche neue Fluchtbewegung in Richtung Europa zutiefst besorgt. Gerade im Libanon ist laut dem Außenminister bereits jetzt eine große neue Flüchtlingsdynamik und eine Dramatik mit vielen Binnengeflüchteten zu erkennen. Deutschlands Bundeskanzler Friedrich Merz hat vor den unkontrollierbaren Folgen durch eine lange Kriegsdauer im Iran gewarnt. Er befürchtet Stellvertreterkonflikte, die auf iranischem Boden ausgetragen werden und den Zusammenbruch der iranischen Staatlichkeit.


06.03.2026
Kriegsgeschehen am Persischen Golf
Am siebten Tag des Iran-Krieges sind in Tel Aviv Berichten zufolge mehrere Explosionen zu hören gewesen. Die Rede ist von acht Explosionen in der israelischen Küstenstadt. Laut Israels Gesundheitsministerium sind im Land bereits mehr als 1.600 Verletzte in Krankenhäusern behandelt worden. Viele leiden unter Angstzuständen, ausgelöst durch die Angriffe. Insgesamt sind in Israel im Zuge des Krieges bislang elf Menschen getötet worden.

Im Iran sollen seit Samstag mehr als 1.200 Menschen gewaltsam ums Leben gekommen sein. Auch in den Golfstaaten gab es bei iranischen Angriffen bereits mehrere Tote.

In mehreren Vororten der libanesischen Hauptstadt Beirut
hat Israels Luftwaffe Angriffe geflogen. Unter anderem sollen auch zehn Hochhäuser angegriffen worden sein, in denen sich laut Israel militärische Infrastruktur der Miliz befunden haben soll. Die israelischen Angriffe dauerten in der Nacht mehrere Stunden an.

Das US Militär meldet eine Serie massiver Angriffe tief im iranischen Staatsgebiet. In nur 72 Stunden sollen US Angaben zufolge mehr als 200 Ziele bombardiert worden sein - auch in der Nähe der iranischen Hauptstadt Teheran. Zum Einsatz kamen wohl unter anderem Tarnkappenbomber vom Typ B2, welche dutzende bunkerbrechende Bomben auf unterirdische Abschussanlagen für balistische Raketen warfen. Jeder dieser Bomben wiegt mehr als 900 kg und ist für besonders geschützte Ziel tief unter der Erde gedacht. Mehr als 30 Schiffe der iranischen Marine sollen bereits zerstört oder versenkt worden sein. Verteidigungsminister Pete Hegseth betonte noch einmal, dass die Vereinigten Staaten von Amerika keinen Mangel an Munition hätten und den militärischen Konflikt so lange aufrechterhalten könnten
wie es nötig sei.

Während der Iran behauptet, den Flugzeugträger "USS Abraham Lincoln" mit Kampfdrohnen beschädigt zu haben, wurde dies vom Pentagon und dem US-Zentralkommando dementiert. Das US-Militär bestätigte lediglich, eine iranische Drohne (Typ Schahed-139) abgeschossen zu haben, die sich dem Flugzeugträger näherte. Das saudische Verteidigungsministerium meldete unterdessen in der Nacht drei ballistische Raketen abgefangen zu haben, die in Richtung der Prince Sultan-Basis abgefeuert worden seien. In mehreren Golfstaaten befinden sich US-Militärbasen welche seit Beginn des Militärschlages gegen den Iran zum Ziel iranischer Angriffe wurden.

US Präsident Donald Trump sieht den Iran militärisch stark geschwächt, denn große Teile der Luftabwehr und des Raketenarsenals sollen zerstört worden sein. Auch meldet das US-Militär einen deutlichen Rückgang iranischer Angriffe. Laut US-Zentralkommando sind die iranischen ballistischen Raketenangriffe um etwa 90 % und Drohnenangriffe um
83 % zurückgegangen. Etwa 300 Raketenwerfer sollen bereits zerstört worden sein. Militärexperten gehen davon aus, dass der Iran derzeit noch über etwa 100 mobile Abschussrampen verfügt. Es gibt aber auch Gerüchte, dass Theheran bewusst Munition zurückhält, um für eine längere Kriegsdauer gewappnet zu sein. Hin und wieder setzt der Iran vereinzelt noch modernste Systeme wie die Fattah-2-Hyperschallraketen ein, um Nadelstiche gegen Israel zu setzen.

Der Iran ist dennoch führend in der Produktion kostengünstiger Kamikaze-Drohnen (z. B. Shahed-Serie). Allein Anfang 2025 sollen über 1.000 neue Drohnen mit Reichweiten über 2.000 km in den Dienst gestellt worden sein. Über deren Verbleib ist wenig bekannt. Noch vor Kriegsbeginn standen 610.000 Mann unter Waffen, wovon ca. 350.000 in der regulären Armee und 190.000 in den Iranischen Revolutionsgarden (IRGC) dienten. Vor Kriegsbeginn verfügte der Iran über einige veraltete Kampfflugzeuge der 70er Jahre (F-4, F-5, F-14). Die Lieferung moderner russischer Su-35 Jets hatte sich zuletzt verzögert.

Der Schiffsverkehr durch die für den Welthandel so wichtige Straße von Hormus ist nach Einschätzung von US-Beobachtern um etwa 90 Prozent zurückgegangen.

Inmitten des Iran-Krieges haben die Einwohner von Dubai vom Innenministerium der Vereinigten Arabischen Emirate am Freitag eine Warnung auf ihre Handys erhalten.


05.03.2026
Kriegsgeschehen am Persischen Golf
Nach eigenen Angaben hat das US-Militär seit Beginn der Operation mit dem Codenamen "Epic Fury" bereits über 1.700 Einsätze absolviert.

Nach Angaben des iranischen Roten Halbmonds, zitiert durch Al Jazeera, wurden bis zum 5. März 2026 mehr als 3.090 Häuser im Iran durch Luftschläge beschädigt oder zerstört. Die Schäden an Wohngebäuden konzentrieren sich auf Teheran und andere iranische Städte welche Ziel der Luftangriffe waren. Neben Privathäusern wurden auch über 500 Geschäfts-zentren, 13 medizinische Einrichtungen sowie Schulen und kulturelle Stätten wie der Teheraner Basar und der Golestan-Palast beschädigt.

Der Iran reagierte auf die Luftangriffe Israels und der USA mit Raketenangriffen auf Israel sowie auf US-Stützpunkte in Golfstaaten wie Saudi-Arabien, Jordanien und dem Irak. Die Straße von Hormus, die eine weltweit kritische Öl-Handelsroute ist , wurde vom Iran gesperrt. Über diese wird ein Fünftel der weltweiten Öltransporte abgewickelt. Infolgedessen stiegen die Ölpreise rasant an. Öl der Marke Brent stieg sprunghaft auf über 80 US-Dollar pro Barrel, wobei Experten bei einer länger anhaltenden Blockade Ölpreise von über 100 Dollar und eine globale Rezession befürchten. Die Megawattstunde Gas kostet sogar auf über 60 Euro geklettert, den höchsten Stand seit drei Jahren.

Der Konflikt hat sich innerhalb weniger Tage zu einer regionalen Krise ausgeweitet. Erklärte Ziele der USA sind die Zerstörung der iranischen Nuklear- und Militärkapazitäten, die Verhinderung von Atomwaffen sowie der Sturz des amtierenden Regimes. Nach Angaben von Menschenrechts-organisationen wie HRANA wurden seit Kriegsbeginn mindestens 585 Menschen getötet. Darunter etwa 239 Zivilisten. Über 1.300 Menschen wurden den Angaben zufolge verletzt. Die Inflationsrate im Iran hatte bereits im Vorfeld Raten von über 70 % erreicht, wodurch Grundnahrungsmittel für viele unerschwinglich wurden.gelt In weiten Teilen des Landes mangelt es an Trinkwasser, Strom und medizinischer Versorgung.

Mit militärischer Hilfe hält sich China derzeit trotz strate-gischer Verträge (wie dem 25-jährigen Kooperations-programm) noch zurück, um eigene Handelsbeziehungen zum Westen nicht zu gefährden. Dennoch betont China
seine Unterstützung für den Iran bei der Verteidigung der nationalen Souveränität und territorialen Integrität. China
ist massiv auf iranisches Öl angewiesen, das oft zu Vorzugspreisen geliefert wurde. Insofern trifft die Sperrung der Straße von Hormus die chinesische Wirtschaft empfindlich.

Im späteren Tagesverlauf heißt es, dass kurdische Kämpfer im westlichen Iran eine Bodenoffensive gestartet haben.
US-Medien wie Fox News und CNN haben offenbar davon berichtet, dass Tausende kurdische Kämpfer aus dem Nordirak die Grenze zum Iran überschritten haben, um eine Bodenoffensive zu starten. Einem CNN Bericht zufolge arbeitet der US-Geheimdienst CIA daran, kurdische Gruppen für einen Aufstand gegen Irans Regierung zu bewaffnen. Das Weiße Haus wies Berichte über eine geplante Bewaffnung kurdischer Gruppen durch die US-Regierung allerdings als falsch zurück.

Vertreter der KRG erklärten, dass kein einziger Kämpfer die Grenze überschritten habe und man nicht in den Konflikt hineingezogen werden wolle. Sprecher der Gruppen PJAK, PDKI und Komala erklärten zwar, dass man auf den Sturz des Regimes hinarbeite, jedoch sei ein verfrühtes Vorgehen ohne massive Luftunterstützung "suizidal".

Wie es heißt, soll US Präsident Trump erwägen, die irakischen Kurden bei ihrem Kampf gegen die iranische Führung zu unterstützen.

Nach dem Einschlag zweier im Iran gestarteter Drohnen in einem Terminalgebäude des Flughafens in der an den Iran grenzenden Autonomen Republik Nachitschewan hat Aserbaidschans Staatschef Ilham Alijew mit Vergeltung gedroht. Eine weitere Drohne schlug demnach in der Nähe einer Schule im Ort Schekerabad ein.

Am späteren Abend dementierte der Iran den Drohnenangriff. In einer Erklärung heißt es, der Iran respektiere insbesondere die Souveränität der islamischen und benachbarten Länder. Der iranische Generalstab beschuldigt stattdessen Israel, hinter den Drohnengriffen zu stecken und die Beziehungen zwischen islamischen Ländern verschlechtern zu wollen. Rund zehn Millionen der 83 Millionen Einwohner des Iran gehören Berichten zufolge der aserbaidschanischen Minderheit an.

Nach Angaben des Innenministeriums von Bahrain ist am frühen Abend eine Öl-Anlage in dem Golfstaat angegriffen worden. Das Feuer sei aber zügig unter Kontrolle gebracht worden. Nach eigenen Angaben fing allein Bahrein bisher 75 iranische Raketen und mehr als 120 iranische Drohnen ab. Dort wurde bislang ein Wohngebäude und ein wichtiger US-Marinestützpunkt getroffen. Bereits seit Tagen reagiert der Iran auf die amerikanisch-israelischen Militärschläge unter anderem mit Angriffen in der Golfregion.

Großbritannien hat angekündigt, vier weitere Kampfflugzeuge vom Typ Typhoon nach Katar verlegen zu wollen - offenbar auf entsprechende Bitten von Verbündeten in der Region . Zuletzt hatte US Präsident Trump Großbritanniens Premier Starmer scharf kritisiert, weil dieser die Nutzung britischer Stützpunkte für offensive Schläge gegen den Iran zunächst verweigert und erst später unter Bedingungen zugestimmt hatte. Premierminister Keir Starmer steht derzeit unter goerheblichem Druck. Er versucht einen diplomatischen Balanceakt zwischen der militärischen Unterstützung der USA und einer zurückhaltenden eigenen Kriegsbeteiligung zu vollziehen.

Der Militäreinsatz der USA und Israels gegen das iranische Mullah-Regime stößt in Deutschland mehrheitlich auf Ablehnung. Eine Mehrheit von 58 Prozent der Deutschen sehen den Angriff als nicht gerechtfertigt an. Um die Menschen in Iran sorgen sich 71 Prozent der Deutschen. An den Tankstellen in Deutschland sind die Benzinpreise infolge des militärischen Konflikten am Persischen Gold über die Zwei-Euro-Marke geschossen.


04.03.2026
US Verteidigungsminister Hegseth will den mutmaßlichen Angriff auf eine iranische Schule prüfen lassen.

Ein U-Boot der US Marine hat im Indischen Ozean also in internationalen Gewässern die iranische Fregatte Iris Dena mit einem Torpedo versenkt. Sri Lankas Behörden bestätigten das Sinken des Schiffs und haben bislang 87 geborgene Leichen gemeldet. 32 Matrosen konnten wohl gerettet werden, während 61 weitere Personen noch vermisst werden.

Des Weiteren hat der Iran Medienberichten zufolge eine ballistische Rakete auf das Nato-Mitglied Türkei abgefeuert. Trotz des Zwischenfalls hält die Nato einen Bündnisfall weiterhin für äußerst unwahrscheinlich.

Der Iran hat für den Fall eines Angriffes auf die iranische Botschaft in der libanesischen Hauptstadt Beirut mit Angriffen auf israelische Botschaften weltweit gedroht.


28.02.2026
Die USA und Israel haben am 28. Februar 2026 gegen 7:00 Uhr deutscher Zeit großflächig den Iran angegriffen.

Schon bei den ersten Angriffswellen in Teheran wurde der Oberste Führer des Iran, Ayatollah Ali Khamenei, getötet. Iranischen Angaben zufolge sollen bei einem mutmaßlichen Angriff am Samstag mindestens 168 Schülerinnen im Alter von sieben bis zwölf Jahren, 26 Lehrerinnen sowie vier Eltern getötet worden sein.


13.01.2026
Anhaltende Proteste im Iran
Seit Wochen wüten Proteste im Iran. Am 2. Januar um 2:58 Uhr Washingtoner Zeit brachte sich US-Präsident Donald Trump gewissermaßen in Zugzwang als er sagte "We are locked and loaded". Zu Deutsch: "Wir stehen Gewehr bei Fuß". Er drohte damit, dass die USA den Iranern zu Hilfe kämen, wenn das Töten von Demonstranten so weiterginge. Inzwischen sind wohl bereits mehreren Hundert Demonstranten getötet worden. Lindsey Graham, ein republikanischer Senator und ein enger Vertrauter des Präsidenten sieht den Obersten Führer des Iran, Ajatollah Ali Chamenei als einen modernen Hitler, als einen religiöser Nazi, und einen schrecklicher Menschen. US Präsident Trump prüft nun militärische und nicht-militärische Optionen.

Mark Warner, Senator der Demokraten, sieht einen möglichen Militäreinsatz im Iran jedoch skeptisch und kritisiert die derzeitige Rolle der USA als Weltpolizisten, welche bereits in mehreren Ländern der Welt militärisch interveniert hat. Auch Senator Rand Paul , ein Partei-
freund von Donald Trump steht einem möglichen Militär-einsatz kritisch gegenüber. Er befürchtet gegenteilige
Konsequenzen. Pauls demokratischer Kollege Tim Kaine
betrachtet ebenso eine Militäraktion als einen "massiven Fehler".

In der Nacht zu Dienstag ordnete US Präsident Trump
schon mal Strafzölle in Höhe von 25 Prozent für jedes
Land an, das noch mit dem Iran Geschäft macht und gleichzeitig Waren in die USA einführt.

19.06.2025
Wegen der neuen iranischen Angriffen auf Israel heulten in vielen Gegenden im Norden des Landes die Sirenen. In Israel hat es in der Nähe eines zweistöckigen Hauses einen Einschlag gegeben. Sieben Verletzte wurden in Kranken-häuser gebracht, eine Frau verstarb infolge der Angriffe.

Zeitgleich hat Israel Berichten zufolge militärische Ziele in Teheran angegriffen. Israel berichtet von der eigenen Luftüberlegenheit in weiten Teilen des Irans. In der Hauptstadt waren Berichten zufolge Explosionen zu hören und das Luftabwehrsystem im Süden der 15-Millionen-Metropole war aktiv. Wegen des eskalierenden Konflikts zwischen Israel und dem Iran hat Großbritannien Flugzeuge und anderes militärisches Gerät in den Nahen Osten verlegt. Nach Angaben aus dem Iran hat Israel große Öl- und Gasfelder des Landes angegriffen. Der Iran meldet mehr als 800 Verletzte durch israelische Angriffe. Irans UN-Botschafter Amir Saeid Iravani hatte zuletzt von fast 100 Toten in seinem Land gesprochen.

Nach dem Tod des Luftwaffenchefs der Revolutionsgarden Amir Ali Hadschisadeh bei israelischen Angriffen hat Irans geistliches Oberhaupt Ayatollah Ali Khamenei Madschid Musawi zu dessen Nachfolger gemacht.


14.06.2025
Wegen der Eskalation in Nahost sind die ursprünglich für Sonntag geplanten Atomgespräche zwischen den USA und Iran laut dem omanischen Außenminister abgesagt worden.

Israels Armee hat nach eigenen Angaben bei einem massiven Angriff mit mehr als 70 Kampfjets die Luftabwehr des Iran erheblich geschwächt. Offenbar hat sich die israelische Armee damit weitestgehend Handlungsfreiheit in der Luft im ganzen Westen des Iran bis nach Teheran verschafft.

Am Samstag am späten Nachmittag hat Israel große Öl-
und Gasfelder des Landes angegriffen. Betroffen sei das für den Iran wirtschaftlich bedeutsame Feld South Pars im Persischen Golf. Das dortige Gasfeld zählt zu den größten Erdgasvorkommen weltweit. Die Volksrepublik China ist
Irans größter Handelspartner und kauft so viel iranisches Öl wie kein anderes Land. In einer ersten Stellungnahme be-zeichnete China Israels Vorgehen als "inakzeptabel" und
als Verletzung des Völkerrechts.

Zudem hat der Iran bekannt gegeben, dass die Offiziere Gholamresa Mehrabi und Mehdi Rabani, zwei führende Mitglieder des Generalstabs der Streitkräfte bei den israelischen Bombardierungen ums Leben gekommen sind. Damit erhöht sich die Zahl der bestätigten Todesopfer unter den Generälen auf insgesamt acht.

In Israel sind infolge iranischer Gegenangriffe Medienberichten zufolge drei Menschen ums Leben gekommen. Dutzende weitere sollen teils schwere Verletzungen erlitten haben. Videos in sozialen Medien zeigen gleich mehrere Explosionen in der israelischen Metropole. Krankenhäuser in Israel brachten Patienten in unterirdische Schutzräume.


13.06.2025
Israel hat in der Nacht iranische Nuklear- und Militärein-richtungen angegriffen. Satellitenbildern zufolge ist die iranische Atomanlage Natans bei israelischen Angriffen schwer beschädigt worden. Laut dem Iran haben die
Angriffe 78 Todesopfer gefordert. Dem iranischen Gesundheitsministeriums zufolge wurden mindestens
800 Personen verletzt.


20.05.2024
Der iranische Präsident Ebrahim Raisi und sein Außenminister Hussein Amirabdollahian sind offenbar beim Absturz ihres Hubschraubers im Iran ums Leben gekommen. Keiner der neun Insassen soll überlebt haben. Zur Ursache des Unglücks
gibt es noch keine offiziellen Informationen. Irans Religionsführer Ajatollah Ali Chamenei ordnete fünf Tage Staatstrauer an und übertrug die Amtsgeschäfte an Raisis ersten Vize Mohammed Mochber. Israel erklärte, nichts mit dem Vorfall zu tun zu haben. Dem Iran droht nun eine politische Krise. Eine Neuwahl ist innerhalb von 50 Tagen angedacht.


10.11.2022
Im Iran gehen die regierungskritischen Proteste unvermindert weiter. Wegen des gewaltsamen Umgangs der iranischen Regierung mit den Demonstranten hat die deutsche Außenministerin Annalena Baerbock gestern weitere Sanktionen gegen das Land angekündigt. In Sahedan, der Hauptstadt der Provinz Sistan und Belutschistan, war am 30. September eine Kundgebung blutig niedergeschlagen worden. Angaben von Aktivisten zufolge hatten dort iranische Sicherheitskräfte fast 100 Menschen getötet.

02.10.2022
Im Iran demonstrieren offenbar landesweit tausende Menschen weiterhin gegen das islamische Herrschaftssystem. Demonstranten werfen mit Steinen und zünden Polizeiautos sowie staatliche Gebäude an. Bilder von Festnahmen, Schlägen und Tränengas gehen um die Welt. Mittlerweile sollen 41 Zivilis-ten bei den Protesten ums Leben gekommen sein. Grund für die jetztige Protestwelle war der Tod der 22-jährigen Mahsa Amini im Polizeigewahrsam. Sie war Angaben zufolge von Sittenwäch-tern festgenommen worden, weil sie das Kopftuch nicht so trug, wie es die strengen iranischen Gesetze vorschreiben.


17.09.2021
Gemäß einem aktuellen Bericht der IAEA verweigert der Iran den Inspektoren teilweise den Zugang zu Atomanlagen. Damit erfüllen die Iraner ihre Zusagen zur Überprüfung der Atomanlagen durch die internationale Atomenergiebehörde nicht vollständig.

Konkret verweigert der Iran IAEA-Inspektoren den Zugang zu einer Werkstatt, in der Teile für Zentrifugen zur Uran-Anreicherung hergestellt werden. Doch gerade der Ausbau der iranischen Anreicherungsanlagen mit immer leistungsfähigeren Zentrifugen bereitet der IAEA und der internationalen Gemeinschaft Sorgen.

CORONA INFEKTIONEN
Im Iran kommt diie Impfkampagne nur schleppend voran. Lediglich 3,3 Prozent der Gesamtbevölkerung von etwa 80 Millionen Menschen sind vollständig geimpf. Im August war ein neuer Höchststand an Neuinfektionen erreicht worden. Innerhalb von 24 Stunden waren fast 40.000 Neuinfektionen bekannt gegeben worden. Mit insgesamt 4,1 Millionen nachgewiesenen Infektionen und 94.000 Corona-Toten ist der Iran das Land mit den höchsten Werten im Nahen Osten. (Stand 8. August 2021)


Schaubild: Coronavirus-Infektionen im Iran, März 2020
Schaubild: Corona Virus Infektionen im Iran März 2020


Fläche: 1.648.195 km²
Bevölkerung: 81,1 Mio
Bevölkerungsdichte: 48,5 Einwohner pro km²
Bruttoinlandsprodukt 432,9 Milliarden $ (2017)
Militäretat 14,5 Milliarden US-Dollar (2017)
entspricht 3,1 % der Wirtschaftsleistung
reguläre
Militärstreitkräfte
etwa 400.000 Soldaten
Revolutionswächter
starke Verflechtung mit
politischen Eliten
120.000 Soldaten


Aktuelles:

3. März 2020
Corona Krise im Iran
Im Iran wütet die Corona-Epidemie. In keinem anderen Land außerhalb Chinas sind bislang so viele Menschen an dem neuartigen Coronavirus gestorben. Behörden dort melden 2.922 Infizierte und 107 Todesfälle infolge der Coronavirus-Erkrankung (Stand Donnerstag, 05.03.2020) Nach inoffiziellen Quellen sind allerdings schon mehr als 400 Menschen infolge einer Corona Infektion verstorben. Schulen und Universitäten sollen bis zum persischen Neujahrsfest am 20. März geschlossen bleiben.

Der Iran hat nun auch angekündigt, den Reiseverkehr zwischen großen Städten beschränken zu wollen.

Wegen der scharfen US Sanktionsmaßnahmen kann der Iran praktisch keine medizinischen Güter auf dem internationalen Markt kaufen.

Humanitäre Hilfsgüter, wie Medikamente und medizinische Ausrüstung, sind von diesen Sanktionen zwar ausgenommen, aber Banken trauen sich aus Furcht vor den US-Sanktionen zumeist nicht, Geschäfte mit Teheran abzusichern.

Mittlerweile sind sechs Experten der Weltgesundheitsorganisation (WHO) in Teheran angekommen. Insgesamt sind dem Iran 7,5 Tonnen Medizinprodukte wie Schutzhandschuhe, Gesichtsmasken und Beatmungsgeräte ausgeändigt worden.

Deutschland, Frankreich und Großbritannien wollen dem Iran über die WHO und andere Uno-Agenturen zusätzliche Hilfe in Höhe von knapp fünf Millionen Euro gewähren.


17. Januar 2020
Verletzte US-Soldaten nach Landstuhl verlegt
Entgegen ersten Angaben sind bei dem iranischen Raketenangriff der vergangenen Woche auf US-Militärstützpunkte im Irak doch mehrere US-Soldaten verletzt worden. Acht der Verletzten US Soldaten wurden nach Landstuhl gebracht, wo sie derzeit medizinisch versorgt werden.
Weitere Soldaten werden derzeit in einem Camp in Kuwait versorgt.

In der Nacht zum 8. Januar hatte der Iran aus Vergeltung für die Tötung des iranischen Generals Kassem Soleimani den von den USA genutzten Luftwaffenstützpunkt Al-Assad sowie eine Basis in der nördlichen Stadt Erbil mit Dutzenden Raketen beschossen.


15. Januar 2020
Abgestürzte Passagiermaschine wurde offenbar
versehentlich von iranischen Abwehrraketen getroffen.

Entgegen erster Behauptungen hat der Iran nun doch zugegeben, das Passagierflugzeug der Ukraine International Airlines mit 176 Menschen an Bord versehentlich abgeschossen zu haben. Offenbar hatte ein iranischer Soldat die Maschine für ein feindliches Flugzeug gehalten und daraufhin den Abschuss angeordnet. Zuerst hatte Teheran von einem technischen Defekt gesprochen gehabt. Nun aber haben die iranischen Revolutionsgarden die Verantwortung für den Abschuss übernommen.


8. Januar 2020
Flugzeugabsturz über dem Iran /173 Tote
Inmitten der militärischen Eskalation des Konflikts zwischen den USA und dem Iran ist ein Passagierflugzeug der Ukraine International Airlines (Flugnummer PS752) auf dem Weg von Teheran nach Kiew kurz nach dem Start um 5:00 Ortszeit abgestürzt. An Bord der abgestürzten Maschine waren 167 Passagiere und 9 Besatzungsmitglieder. Die Ukraine geht nach offiziellen Angaben nicht davon aus, dass es Überlebende des Absturzes gegeben hat. Unter den 173 Insassen, die vermutlich ums Leben gekommen sind, warenwohl auch drei Deutsche.

Nach Angaben der iranischen Luftfahrtbehörde soll der Absturz auf einen technischen Defekt zurückzuführen sein. Das zumindest berichtete der iranische Nachrichtensender Chabar am Mittwochmorgen unter Berufung auf einen Sprecher der Behörde.

Bereits vorher hatte die amerikanische Luftfahrtbehörde FAA US-Flugzeugen die Nutzung des Luftraums in Teilen des Nahen Ostens untersagt. Grund für diese Entscheidung waren die iranischen Raketen-angriffe auf Militärstützpunkte im Irak. In den USA registrierte Flug-zeuge dürften "wegen erhöhter militärischer Aktivitäten und steigender politischer Spannungen" über dem Persischen Golf, dem Golf vom Oman, im Irak und im Iran nicht mehr operieren.


8. Januar 2020
Iranischer Raketenangriff auf zwei US Militärstützpunkte im Irak

Der Iran hat offenbar zwei irakische Militärstützpunkte, in denen zur Zeit US Truppen untergebracht sind, mit Raketen angegriffen. Es sollen "mehr als ein Dutzend" Raketen in zwei von den USA genutzten Stützpunkten eingeschlagen sein. Offenbar haben zehn der insgesamt 15 iranischen Raketen den Luftwaffenstützpunkt Ain al-Assad in der Provinz Anbar im Westen des Landes getroffen. In einer ersten Stellungsnahme erklärte ein Regierungsvertreter, die Angriffe seien glimpflich ausgegangen.

Der Raktenangriff auf den Militärstützpunkt soll eine Vergeltung für die Tötung des iranischen Generals Kassem Soleimani durch das US-Militär sein. Iranische Staatsmedien forderten zugleich die USA auf, ihre Trup-
pen aus der Region abzuziehen. Die iranische Regierung hat die Raketenangriffe als "verhältnismäßigen" und rechtmäßigen "Akt der Selbstverteidigung" bezeichnet. Die iranischen Revolutionsgarden bezeichneten den Angriff auf "die von den Amerikanern besetzte" Basis als einen in jeder Hinsicht vollen Erfolg.

Zur Zeit berät US-Präsident Trump mit seinem Nationalen Sicherheits-stab. Auch Außenminister Pompeo und Verteidigungsminister Esper
sind zugegen.

Im Irak sind derzeit 5000 US-Soldaten stationiert, die ein internationales Militärbündnis zum Kampf gegen die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) anführen. Auch 400 Bundeswehrsoldaten sind im Irak als Teil der internationalen Koalition gegen die Terrormiliz Islami-
scher Staat (IS) im Einsatz .

Die Sprecherin des US Repräsentantenhauses, Nancy Pelosi, forderte den Iran zur Einstellung aller Gewalt auf und appellierte zugleich an die Regierung von US-Präsident Donald Trump alle "unnötigen Provokationen" zu beenden.

7. Januar 2020
Nach der gezielten Tötung des iranischen Generals Soleimani durch eine Drohne des US-Militärs hat der iranische Außenminister Zarif den USA mit Vergeltung gedroht. Offenbar hat die iranische Regierung in Teheran für ihren Vergeltungsschlag gegen die USA 13 Pläne ausgearbeitet.

Offenbar hat der iranische Außenminister Zarif von den USA kein Einreisevisum für den Besuch einer UN-Sitzung in New York erhalten. Das US-Außenministerium äußerte sich dazu nicht offiziell.


7. Januar 2020
Bei den Trauerfeierlichkeiten für den getöteten iranischen General Soleimani ist es in Kerman zu einer Massenpanik gekommen. Nach Medienberichten nahmen rund Millionen Menschen Abschied von General Soleimani. Zuvor war in Kerman wegen des zu erwartenden Massenandrangs der Dienstag zum örtlichen Feiertag erklärt worden.
Nach Angaben der iranischen Agenturen soll es mindestens 40 Toten gegeben haben. 190 Menschen wurden verletzt.

Als Konsequenz des US-Angriffs hat das iranische Parlament das Budget der Revolutionsgarden bis zum Ende des persischen Jahres (20. März 2020) um 200 Millionen Euro erhöht und zugleich die US Truppen zu Terroristen erklärt.


3. Januar 2020

US-Luftangriff auf den iranischen Kommandanten
der Al-Kuds-Brigaden General Soleimani

Bei einem US-Luftangriff im Irak ist der einflussreiche Kommandant der Al-Kuds-Brigade, Soleimani getötet worden.
Die Al-Kuds-Brigaden gehören zu den Revolutionsgarden (IRGC), einer Eliteeinheit der iranischen Streitkräfte.

Offenbar hat das US-amerikanische Militär die Operation auf direkte Anweisung von US-Präsident Donald Trump ausgeführt.

Die US-Amerikaner werfen dem General und Kommandanten der Al-Kuds-Brigaden bereits seit längerem vor, für den Tod von Hunderten Amerikanern und Verbündeten verantwortlich zu sein.

Nach Ansicht der USA habe Soleimani in den verangenen Monaten mehrere Angriffe auf Stützpunkte von US-Verbündeten gesteuert und auch die gewaltsamen Proteste an der US-Botschaft in Bagdad gebilligt.


7. September 2019
Der Iran verlässt schrittweise das Atomabkommen
Frustriert über die harten Sanktionen der USA einerseits, die den Iran sehr hart treffen und andererseits frustriert über die Untätigkeit bzw. Hilflosigkeit der Europäischen Union, dem etwas engegensetzen zu können, kündigt der Iran schrittweise die Vereinbarungen des ausgehandelten Atomabkommens. Zuerst war es nur die höhere Urananreicherung, dann das Überschreiten von zulässigen Mengengrenzen und jetzt sollen schnellere Zentrifugen für höher angereichertes Uran hinzukommen.

Ein Anreicherungsgrad von 20 Prozent gilt unter Experten als kritische Marke auf dem Weg zu einer Atomwaffe. Der Sprung zu einer 90 %igen Urananreicherung, welcher für atomwaffenfähiges Uran benötigt wird, ist nämlich von da an ein kleiner.

Bereits vergangene Woche hatte die Internationale Atomenergie-behörde (IAEA) darauf aufmerksam gemacht, dass der Iran möglicher-weise sein Uran auf 4,5 Prozent angereichert haben könnte. Der von den USA aufgekündigte Atomvertrag sieht aber nur eine Anreicherung bis 3,67 Prozent vor.

Dem Iran ist es aber wichtig zu betonen, dass man sich weiterhin von der IAEA kontrollieren lasse. Immer wieder macht die iranische Führung deutlich, dass sich sämtliche Schritte auch schnell wieder rückgängig machen lassen unter der Voraussetzung, dass die US Sanktionen gegen den Iran eingestellt werden.


Unterdessen hat der Iran in der Straße von Hormus erneut ein Schiff mit ausländischer Besatzung aufgebracht und festgesetzt. Der Schlepper soll 280.000 Liter Treibstoff geschmuggelt haben. Zwölf philippinische Staatsbürger wurden festgenommen. Die Behörden ermitteln.

Erst im Juli hatten iranischen Revolutionsgarden einen ausländischen Tanker festgesetzt und den schwedischen Öltanker "Stena Impero" beschlagnahmt, der unter britischer Flagge unterwegs war. Ende Juli setzte der Iran dann ein weiteres Schiff fest und begründete dies mit dem Verdacht auf Öl-Schmuggel.


24. August 2019
Der iranische Supertanker "Adrian Darya 1"
nimmt Kurs auf die Türkei

Nachdem Griechenland auf Druck der USA dem Schiff verboten hat, in griechischen Häfen anzulegen hat der iranische Supertanker "Adrian Darya 1" Kurs auf die Türkei genommen. Das Internetportal Marine Traffic geht davon aus, dass das Schiff in einer Woche in Mersin an der türkischen Mittelmeerküste ankommen wid.

Unterdessen versuchen die EU und der Iran das Atomabkommen auch ohne die USA noch zu retten. So haben sich Irans Außenminister Mohammad Dschawad Zarif und der französischen Präsident Emmanuel Macron im Vorfeld des G7-Gipfels in Biarritz getroffen, um Möglichkeiten auzuloten.


Unterdessen hat der Iran nach Angaben der Revolutionsgarden eine neue Rakete getestet. Das iranische Staatsfernsehen zeigte Präsident Hassan Rouhani bei der feierlichen Inbetriebnahme des Bawar-373-Systems.


22. August 2019
Der Iran präsentiert sein mobiles Bawar-373-Raketenabwehrsystem
Der Iran hat sein erstes selbst produziertes Raketenabwehrsystem präsentiert. Das mobile Bawar-373-System soll dem russischen System S-300 und dem US-Patriot-System ähneln. Mit der Entwicklung des Bawar-Systems hatte der Iran begonnen, nachdem die Lieferung russischer S-300-Raketen im Jahr 2010 wegen der internationalen Sanktionen ausgesetzt worden war.

Es soll nach iranischen Angaben beinahe so gut sein wie das russische Raketenabwehrsystem S-400, welches zur Zeit als das leistungsstär-
kste Luftabwehrsystem der Welt angehen wird.

Nach offiziellen Angaben haben die Bawar-373 eine Reichweite von mehr als 200 Kilometern. Im Juni brachte der Abschuss einer US-Aufklärungsdrohne über der Seestraße von Hormus die beiden Länder an den Rand einer militärischen Konfrontation.


4. August 2019
Debatte um einen Militäreinsatz zum Schutz der
Handelsschifffahrt im Persischen Golf

Der Iran hat nach eigenen Angaben am Abend des 31. Juli einen Öltanker in der Nähe der Hafenstadt Buscheh beschlagnahmt.

Sieben ausländische Besatzungsmitglieder wurden verhaftet und das geladene Öl beschlagnahmt, so ein Sprecher der IRGC-Marine. Die Iranischen Revolutionsgarden sind überzeugt, dass das Schiff Erdöl in die arabischen Golfstaaten schmuggeln sollte.

Noch ist unklar unter welcher Flagge das Schiff überhaupt fuhr und für welche Reederei. Auch das Zielland des Ölschmuggels ist bislang unklar. Der Vorfall fällt mitten in die Debatte um einen Militäreinsatz zum Schutz der Handelsschifffahrt im Persischen Golf.

Einen ähnlichen Vorfall hatte es übrigens schon Mitte Juli gegeben, als iranische Revolutionsgarden einen relativ kleinen Ölschmuggel-Tanker festsetzten und dessen Besatzung verhafteten. Die Riah" fuhr unter der Flagge Panamas, doch der vermeintliche Eigner, eine Firma aus den Vereinigten Arabischen Emiraten, behauptet das Schiff weiterverkauft zu haben. Bis heute ist unklar, wem das 68-Meter lange Schiff eigentlich gehört.

Am 19. Juli hatten die iranischen Revolutionsgarden in der Straße von Hormus den britischen Öltanker "Stena Impero" gestoppt, weil er angeblich gegen Regeln der Seefahrt verstoßen hatte.

Am 4. Juli hatte Großbritannien in Gibraltar den mit iranischem Öl beladenen Tanker "Grace1" festgesetzt. Die Festsetzung des Handelsschiffes wurde damit begründet, dass der Tanker gegen EU-Sanktionen zum Syrienboykott verstoße.


8. Juli 2019
ATOMSTREIT mit dem IRAN
Der Iran hat angekündigt, die Urananreicherung schrittweise auf 5 bis 20 Prozent zu erhöhen. Uran, das auf 90 Prozent angereichert wird, kann für Nuklearwaffen benutzt werden. Dies gilt es zu verhindern.

Ziel des 2015 ursprünglich vereinbarten Atomabkommens zwischen den UN-Vetomächten USA, Russland, China, Frankreich, Großbritannien sowie Deutschland und dem Iran war es, Teheran am Bau einer Atombombe zu hindern. Doch die USA war 2018 einseitig aus der Vereinbarung ausgestiegen und hat seitdem eine Vielzahl von Sanktionen gegen das Land verhängt.

Die USA drohen jedem Land, das die verhängten Sanktionen umgeht und/oder dem Iran Erdöl abnimmt wirtschaftliche Nachteile an.
Seitdem sind Irans Erlöse aus dem Erdölgeschäft drastisch gesunken. Durch diese Maßnahme möchten die USA aber nicht nur die Einnahmen der Islamischen Republik drastisch vermindern, sondern Teheran auch politisch gefügiger machen.

Der Iran fühlt sich von den verbliebenen Vertragspartnern im Stich gelassen und sieht nicht ein, zwar weiterhin an das Atomabkommen gebunden zu sein, aber zugleich die volle Härte wirtschaftlicher Sanktionen zu spüren. Von der EU hatte sich der Iran deutlich mehr Unterstützung erhofft. Irans Vizeaußenminister Abbas Araghchi hat daher nun den verbliebenen Partner des Abkommens angedroht, auch die dritte Phase des Teilausstiegs einzuleiten, wenn nicht binnen 60 Tagen auf die Wünsche des Irans eingegangen wird.

Zugleich macht der Iran aber auch deutlich, dass das Land das Abkommen wieder einhalten werde, sobald es Fortschritte in den Verhandlungen mit den verbliebenen Partnern des Abkommens gebe.
Die EU zeigt sich besorgt. Die USA erhöhen unterdessen weiter den Druck auf Theheran und drohen der iranischen Republik ganz unverholen.

Rückhalt erhält der Iran aus Russland. Der Chef des Auswärtigen Ausschusses im russischen Föderationsrat, Konstantin Kossatschow, zeigte Verständnis für die Haltung der iranischen Republik und konstatierte zugleich, dass sich der Iran letztlich an die juristischen Grundsätze halte - anders als die EU, die ihre Verpflichtungen aus dem Atomabkommen nur bedingt erfülle.


26. Juni 2019
US Außenminister MIKE POMPEO möchte Indiens Import
von Erdöl aus dem Iran weiter reduziert wissen.

US-Außenminister Mike Pompeo ist nach Indien gereist, um Gespräche mit der indischen Regierung zu führen. Thema des Besuchs in Delhi wird der umstrittene Ölhandel mit dem Iran sein. Indien war noch bis vor Kurzem nach China der zweitgrößte Importeur von Erdöl aus dem Iran. Nn hat Indien auf Druck der USA seine Importmengen reduziert.


20. Juni 2019
Abschuss einer US-Drohne durch den Iran
Der Iran hat den Abschuss einer US-Drohne in der Provinz Hormusgan im Süden des Landes gemeldet. Zunächst hatte das US-Militär dementiert, eine Drohne in dem Gebiet eingesetzt zu haben. Wenig später bestätigten die USA allerdings den Abschuss einer "US-Spionagedrohne" vom Typ Navy MQ-4C Triton". Die USA behaupten jedoch, die Drohne habe sich in internationalem Luftraum über der Straße von Hormus befunden. Die Meerenge verbindet den Persischen Golf und den Golf von Oman.


18. Juni 2019
Angriff auf zwei Öltanken im Golf von Oman
Nach dem Angriff auf zwei Öltanker im Golf von Oman am vergangenen Donnerstag haben die USA 1000 weitere Soldaten in den Nahen Osten - zu "Verteidigungszwecken" entsendet. Die USA machen den Iran für die Angriffe verantwortlich. Theheran selbst weist die Anschuldigungen zurück. Das US-Verteidigungsministerium hat zuletzt neue Fotos zu den Angriffen auf die beiden Öltanker im Golf von Oman veröffentlicht. Die Fotos sollen die Vorwürfe gegen die iranischen Revolutionsgarden belegen. Trotz alledem zeichnet sich in der EU keine geschlossene Unterstützung für die Haltung der USA gegenüber dem Iran ab.


15. Mai 2019
US-Truppenverlegung in die Golfregion
Die USA haben ungeachtet ihrer Beteuerungen, einen Krieg mit dem Iran vermeiden zu wollen, ihre Truppen in der Golfregion in erhöhte Alarmbereitschaft versetzt. US- Militärs sind überzeugt, dass es glaubhafte Bedrohungen durch vom Iran unterstützte Kräfte gibt.

Der britische Vize-Kommandeur des Anti-IS-Operation Inherent Resolve sieht dies jedoch anders. Er sieht keinerlei Anzeichen für eine erhöhte Bedrohung. Die US- Militärs interessiert dies wenig.

Sowohl die USA als auch der Iran zeigen sich unnachgiebig in ihren Positionen. Irans oberster Führer, Ajatollah Ali Chamenei, hat noch einmal deutlich gemacht, dass sein Land nicht an Verhandlungen mit den USA interessiert sei. Die USA werfen Theheran vor, Unruhe in der Region zu schüren und den Terrorismus zu unterstützen.

Bereits am Dienstag wurde eine wichtige Ölpipeline Saudi-Arabiens von Kampfdrohnen angegriffen- möglicherweise von jemenitischen Huthi-Rebellen, die vom Iran unterstützt werden. Zwar hat es keine Opfer und nur leichte Sachschäden gegeben, doch aus Sicherheitsgründen wurde der Betrieb der Pipeline in Saudi-Arabien erst einmal stillgelegt.

Erst am Wochenende waren aus den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) Sabotageakte an Öltankern gemeldet worden.

Wegen der Spannungen in der Region soll der Bundeswehreinsatz deutscher Soldaten im Irak erst einmal unterbrochen werden. Dort im Irak sind derzeit etwa 160 deutsche Soldaten stationiert. 60 Soldaten davon sind in einem Militärkomplex in Tadschi, nördlich von Bagdad, untergebracht, wo sie irakische Streitkräfte ausbilden. Zudem haben die USA große Teile ihres diplomatischen Personals aus dem Irak als Sicherheitsmaßnahme abezogen. Alle nicht umbedingt benötigten Mitarbeiter der Botschaft in Bagdad und des Konsulats in Erbil sollen den Irak verlassen, so die Anweisung aus Washington.

Wegen der anhaltenden schweren Wirtschaftsanktionen gegen den Iran, hat das Land angekündigt, mehrere Auflagen aus dem Atomab-kommen nicht mehr erfüllen zu wollen. Entsprechend wurden die übrigen Partner des Atomabkommens, nämlich Deutschland, Frankreich, Großbritannien, China und Russland informiert.

Gemäß der Vereinbarung aus dem Jahr 2015 darf der Iran lediglich bis zu 300 Kilogramm niedrig angereichertes Uran sowie bis zu 130 Tonnen schweres Wasser produzieren.

Der Iran hatte der EU bereits vor einer Woche ein 60-tägiges Ultimatum gestellt in dem er die Europäische Gemeinschaft dazu aufforderte, den Iran endlich vor den Auswirkungen der neuen US-Sanktionen zu schützen. Für den Fall, dass die EU untätig bleibt, hat der Iran angedroht, künftig Uran wieder zu einem höheren Grad anzureichern.

Nach dem Atomabkommen darf das schiitische Land Uran nur auf bis zu 3,67 Prozent anreichern. Für den Bau von Atomwaffen ist eine Anreicherung auf 90 Prozent nötig.


14. Mai 2019
Spaniens Rückzug aus US Flottenverband
Spaniens Regierung hat die spanische Fregatte "Méndez Núñez" aus dem Flottenverband um den US-Flugzeugträger "USS Abraham Lincoln" abgezogen.

Diese sollte ursprünglich den US-Flugzeugträger "USS Abraham Lincoln" in den Persischen Golf begleiten. Doch die spanische Verteidigungs-
ministerin Margarita Robles erklärte, dass die neue US-Mission und vor allem der mögliche Einsatz der B-52 (-Langstrecken-bomber) nicht Teil des Abkommens sei. Spaniens Regierung möchte eine mögliche Konfrontation oder "kriegsähnliche Handlung" in der Region vermeiden.


13. Mai 2019
EU- Außenministertreffen in Brüssel wegen Atomstreit
In Brüssel sind die EU-Außenminister zusammengekommen, um über Möglichkeiten zu sprechen, wie man das Atomabkommen mit dem Iran noch bewahren kann. Überraschend nimmt auch US-Außenminister Mike Pompeo am EU-Außenminister-Treffen in Brüssel teil. Er hatte dafür eigens einen geplanten Besuch in Moskau abgesagt.

2015 waren die USA einseitig aus dem Atomdeal ausgestiegen und haben seitdem den politischen und wirtschaftlichen Druck auf den Iran deutlich erhöht.

Europa erwägt, trotz drohender US-Sanktionen Geschäfte mit dem Iran über die Handelsplattform Instex abzuwickeln. Für diese Option setzt sich neben Deutschland auch Frankreich und Großbritannien ein.

Während die EU versucht, das vom Iran in dieser Angelegenheit gesetzte Ultimatum nicht verstreichen und den Atomdeal mit dem Iran nicht scheitern zu lassen, verschärfen die USA weiter ihre Sanktionen gegen Teheran und haben bereits Kriegsschiffe und Langstrecken-bomber in die Region verlegt. In den USA scheint man sich bereits auf eine kriegerisch-militärische Auseinandersetzung eingestellt zu haben.

Der britische Außenminister Jeremy Hunt zeigte sich bei dem Treffen der EU - Außenminister äußerst besorgt, dass sich aus der derzeitigen zugespitzten Situation ein militärischen Konflikt entwickeln könnte.

Deutschlands Außenminister Heiko Maas hob bei dem Treffen hervor, dass sich die EU und die USA hinsichtlich ihrer Forderungen an den Iran weitestgehend einig sind. Beide wünschen sich "nämlich keine Nuklearwaffen für den Iran" und "eine andere Rolle des Iran in der Region". Gegenüber den USA hat Maas klargemacht, dass Deutschland nicht will, dass es zu einer militärischen Eskalation kommt.

Iran - Atomkraftwerke, Forschungsreaktoren, Urananreicherung


12. Mai 2019
Gefahr einer Zuspitzung des Atomsstreits mit dem Iran
Der Außenpolitische Sprecher der Grünen, Omid Nouripour, hat Bundesaußenminister Heiko Maas angesichts des aus seiner Sicht eskalierenden Konflikts am Persischen Golf zu einem raschen Besuch in Teheran gedrängt. Er forderte die Bundesregierung auf, deutlich mehr zu tun, um das Atomabkommen mit dem Iran zu bewahren. Seiner Ansicht nach sei die Lage in der Region inzwischen "zu ernst für Appelle aus der Ferne".


11. Mai 2019
Verlegung des Kriegsschiffes USS Arlington in die Golfregion
Der Konflikt mit dem Iran spitzt sich weiter zu. Um auf die Drohungen aus dem Iran zu reagieren schicken die USA ein weiteres Kriegsschiff und ein Raketenabwehrsystem in den Nahen Osten. Der kommissari-sche Verteidigungsminister Patrick Shanahan hat der Verlegung der "USS Arlington" und eines Patriot-Systems in die Region zugestimmt, heißt es aus dem Pentagon. Zuvor hatten die USA den Flugzeugträger "USS Abraham Lincoln" und eine Bomberstaffel in den Nahen Osten verlegt mit der Begründung, der Iran könne womöglich Angriffe auf US-Truppen unternehmen.

8. Mai 2019
Ultimatum gegenüber den verbliebenen Vertragspartnern des Atomabkommens - Atomstreit mit dem Iran

Der iranische Präsident Hassan Ruhani hat den fünf noch verbliebenen Vertragspartnern des Atomabkommens China, Deutschland, Frankreich, Großbritannien und Russland ein 60-tägiges Ultimatum gesetzt. Er forderte die Länder auf, wie versprochen, den Öl- und Bankensektor des Irans vor US-amerikanischen Sanktionen endlich zu schützen.
Vor gut einem Jahr hatte US- Präsident Trump einseitig das Iran Abkommen aufgekündigt.

5. Januar 2019
Iran demonstriert militärische Stärke
Die iranische Marine hat in den vergangenen Jahren ihr Operations-gebiet sukzessive ausgeweitet. Seit der Aufkündigung des internatio- nalen Atomabkommens mit dem Iran durch die USA haben sich die Spannungen zwischen den beiden Staaten verschärft.

Da die USA durch Sanktionen versuchen, die Ölexporte des Iran und damit dessen Haupteinnahmequelle zum Erliegen zu bringen, ist der Iran auf Konfrontationskurs. Erst kürzlich hatte der Iran angedroht, die Straße von Hormus am Ausgang des Golfs für den Fall zu blockieren, dass der Iran kein Öl mehr verkaufen kann.

Nun hat der Iran angekündigt, ab März sogar Kriegsschiffe in den Atlantik zu entsenden. Zum Flottenverband der iranischen Marine gehören der neue Zerstörer "Sahand", der vom Radar nicht zu orten ist, und das militärische Versorgungsschiff "Kharg". Beide Schiffe sind aufgrund ihrer Größe in der Lage, auch Hubschrauber zu befördern.

Wegen der permanenten Präsens amerikanischer Flugzeugträger im Persischen Golf, so die Argumentation des Iran, möchte das Land umgekehrt auch Gewässer nahe der US-Küste befahren, um gegenüber den USA militärische Stärke zu zeigen. Vermutlich wird der iranische Flottenverband in einem befreundeten lateinamerikanischen Land wie Venezuela anlegen.

Deutscher Außenhandel mit dem Iran

Themenspezifische Unterrichtsmaterialien,
speziell für den Unterricht aufbereitet:



Hintergrundwissen: Unruhen und Konfliktstoff im Iran

Das politische System des IRAN





>> Das politische System des Iran (Hintergrundinfo) (17.06.2010)


25. November 2018
Bei einem Erdbeben im Westen des Iran mit einer Stärke von 6,4 auf der Richterskala sind offenbar mehr als 630 Menschen verletzt worden.
Das Beben ereignete sich in etwa fünf Kilometern Tiefe in der Provinz Kermanschah. Das Zentrum des Bebens lag nahe der Kleinstadt Sarpol-e Sahab an der iranischen Grenze zum Irak.

Die Stadt Sarpol-e Sahab war bereits vor genau einem Jahr von einem Erdstoß der Stärke 7,3 verwüstet worden. Damals starben mehr als 600 Menschen, Zehntausende wurden obdachlos.


3. Oktober 2018
Der Internationale Gerichtshof in Den Haag (IGH) hat zumindest in Teilen die neuen Sanktionen gegen den Iran als unzulässig erklärt.
Vor allem Sanktionen, welche die humanitäre Hilfe und die Sicherheit des Flugverkehrs bedrohen sind nach Ansicht des höchsten internationalen Gerichts unzulässig. Zwar ist die Entscheidung des UN-Gerichts bindend, doch die USA und der Iran haben wiederholt schon Sprüche des Gerichts ignoriert. Das UN-Tribunal zur Regelung internationaler Streitigkeiten, hat aber keine Möglichkeiten zur Durchsetzung seiner Urteile.

Die US-Regierung hält das UN-Gericht für nicht zuständig und verteidigt die Sanktionen als gerechtfertigte Maßnahme zum Schutz der nationalen Sicherheit.


23. Juli 2018

US Präsident Trump hat harte Konsequenzen für den Fall angekündigt, dass der Iran seine Drohungen gegen die USA nicht unterlässt.

Rouhani hatte Trump zuvor vorgeworfen, eine Iran-feindliche Politik zu verfolgen. Er unterstellte Trump, mit seinen Sanktionen die Vernichtung des finanzielle und wirtschaftliche Vernichtung Irans zu beabsichtigen.

In der Tat warb der ehemalige CIA-Chef und jetzige US Außenminister Pompeo um internationale Unterstützung für den harten Kurs gegenüber dem Iran. Die USA möchten die Ölexporte der Islamischen Republik bis zum 4. November möglichst auf Null setzen und auf diese Weise den Iran noch mehr in finanzielle Nöte bringen.

Auch kündigte Pompeo an, dass die US-Regierung einen TV- und Radio-Sender starten werde, der auch im Internet zu empfangen sein werde. Die USA zielen darauf ab, alle Iraner zu unterstützen, die unzufrieden mit ihrer Führung sind. Man beabsichtigt offensichtlich möglichst viele Iraner gegen die eigene politische Führung aufzubringen.


7. Juni 2017
Das iranische Parlament und das Mausoleum von Ayatollah Khomeini sind von Attentätern der Terrormiliz "Islamischer Staat" angegriffen worden. Bei den Attentaten kamen mindestens zwölf Menschen ums Leben. Weitere 40 Personen wurden zum Teil schwer verletzt. Vier Männer hatten sich offenbar als Frauen verkleidet und ins Parlamentsgebäude geschlichen. Drei von Ihnen wurden erschossen, einer sprengte sich in die Luft.

Die iranischen Revolutionsgarden machten Saudi-Arabien für die Doppelanschläge verantwortlich. Auch das kurz zuvor in Riad abgeschlossene Waffengeschäft der USA mit Saudi-Arabien im Wert von 110 Milliarden Dollar (97,5 Milliarden Euro) wurde scharf kritisiert.


27. Februar 2016
Bei der Parlamentswahl im Iran zeichnet sich ein klarer Sieg von Präsident Hassan Ruhani ab. Bei der Wahl vom Freitag wurde auch der einflussreiche Expertenrat neu besetzt. Die Wahlbeteiligung lag bei etwa 60 %. In der Provinz Teheran Können die Reformer laut Auszählung von 44 Prozent der Stimmen auf 29 der 30 zu vergebenden Sitze hoffen. Für den Anführer der konservativen Liste, Gholam-Ali Hadad Adel, zeichnete sich dagegen der siebte Platz ab.

Die halbamtliche Nachrichtenagentur Isna verkündete zudem, dass von den
56 Wahlkreisen außerhalb der Hauptstadtregion 19 an die Konservativen, neun an Ruhani-Anhänger und 14 an unabhängige Kandidaten gegangen sind. Bei den übrigen 14 zu vergebenden Sitzen ist der Ausgang unklar, so dass wohl eine Stichwahl im April oder Mai nötig werden dürfte.


3. Januar 2016

In der iranischen Hauptstadt Teheran wurde die saudische Botschaft mit Brandsätzen attackiert. Etwa 40 Menschen wurden bei dem Versuch festgenom-men, die saudische Botschaft zu stürmen.

Ursache der Krawalle war eine Massenexekution politischer Gefangener in Saudi-Arabien. Schiitische Milizen haben zu weiteren Protestkundgebung vor der Botschaft aufgerufen. Auch in der iranischen Stadt Maschhad wurde das saudi-arabische Konsulat angegriffen. Der oberste Führer des Irans, Ajatollah Ali Chamenei, drohte Saudi-Arabien mit "göttlicher Rache"

In Saudi-Arabien wird die schiitische Minderheit seit längerem durch das wahhabitische Herrscherhaus diskriminiert. Der 56-jährige Nimr, der in Riad hingerichtet worden war, war die zentrale Figur der schiitischen Proteste während des arabischen Frühlings 2011.


Interessante Artikel der Tagesschau zusammengefasst:


Das Ende eines Dauerstreits (14.07.2015)
Der 13-Jahre andauernde Atomstreit mit dem Iran scheint beendet. Die fünf UN-Vetomächte und Deutschland haben sich mit dem Iran auf ein Atom-Abkommen geeinigt, das die zivile Nutzung der Atomtechnologie erlaubt, aber die Entwicklung von Atomwaffen verhindern soll.

Die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) soll unter anderem Zugang zu Militäranlage im iranischen Parchin erhalten. Der IAEA soll damit ermöglicht werden, zu klären, ob der Iran in der Vergangenheit an der Entwicklung von Atomwaffen geforscht hat. Im Gegenzug entfallen Wirtschaftssanktionen, die gegenüber dem Iran verhängt worden waren und Irans Wirtschaft in der Vergangenheit nahezu lahm gelegt hatten.

Irans Präsident Hassan Ruhani bezeichnete die Einigung als den "größten außenpolitischen Triumph" des Landes, während Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu den Atomdeal als den größten historischen Fehler überhaupt bezeichnete.

Während der Iran sich vor allem in wirtschaftlicher Hinsicht große Hoffnungen macht, beispielsweise beim Handel, bei Ölexporten aber auch im Bankensektor bei Krediten und Wechselkursen, hofft die Weltgemeinschaft auf eine Zusammenarbeit im Kampf gegen gegen den "Islamischen Staat.


"Iran hat enormen Aufholbedarf" (30.03.2015)
Der Iran ist mit 75 Millionen Einwohnern eines der größten Länder der Region, und zugleich eines der 20 bevölkerungsreichsten Länder der Welt. Anders als viele anderen arabischen Staaten hat der Iran eine industriell geprägte Wirtschaftsstruktur. Vor allem deutsche Unternehmen hoffen auf eine Lockerung der Sanktionen und baldige gute Geschäfte, denn deutsche Produkte genießen einen "sagenhaften" Ruf im Iran. Im vergangenen Jahr 2014 war das deutsche Handelsvolumens allein um 30 Prozent gestiegen, was von der Regierung in Tel AVIV zuletzt scharf kritisiert worden war.

Im Energiesektor müssten vor allem Raffinerien und Pipelines dringend erneuert werden. Gerade hier besteht ein großer Bedarf an deutscher Hochtechnologie wie Großpressen oder Turbinen. Rund 6000 deutsche Mittelständler sind im Iran aktiv, so schätzt es die Handelskammer. Die Bundesrepublik war lange einer der wichtigsten Handelspartner und High-Tech-Lieferanten des Iran. Während der jahrelangen westlichen Wirtschaftssanktionen haben vor allem China, Russland und die Türkei Geschäfte mit Teheran gemacht, doch die Enttäuschung über der Qualität so mancher Produkte ist groß. Dagegen genießen deutsche Waren nach wie vor einen exzellenten Ruf.

Dennoch es gibt zahlreiche Kritiker, die vor einer Lockerung der Sanktionen gegenüber dem Iran warnen. Der Iran unterstützt nach Ansicht des Westens nicht nur die radikal-islamische Hisbollah-Miliz im Libanon sondern auch das syrische Regime von Machthaber Bashar al-Assad. Politologe Küntzel glaubt beispielsweise nicht an einen Mentalitätswandel der Mullahs. Vielmehr würden zusätzliche Einnahmen des Staates direkt in den Kampf gegen Israel fließen, so der Politologe. Michael Tockuss hält dagegen und meint, dass Deutschland im Falle einer Lockerung der Wirtschaftssanktionen als Handelpartner gute Chancen und Möglichkeiten hätte, politisch Einfluss zu nehmen auf den Iran - z.B. in Fragen der nach wie vor problematischen Menschenrechtslage.


Gelingt den Ministern der Durchbruch? (22.02.2015)
US-Außenminister John Kerry und sein iranischer Kollege Sarif haben sich erneut im Atomstreit beider Länder getroffen. Ein Durchbruch in den Verhandlungen gelang aber erneut nicht. Der Westen möchte verhindern, dass sich der Iran ein Atomwaffen-programm zulegt.Teheran bestreitet jedoch derartige Intentionen. Die iranische Führung drängt daher auf ein Ende der harten Wirtschaftssanktionen.

Ungeklärt ist ...

- welchen Umfang das iranische Atomprogramm im Hinblick auf die Urananreicherung haben soll

- welchen Umfang das iranische Atomprogramm im Hinblick auf das Schwerwasserprogramm in den kommenden Jahren haben darf

- welche Überprüfungsmodalitäten vereinbart werden. Konkret geht es darum, wie intensiv sich internationale Inspektore und Kontrolleure die Nuklearaktivitäten Irans ansehen dürfen

- Dauer einer Vereinbarung

Der Iran möchte im Gegenzug geklärt wissen, in welchen Abfolgeschritten die Sanktionen der internationalen Staatengemeinschaft, die gegen das iranische Atomprogramm gerichtet sind, aufgehoben werden.

Fakt ist, dass Hardliner sowohl in den USA als auch im Iran die Verhandlungen erschweren. Zum einen sorgen führende Politiker im Iran dafür, dass die eigene Verhandlungsdelegation nicht zu viele Zugeständnisse an die Internationale Atomenergiebehörde macht und zum anderen fordern US-Republikaner eher härtere Sanktionen gegen den Teheran als eine Aufweichung der Wirtschaftssanktionen.

Fristverlängerung statt Durchbruch (24.11.2014)
Im Atomstreit mit dem iran wirft der er Westen dem arabischen Land weiter vor, unter dem Deckmantel der Energiegewinnung nach Atomwaffen zu streben. Offensichtlich waren die Differenzen noch zu groß um eine Einigung für ein Rahmenabkommen zu finden. Bereits am Mittag endeten die Gespräche zwischen den UN-Vetomächten USA, Russland, China, Großbritannien, Frankreich sowie Deutschland mit dem Iran. Dennoch es soll zu einem späteren Zeitpunkt weiter verhandelt werden. Bis März nächsten Jahres soll nun ein vorläufiges Abkommen ausgearbeitet werden. Man möchte dem Iran Zugeständnisse machen und dem Land 700 Millionen Dollar aus seinen eingefrorenen Guthaben zur Verfügung stellen.

Zähes Ringen um die Einigung (08.11.2013)
In Genf berät derzeit die 5+1 Gruppe unter welchen Bedingungen die Sanktionen gegen den Iran gelockert werden könnten. Der Iran möchte endlich, dass die Wirtschaftssanktionen wegen des umstrittenen Atomprogramms gelockert werden. Der Westen hingegen ist nur bereit, einige Sanktionen auszusetzen, wenn der Iran die Urananreicherung drosselt oder zeitweise ganz aussetzt. Irans Außenminister Mohammed Dschawad Sarif ist dagegen nicht bereit, die Urananreicherung einzustellen.

Die Sanktionen gegen den Iran (08.11.2013)
Der Westen verdächtigt den Iran seit Jahren, unter dem Deckmantel der friedlichen Nutzung der Atomkraft zur Energiegewinnung an einem geheimen Atombombenprogramm zu arbeiten.

2012 wurde von der EU ein Ölembargo gegen den Iran verhängt. Durch diese Sanktion verliert der Iran fast 60 Prozent seiner Einnahmen. Auch der stark eingeschränkte Bankverkehr behindert den Im- und Export von Waren und vertreibt zahlreiche Händler und Unternehmen in Nachbarländer.

Sanktion der USA gegen den IRAN
Bereits 1995 verhängte US Präsident Bill Clinton wegen angeblicher Unterstützung von Terroristen und dem Streben nach Massenvernichtungswaffen ein Handelsembargo gegen den Iran. 2010 wurden erstmals auch Sanktionen gegen führende Mitglieder des Regimes wegen Menschenrechtsverstößen erlassen. 2011 wurden Sanktionen gegen die petrochemische Industrie verhängt, Sanktionen gegen Energieunternehmen wurden verschärft. Im Februar 2013 folgten neue Sanktionen gegen staatliche Rundfunkunternehmen und deren Verantwortliche, die aus Sicht der amerkanischen Regierung die iranische Opposition zensieren.

Seit 2006 hat der UN-Sicherheitsrat in mehreren Resolutionen Sanktionen gegen den Iran verhängt.
Zu diesen Sanktionen gehören:

- Reiseverbote für iranische Atomwissenschaftler
- eine Beschränkung des Handels mit Gütern, die sowohl zivil als auch
   militärisch verwendet werden können
- Das Einfrieren von Bankkonten und die Überwachung von Exportkrediten
- Ausfuhrverbote für Waffen, Technologie zum Bau der Atombombe
   oder Telekommunikationssysteme. (seit 2007)
- Ein Verbot von Investitionen in die Öl- und Gasindustrie sowie Finanzhilfen.
- Banktransaktionen mit dem Iran werden strikt überwacht
- Frachtlieferungen in den und aus dem Iran werden kontrolliert
- Ein Landeverbot für iranische Frachtflugzeuge in der EU
- Iraner, die am Atomprogramm beteiligt sind, haben inder EU ein    Einreiseverbot. Deren Vermögen wurde eingefroren.
- ein Reiseverbot für Mitglieder der paramilitärischen Truppe und
   Angestellte ihrer Firmen (seit Juni 2010)
- Kontensperrungen und Handelsbeschränkungen
- Verkaufsverbot für Panzer und Kriegsschiffe
- Exportverbote für den Schiffbau, bestimmte Metalle, Öltechnologie
   und Computersoftware. (seit Ende 2012)
- Verbot der Einfuhr und Beförderung von iranischem Erdgas


Offenbar Tote bei schwerem Erdbeben im Iran (16.04.2013)
Im Iran, im Grenzgebiet zu Pakistan, hat sich ein schweres Erdbeben der Stärke 7,8 auf der Richterskala ereignet. Das iranische Staatsfernsehen sprach von 40 Toten, lokale Behörden rechnen jedoch mit mehreren Hundert Toten. Doch die Zahl der Opfer kann derzeit noch schlecht abgeschätzt werden, da viele Dörfer in der Region über einsame Hügelketten und Täler hinweg verteilt sind. Der iranische Rote Halbmond sprach von einer "komplizierten Notfallsituation". Auf pakistanischer Seite sind mindestens 34 Menschen ums Leben gekommen. Etwa 200 sind nach ersten Angaben verletzt worden.
Rettungskräfte versuchen derzeit in die am schlimmsten betroffenen Bezirke vorzudringen.

Iran ordnet Eröffnung neuer Urananlagen an (09.04.2013)
Nach dem erneuten Scheitern der Atomgespräche, hat der Iran nun angekündigt, sein Atomprogramm weiter auszubauen. Präsident Mahmud Ahmadinedschad hat jetzt die Eröffnung einer Uran-Mine und einer Uran-Umwandlungsanlage angeordnet.
Das Land möchte offenbar einen autarken Atomkreislauf aufbauen.

Teheran stellt umstrittene Anreicherungsanlage fertig (16.11.2012)
Nach Einschätzung der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) hat der Iran seine umstrittene Atomanreicherungsanlage Fordow inzwischen vollständig ausgerüstet, so dass eine Anreicherung von Uran auf 20 Prozent für den Iran kein Problem mehr darstellt. Laut dem Bericht der IAEA verfügt der Iran aktuell über 135 Kilogramm Uran, das auf 20 Prozent angereichert ist. Der Westen verdächtigt den Iran schon seit langem eine Atombombe bauen zu wollen, während die Regierung in Teheran dies vehement bestreitet.


Ahmadinedschad wegen Währungsverfalls einbestellt (04.11.2012)
Die iranische Landeswährung hat im Oktober binnen weniger Tage im Vergleich zum US-Dollar 40 Prozent ihres Wertes verloren. Daher soll nun Präsident Mahmud Ahmadinedschad vor dem iranischen Parlament Rede und Antwort zum rapiden Währungsverfall stehen. Dem Iran fehlen aufgrund zahlreicher internationaler Sanktionen und des Embargos gegen iranische Banken und Erdölunternehmen nötige Devisen. Mit Hilfe der Sanktionen möchte man den Iran zwingen, sein Atomprogramm offenzulegen, um den befürchteten Bau einer Atombombe zu verhindern. Da durch die Sanktionen auch Importe erschwert und verteuert wurden, hat dies zu einer massiven Inflation im Land geführt.

USA: Keine direkten Atomgespräche mit Iran
(21.10.2012)
Tommy Vietor, Sprecher des Nationalen Sicherheitsrates in den USA hat dementiert, dass es eine Übereinkunft mit dem Iran zu Zweiergesprächen über das Teheraner Atomprogramm gibt.

Mursi brüskiert iranische Führung (30.08.2012)
Der ägyptische Präsident Mohammed Mursi hat zur Eröffnung des Gipfels der blockfreien Staaten in Teheran die syrische Opposition gelobt und deren Unterstützung als moralische Pflicht bezeichnet. Aus Protest gegen Mursis Äußerungen verließ daraufhin die syrische Delegation das Treffen. Mit seinen deutlichen Worten brüskierte er zugleich die iranische Führung, die Verbündete des syrischen Regimes sind. Seit der Unterzeichnung des ägyptischen Friedensvertrages mit Israel im Jahre 1979 unterhalten beide Staaten keine diplomatischen Beziehungen mehr. Es ist der erste Besuch eines ägyptischen Präsidenten im Iran seit der islamischen Revolution von 1979. Mursi übergibt bei dem zweitätigen Gipfel die rotierende Präsidentschaft der blockfreien Staaten an den iranischen Präsidenten Mahmud Ahmadinedschad. Irans geistlicher Führer Ajatollah Ali Chamenei kritisierte den UN-Sicherheitsrat in scharfer Form. Der Sicherheitsrat der UN eine "offensichtliche Diktatur" aus und habe eine "irrationale, ungerechte und vollkommen antidemokratische Struktur", so Chamenei. Die Blockfreiengruppe der insgesamt 120 Staaten angehören - vorwiegend aus Asien, Afrika und Lateinamerika - wurde 1955 während des kalten Krieges gegründet. Der Iran übernimmt nun für drei Jahre den Vorsitz.


UN-Generalsekretär Ban trifft iranische Staatsführung (29.08.2012)
UN-Generalsekretär Ban Ki Moon ist nach Teheran gereist um den Atomkonflikt, die Lage in Syrien und die feindseligen Äußerungen gegenüber Israel zu besprechen.
Einen Tag vor dem Auftakt zum Gipfel der blockfreien Staaten in Irans Hauptstadt traf er das geistliche Oberhaupt Ayatollah Ali Chamenei, Präsident Mahmud Ahmadinedschad und Parlamentspräsident Ali Laridschani. Der Westen wirft dem Iran vor, nach Atomwaffen zu streben. Seit geraumer Zeit versucht die Staaten-gemeinschaft Teheran mit Sanktionen von seinem Atomprogramm abzubringen. Angesichts der offenen Drohungen aus Teheran erwägt Israel sogar einen Militärschlag gegen die Atomanlagen.


Hunderttausende demonstrieren gegen Israel (17.08.2012)
Bei seiner Anti-Israel Rede in der Universität von Teheran bezeichnete der Iran den jüdischen Staat Israel als Krebsgeschwür. Er forderte Israel auf, alle besetzten Gebiete an die Palästinenser zurückzugeben. Den westlichen Regierungschefs warf Präsident Ahmadinedschad vor, seit Jahrzehnten Sklaven Israels zu sein. Die Al-Kuds-Demonstrationen, die zur "Befreiung" Jerusalems aufrufen, finden im Iran traditionell am letzten Freitag des Fastenmonats Ramadan statt. Ebenso wie viele andere muslimische Staaten erkennt der Iran den jüdischen Staat Israel nicht an.


USA beenden Israels Angriffshoffnungen (16.08.2012)
US-Verteidigungsminister Panetta hat den Angriffsambitionen Israels ein Ende gesetzt und der israelischen Armee die Fähigkeit abgesprochen, im Alleingang die Atomanlagen des Iran zu zerstören. Die USA möchten vor den Präsidentschafts-swahlen im November sich nicht mehr mit den Kriegsambitionen Israels herumschlagen. Ende September oder Anfang Oktober soll es möglicherweise ein amerikanisch-israelisches Spitzentreffen geben, bei dem das weitere Vorgehen gegenüber dem Iran diskutiert werden soll.


Israels Regierung verschärft Anti-Iran-Kurs (14.08.2012)
Für Israels Ministerpräsident Netanjahu ist längst klar, dass der Iran unter keinen Umständen in den Besitz von Atomwaffen kommen darf. So hat das israelische Verteidungsministerium schon einmal Berechnungen angestellt, wie viele israelische Zivilisten im Falle eines Krieges mit dem Iran ums Leben kommen könnten. Der Iran verfügt über mehrere hundert Langstreckenraketen vom Typ "Shabab. Nach Auffassung israelischer Militärexperten würde sich der Erfolg eines Krieges auch bei einem für Israel positiven Ausgang in Grenzen halten und das Atomprogramm des Iran lediglich um 2 Jahre zurückwerfen.


Zwei Menschen lebend aus Trümmern gerettet (14.08.2012)
Im Nordwesten des Irans hat es vor drei Tagen ein verheerendes Erdbeben gegeben. Unmittelbar nach dem Erdbeben hatte der Iran Hilfe aus dem Ausland zunächst abgelehnt, doch am Montag revidierte Vizepräsident Mohammed Resa Rahimi seine ablehnende Haltung gegenüber ausländischen Hilfsangeboten und erklärte sich nun doch bereit, Hilfe anderer Staaten für die Erdbebenopfer anzunehmen. Am Samstag, den 11. August waren im Norden des Iran bei zwei Erdbeben der Stärke 6,3 und 6,4 mehr als 300 Menschen ums Leben gekommen. Bis zu 3000 Menschen wurden verletzt. Zu etwa 60 Dörfern gibt es bislang keinen Zugang. Viele der unzähligen Dörfer nahe der Millionenstadt Täbris sind fast vollständig zerstört.

EU strebt baldigen Öl-Importstopp an (05.1.2012)

EU beschließt weitere Sanktionen gegen den Iran (01.12.2011)

"Es gibt nur schmerzhafte Wege" (17.11.2011)



Kurzinhalt für Schüler zusammengefasst:
Der Iranische Präsident Mahmud Ahmadinedschad ist im Südlibanon von tausenden Anhängern der Hisbollah-Bewegung umjubelt worden. Ahmadinedschad hielt eine erneut gegen Israel und den Zionismus gerichtete Rede im Dorf Bint Dschbeil an der Grenze zu Israel, das 2006 von israelischen Truppen zerstört und mit iranischer Hilfe wieder aufgebaut worden war. Israel, die USA, aber auch Politiker des pro-westlichen Lagers im Libanon selbst ebenso wie zahlreiche westliche Staaten bewerteten den Auftritt Ahmadinedschad im Südlibanon als erneute Provokation.
Pro-Westliche Politiker im Libanon sehen den steigenden Einfluss der Hisbollah im Südlibanon als äußerst bedenklich an und befürchten, dass das grenznahe Gebiet ebenso wie Syrien zu einem Befehlsempfänger Teherans werden könnte.
Israel befürchtet gar ein Hisbollastan und verglich den Besuch Ahmadinedschad im Südlibanon mit dem eines Gutsherrn, der seinen Grund und Boden inspiziert.


Ekstatisch empfangen wie ein Popstar (13.10.2010)
Der iranische Präsident Ahmadinedschad wird in Libanon feierlich und pompös empfangen. Viele rechnen ihm hoch an, dass er dem Libanon während des letzten Krieges gegen Israel beiseite gestanden hat und mit fast einer Milliarde US-Dollar ausgeholfen hat. Der Iran unterstützt im Libanon die Hisbollah, die immer häufiger staatlichen Dienstleistungen ersetzt und daher so großes Ansehen im Land genießt. Der Staat dagegen sei für die ärmeren Bürger im Land kaum existent.

Merkel bestätigt Festnahme von Deutschen (12.10.2010)

Kurzinhalt für Schüler zusammengefasst:
Zwei deutsche Staatsbürger, vermutlich Journalisten der "Bild am Sonntag", sind
im Iran festgenommen worden, als sie den Sohn der zum Tod durch Steinigung verurteilten Sakine Mohammadi-Ashtiani zu interviewen versuchten. Die beiden Reporter waren nur mit Touristenvisum, nicht aber mit dem vorgeschriebenen Journalistenvisum unterwegs gewesen. Verwirrend ist, dass der Axel-Springer Verlag die Festnahme von zwei seiner Reportern im Iran nicht bestätigen kann. Die beiden festgenommenen Deutschen behaupten jedoch im Auftrag der "Bild am Sonntag" unterwegs gewesen zu sein. In Teheran heißt es, die festgenommenen ausländischen Reporter hätten Verbindungen zu Konterrevolutionären. Insofern
ist wohl die genaue Identität der festgenommenen Personen noch zu klären.
Die deutsche Regierung möchte die beiden festgenommenen Deutschen baldmöglichst wieder freibekommen.

Haftstrafen für Blogger und Journalisten (30.09.2010)

"Stuxnet" trifft auch die wichtige Ölindustrie (28.09.2010)
Der Computer-Virus "Stuxnet" scheint nicht nur Großrechner der Atomindustrie, befallen zu haben, sondern hat sich wohl auch in der für Iran eminent wichtigen Ölindustrie eingenistet. Da nach Angaben von Symantec bereits Ende Juli knapp 60 Prozent der infizierten Anlagen im Iran registriert wurden, könnten als Urheber durchaus staatliche Sicherheitsdienste in Betracht kommen, die es auf die iranischen Atomanlagen abgesehen haben. Nach Angaben des Iraner Industrieministeriums seien 30.000 Industrierechner mit dem Virus infiziert.

Neue Atom-Gespräche mit Iran im Oktober? (25.09.2010)
Präsident Ahmadinedschad ist im Oktober wieder zu Gesprächen über sein umstrittenes Atomprogramm bereit. Die Vereinten Nationen und insbesondere
die USA und Israel verdächtigen den IRAN unter dem Deckmantel eines Kernenergieprogrammes an Atomwaffen zu bauen.

Auch Russland schließt Sanktionen nicht mehr aus (24.09.2010)
Der russische Präsident Dimitri Medwedjew ist zu schweren zusätzlichen Sanktionen bereit, falls der Iran auf Verhandlungswege nicht zu einem Einlenken im Atomstreit bereit sei.

Kalkulierter Eklat mit Verschwörungstheorie (24.09.2010)
Irans Präsident Mahmud Ahmadinedschad hat mit einer Verschwörungstheorie für einen Eklat vor der UN-Vollversammlung gesorgt. In seiner Rede behauptete er die USA hätten die Angriffe auf das World Trade Center inszeniert, um einen Grund zu haben, militärische Angriffe auf den Nahen Osten zu verüben.
Ahmadinedschad verteidigte sein umstrittenes Nuklearprogramm damit, dass Atomenergie sauber, billig und den fossilen Brennstoffen überlegen sei.
Er behauptete, dass die fünf ständigen Mitglieder im Weltsicherheitsrat ein Monopol verteidigen wollten und die Absicht hätten, andere von dieser Energiequelle fern
zu halten.
Iran lässt US-Bürgerin frei (14.09.2010)
IRAN: Teherans Kurs bringt iranische Wirtschaft in Gefahr (25.07.2010)

IRAN: "Iran könnte atomwaffentaugliches Uran herstellen"
(09.02.2010)
IRAN: Westen macht Druck im Atomstreit mit Iran (24.09)
Drei (eher) Konservative und nur ein echter Reformer (28.07.2009)
Präsidentenwahl im Iran: Die vier Kandidaten

Iran. Aktuelles Geschehen weiter zurückliegende Artikel zum Geschehen im Iran

IRAN. Krisenherd der Welt, Atomkonflikt


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